Kreativitätstechnik: Anonymes Brainstorming

Der Kreativität auf die Sprünge helfen
Kreativitätstechnik: Anonymes Brainstorming

Beim anonymen Brainstorming entfällt die gegenseitige Anregung zur Ideenproduktion. Beabsichtigt ist, dass jeder Teilnehmer zunächst für sich seine eigenen Ideen zur Problemlösung entwickelt und sich die Teilnehmer in ihrer Lösungsfindung nicht gegenseitig beeinflussen oder gar blockieren.

Diese Vorgehensweise kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn sich eine Brainstorminggruppe aus Personen unterschiedlicher Hierarchiestufen zusammensetzt und anzunehmen ist, dass rangniedrigere Mitglieder ihre Meinung zugunsten der Ansichten ranghöherer Personen zurückstellen oder diesen nach dem Mund reden. Auch vor dem Hintergrund kontrovers diskutierter oder konfliktträchtiger Themen kann so eine freie Meinungsäußerung gesichert werden.

 

 

Ablauf des anonymen Brainstorming

 

1. Schritt

 

Der Moderator stellt die Aufgabenstellung vor.

 

 

2. Schritt

 

Dann schreiben alle Teilnehmer – jeder für sich – jeden ihrer Einfälle zur Problemlösung auf eine eigene Karte. Im Anschluss sammelt der Moderator diese Karten ein.

 

 

3. Schritt

 

Der Moderator präsentiert nacheinander die Ideen. Erfahrene Moderatoren setzen dabei Visualisierungstechniken ein, beispielsweise indem die Karten an einer Moderationswand angeheftet werden.

 

 

4. Schritt

 

Im Gespräch im Plenum geht es dann darum, die gewonnenen Lösungsansätze weiterzuentwickeln und einen Konsens zu finden. Hierbei können weitere Kreativitätstechniken zum Einsatz kommen.

Der Kernprozess dauert zirka 30 bis 40 Minuten mit vorzugsweise 4 bis 7 Teilnehmern.

 

 

Vorteile und Nachteil des anonymen Brainstormings

 

 

Vorteile

 

  • Viele Ideen werden in kurzer Zeit wertfrei gesammelt
  • Hohes Maß an Anonymität fördert auch aussergewöhnliche Ideen

 

 

Nachteile

 

  • Haften an eigenen Ideen erschwert Inspiration

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