Blog für Medienkompetenz

Artikel von Karstern Noack aus Berlin

Standing Ovations oder stehenden Applaus nach Ihrer Rede?

Es hat sich gelohnt. Stehender Applaus (ja liebe Deutschlehrer, Stehbeifall oder im Stehen applaudieren wären die richtigen grammatischen Ausdrucksweisen) und was für einer. Nicht die Sorte Beifallsbekundung, die bei einer Flugzeuglandung ein erleichtertes Klatschen hervorbringt, weil der Flug und der miese Service überlebt wurden. Nein, es geht um bahnbrechende mitunter sogar ekstatische Begeisterung des Publikums oder wozu hanseatisch-zurückhaltende Teilnehmer sich auch immer hinreißen lassen. Hurra! Der Erfolg wird sicht- und hörbar. Das Adjektiv „stehend“ bezieht sich nicht auf die Körperhaltung der Applaudierenden, sondern auf die Dauer des Beifalls. Stehende Ovationen sind die ersehnte Antwort des Publikums auf entsprechende Leistungen und oft auch auf eine Menge Schweiß im Vorfeld. All die Mühsal tritt nun in den Hintergrund. Der ganze Stress fällt ab und die Glückshormone fluten den Körper. Gänsehaut breitet sich aus, ein besonderer Moment, der noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Das Feindbild für das Marketing – David gegen Goliath

Was wäre James Bond ohne Dr. No, Goldfinger, Mr. Big Kananga oder einen der anderen Superschurken? Helden benötigen einen entsprechenden Bösewicht, um über sich hinauszuwachsen. Und auch jenseits des Kinos ist der Kampf David gegen Goliath etwas, dass sich gut instrumentalisieren lässt. Das hat Hollywood mit Religionen und großen Marken gemeinsam. Und Feindbilder sind nicht ohne Grund auch im Marketing sehr beliebt.

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Ein Interview ablehnen?

Ja, manchmal ist es die beste Option eine Interviewanfrage abzulehnen. Meist ist das keine wahrlich gute Entscheidung, doch ist sie mitunter besser als größere Nachteile in Kauf neu nehmen. Doch auch das birgt Risiken!

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Donald Trumps erste Pressekonferenz seit der Wahl

Die erste offizielle Pressekonferenz von Donald Trump nach der Wahl. Blick auf verbale Sprache, Körpersprache und Impulskontrolle. Was verrät der Auftritt?

In wenigen Tagen ist Donald Trump der mächtigste Mann der Welt. Da haben die Medien viele Fragen. Schlag auf Schlag folgte ein Thema dem anderen. Dramatisch wurde es, als Trump mehrere der anwesenden Journalisten angriff, die aus seiner Sicht mit Nachrichten in Verbindung stehen, die er als „Fake News“ bezeichnete. Er erklärte, das er aus diesem Grund auch deren Fragen weder hören noch beantworten würde. Über die Berichte, Russland hätte belastendes Material über ihn gesammelt war er nicht sehr erfreut. Die Frage, ob er als Präsident von Seiten Russlands erpressbar sei, empörte ihn heftig. Seine Reaktion dürfte all jene irritieren, die dachten er würde sich nach der Wahl staatsmännischer verhalten.

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Unverschämtheit: Empörung als rhetorisches Mittel

Zumindest beim Blick in die Medien drängt sich der Eindruck auf, Empörung wäre momentan das beliebteste rhetorische Mittel. Empörung mit dem Ziel, das Schweigen der Lämmer herbeizuführen. So wird das Ausblenden unerwünschter Fakten und die Steuerung der Wahrnehmung angestrebt.

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Ein Interview abbrechen. Ist das so eine gute Idee?

Es gibt Momente, in denen der Abbruch eines Interviews in Frage kommt. Doch das will wohlüberlegt sein. Außerdem ist das meist nur dann erforderlich, wenn die Vorbereitung unzureichend war. Vieles lässt sich absehen. Zugegeben; nicht alles ist planbar. Und wenn es tatsächlich sein muss; dann bitte richtig, ohne zusätzlichen Schaden anzurichten.

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Keine Radiointerviews mit dem Handy

Sicher, heute haben auch Handy-Gespräche meist eine gute Qualität. Gelegentlich sogar eine bessere als Festnetz-Gespräche. Und trotzdem ist dringend davon abzuraten, vom Handy aus ein Interview zu geben. Im Artikel erfahren Sie weshalb und was zu beachten ist, wenn Sie es trotzdem tun.

Heutzutage sind wir immer und überall erreichbar. Und deshalb können Sie auch immer und überall ein Interview geben. Auch für das Radio. Das Mobiltelefon macht es möglich. Aber nicht selten endet ein solches Interview eher nicht so vorteilhaft.

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