Routine und Kreativität schließen Freundschaft: Kreative Rituale

Kreativitätstechniken und eine Portion Philosophie
Kreativitätstechniken - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

 

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Routine killt Kreativität?

 

Oft gehört und weitgehend plausibel klingend: Routine tötet Kreativität! In schon werden alle Routinen diffamiert.

Ja, die meisten Routinen sorgen eher für Bequemlichkeit, als für kreative Ergebnisse. Routinen bestimmen unseren Alltagstrott. Ermöglichen mir am frühen Morgen bei einem Mindestmaß an Kolatteralschaden den Kaffee bis ins Bett zu jonglieren, Zahnbürste und Rasierer ohne Selbstverstümmelung einzusetzen, um anschließend den Weg zum Büro zu finden. All das ohne übermäßig viele bewusste Gedanken dafür zu benötigen. Ich mache es, wie ich es verinnerlicht habe, nur keine unnötigen Umwege. Viele potentielle neue Entdeckungen bleiben dabei links liegen.

Routinen sind Prozesse, die sich aus unserer Sicht bewährt haben. Und solange das tatsächlich so ist, können sie auch sehr nützlich sein. Zumindest, wenn ich sie gut gestallte und rechtzeitig verändere, falls es dafür gute Gründe gibt. Schließlich dreht die Erde sich ja weiter.

 

 

 

Reputationsmanagement: Viele Routinen sind besser als ihr Ruf!

 

Und nun zu zur Ehrrettung: Die grundsätzliche Feindschaft zwischen Routinen und Kreativität ist nicht ganz richtig. Es gibt auch Routinen — ich nenne sie zur Verdeutlichung an dieser Stelle Rituale — die der Kreativität einen hervorragenden Dienst leisten: Kreative Rituale!

 

 

 

Kreative Rituale

 

Bei kreativen Ritualen handelt es sich nicht um Kreativitätstechniken im eigentlichen Sinne, doch ist die Schaffung eigener kreativer Rituale sehr wirkungsvoll.

 

 

Ideen sichern mit dem wirkungsvollsten Kreativwerkzeug

 

Damit beispielsweise gute Ideen nicht verloren gehen, wirken schon ein ständig griffbereites Notizheft und ein Stift wahre Wunder. Manch einer hat diese sogar gleich neben dem Bett bereit liegen, um eventuelle nächtliche Eingebungen sofort sichern und beruhigt wieder einschlafen zu können. Hoch leben die Notizbücher!

 

 

Kreativen Freiraum sichern

 

Es lohnt sich, in die Routine des Tagesablaufes feste kreative Freiräume einzuplanen, die sich je nach persönlichen Vorlieben gestalten lassen. So beschreibt Ernest L. Rossi in seinem Buch „20 Minuten Pause“, welche Bedeutung Pausen für den Menschen haben. Er geht dabei von einem neunzigminütigen Rhythmus des menschlichen Körpers und Geistes aus, dessen verschiedene Phasen unterschiedliche Funktionen haben. Diese Rhythmen beeinflussen unsere Konzentration, Kreativität, Fantasie, Vorstellungskraft und viele andere Bereiche. Unsere Kultur beachtet diese Rhythmen jedoch noch nicht hinreichend. Oft werden sie sogar nicht nur ignoriert, sondern auch bekämpft. Die negativen Folgen für das eigene Befinden und damit auch für die kreative Leistungsfähigkeit sind immens.

Beschäftigen Sie sich also mit den Möglichkeiten, die sich für Sie hier ergeben oder achten Sie einfach auf sich selbst und das, was Ihnen guttut. Wann ist die beste Zeit für Ihre kreative Phase und wie können Sie den geeigneten Rahmen dafür schaffen?

 

 

Bewegung

 

Viele schwören darauf sich zu bewegen, um die Gedanken durchzuschütteln. Ob Spaziergang oder Marathon; finden Sie heraus was für Sie wirkt. Besonders empfehlenswert sind Aktivitäten mit spielerischen Anteil.

 

 

Kreative Inseln

 

Sehr hilfreich ist der Besuch von Orten, die sich dabei helfen die Seele baumeln zu lassen und den kreativen Anteilen einen Spielplatz zur Entfalltung zu liefern. Raus ins Freie oder in die Lieblingsecke: So ein Ortswechsel wirkt Wunder. Vielen Schriftstellern wird nachgesagt in Caféhäusern besonders inspiriert aus dem Vollen geschöpft zu haben. Wobei Sie bitte auch auf die Nebenwirkungen achten; ein Kaffee mag förderlich sein, doch irgendwann nimmt die förderliche Wirkung nicht weiter zu, sondern nur noch die Nebenwirkungen.

 

 

 

Mehr?

 

Sie haben noch weitere Ideen für kreative Rituale? Na dann ist in den Kommentaren ja noch genügend Platz dafür.

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