Essen Sie sich glücklich

Glücksgefühle ohne Rezept? Nur so ein Gedanke...
Essen Sie sich glücklich

Glücksgefühle aus dem Supermarkt

 

Schokolade soll gegen Frust und Pasta gegen Stress helfen. Kann das wahr sein? Schließlich macht Schokolade dick und die zunehmende Wulst frustriert. Auch das Vermeiden die Krawatte mit Tomatensoße zu bespritzen ist insbesondere bei ungekürzten Spagetti durchaus mit Stress verbunden. Also, was ist dran an der Forderung. „Iss dich glücklich!“?

 

 

 

Ohne Rezept: Glücksbotenstoffe Tryptophan und …

 

Eins nach dem anderen. In Schokolade steckt der Glücksbotenstoff Tryptophan, der im Gehirn ein kleines Wunder bewirkt. Damit dieser Glücksbotenstoff wirken kann muss er jedoch zuerst in das Hirn gelangen, um das angestrebte Hochgefühl auszulösen. Um durch  diesen Stoff in der Schokolade glücklich zu werden, müssten wir allerdings riesige Mengen davon essen. Die gute Nachricht: Das Glücksgefühl entwickelt sich schon vor dem Verzehr, zumindest dann, wenn es mit einer positiven Erwartung verbunden ist. Schon die Erwartung auf Leckerbissen startet die Produktion des Glückshormons Dopamin im Gehirn. Wobei das auch mit vielen anderen schönen Erinnerungen der Fall ist. Auch deren Auswirkungen auf Körper und Geist sind abgespeichert. Umso intensiver das Erlebnis war, desto leichter ist es wieder abrufbar. Einfach so? Einfach so! Zugegeben; manchmal ist etwas Unterstützung erforderlich. Doch dann geht es ganz leicht. Und viele angenehme Erinnerungen sind doch viel zu schade, um nur im Fotoalbum einzustauben.

 

 

 

Machen Sie die Probe aufs …

 

Das Auslösen von Gefühlen durch Erinnerungen lässt sich ganz gezielt nutzen. Sie wenden dabei die Technik des Ankerns sozusagen rückwärts an. Vielleicht haben Sie ja Lust, das einmal auszuprobieren und sich auf die Suche nach Ihren ganz persönlichen Glücksanker zu machen. Hier folgt die Anleitung:

 

 

Schritt für Schritt

 

1. Referenzmoment wählen

 

Sie wählen einen Moment aus Ihrer Vergangenheit, der für Sie mit angenehmen Gefühlen verbunden ist.

 

 

2. Entspannung

 

Eine gute Portion Entspannung macht die nächsten Schritte leichter und intensiver. Mittels Unterstützung und Förderung von Trance wie beim Hypnobalancing™ geht es dann sogar noch tiefer.

 

 

3. Mit allen Sinnen erinnern

 

Je entspannter Sie sind, desto leichter wird es Ihnen fallen sich die ausgewählte Situation in Erinnerung zu rufen. Was haben Sie erlebt als Sie glücklich und zufrieden waren? Gehen Sie diesen Moment in Ihren Gedanken mit allen Sinnen durch. Was haben Sie da gesehen, gehört, gespürt, geschmeckt, gerochen? Sie dürfen ruhig Ihre Fantasie spielen lassen. Was positiv wirkt ist willkommen. Je intensiver Sie diese Erinnerung mit allen Sinnen wahrnehmen, desto besser.

 

 

4. Ankern

 

Kurz bevor Sie denken es ginge nicht intensiver wird geankert.

 

 

Im richtigen Moment ankern!

 

Ankern ist ein anderer Name für Reizreaktionskopplung, für Konditionierung. Es ist wie ein Schalter, der es ermöglicht, die mit der Erinnerung verknüpften angenehmen Zustände häufiger und bewusster zu genießen. Schöne Grüße von Pawlow und seinen Hunden (externer Link zu Wikipedia).

Das Ankern kann beispielsweise durch das Berühren von Daumen und Zeigefinger erfolgen, das Ballen einer Faust, den Blick auf einen Gegenstand oder etwas anderes, dass Sie unauffällig tun können. Was auch immer sie als Anker verwenden; damit das gut funktioniert ist es wichtig stets den gleichen Anker für das gleiche Gefühl einzusetzen.

 

 

5. Wiederholung

 

Anker werden durch Wiederholung des Ankerns wirksamer. Also bleiben Sie dran und wiederholen Sie es, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

 

 

6. Anker abfeuern

 

Wann immer Sie das Gefühl aktivieren wollen, lösen Sie den Anker auf die gleiche Weise aus, mit der Sie ihn geankert haben. Also beispielsweise, indem Sie erneut Daumen und Zeigefinger der auch vorher verwendeten Hand zusammenbringen. Wenn er gut installiert wurde, können Sie das nun genießen. So einfach ist das und macht nicht dick!

 

 

 

Erfahrungsaustausch

 

Und wie sind Ihre Erfahrungen mit Schokolade, Pasta und Glücksgefühlen? Oder ankern Sie lieber die guten Erinnerungen?