Hoppla, das Interview war nichts, also einfach wiederholen?

Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren, auch in den Medien
Hoppla, das Interview war nichts, also einfach wiederholen?

Nochmal von vorne, bitte!

 

Was tun, wenn Sie in einem Interview etwas gesagt oder getan haben, dass Sie so lieber nicht bekannt werden lassen wollen? Mitunter ist auch nicht der Inhalt, sondern die Verpackung missgestaltet. Beispielsweise wenn Sie entdecken, dass Sie noch Creme auf der Nase haben, wie bei Loriot eine Nudel an der Wange klebt oder ein Kleidungsstück nur unzulänglich geschlossen ist. Oder Sie bemerken verspätet, dass Sie vor einem ungünstigen Hintergrund gefilmt werden. Natürlich ist es besser vorher Augen und Ohren offenzuhalten. Doch in Anlehnung an Murphys Gesetz; was schief gehen kann, geht irgendwann schief. Entsprechende Unterstützung sollte solche Dinge für Sie sicherstellen, und doch… Was also tun, wenn Sie meinen ein aufgezeichnetes Interview würde Ihnen nicht gerecht werden?

 

 

 

Und nun?

 

Ist es möglich ein Interview wiederholen zu lassen, weil die erste Variante nicht gelungen erscheint?

Technisch meist schon, aber letztlich hängt das vom guten Willen des Journalisten beziehungsweise von der Redaktion ab. Ich bin ja kein Medienanwalt und halte mich aus juristischen Fragen heraus, aber mir ist kein Recht auf einen zweiten Versuch bekannt. Ein solcher Anspruch würde ja voraussetzen, dass Sie Ihren ersten Versuch zurückziehen dürfen. Bereits das funktioniert wohl nur bei entsprechender Bereitschaft der Redaktion. Für rechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Fachanwalt.
So oder so: Sicherheitshalber sollten Sie lieber davon ausgehen, dass Ihr Erstversuch veröffentlicht wird und es besser gleich richtig machen. Es ist hier so ein bisschen wie im sonstigen Leben. Da gibt es für den ersten Eindruck auch keinen zweiten Versuch.

 

 

 

Dumm gelaufen?

 

Mir sind Fälle bekannt, in denen ein Journalist dem Interviewten einen zweiten Anlauf zugestand, aber trotzdem später für die Sendung Elemente aus erstem und zweiten Durchlauf verwendete. Das mag zwar schlechter Stil sein, vielleicht kann ein Rechtsbeistand nachträglich sogar etwas tun, aber gesendet ist gesendet. Da ist dann in der Regel nicht mehr viel am Außeneindruck zu korrigieren. Also bereiten Sie sich lieber gut vor.