Akademische Rhetorik: Lehren oder Leeren?

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Akademische Rhetorik: Lehren oder Leeren?

Friss oder stirb!

 

Eine Zeit lang sah es so aus, als wenn, zumindest in den akademischen Bereichen in denen etwas Wettbewerb herrscht, die rhetorische Qualität eine Chance zur Entwicklung hat. Wo Studenten wählen können, müsste sich doch auch die Darbietung der Dozenten verbessern, hofften zumindest viele Beobachter und Leidende. Die Hoffnungen haben sich leider selten erfüllt. Es blieb weitgehend beim Alten: Friss oder stirb!

 

 

Lehre muss nicht dröge sein

 

Es scheint an vielen Stellen in der Lehre kein relevanter Wettbewerb zu herrschen. Wäre es anders, würden sich manche Vorlesungen viel schneller leeren. Dabei muss Lehre nicht dröge sein, im Gegenteil! Unterstelle ich den Dozenten eine ursprünglich vorhandene Begeisterung für ihr Thema, wären das hinsichtlich der Motivation eine gute Voraussetzung. Leider ist davon dann in der Praxis oft kaum noch etwas zu erahnen. Zu oft geht es staubtrocken und ohne pädagogische Strategie ans Werk und für den Transfer ist jeder Zuhörer selbst zuständig. Nur dumm, dass so keine Vorbilder den folgenden Generationen auf die Sprünge helfen. So wird die Messlatte für die Wissensvermittlung auch zukünftig niedrig gehalten. Business as usual — Same procedure than every year. Also keine Besserung in Sicht. Oder ist die Qualität der Vorlesungen mittlerweile besser als ihr Ruf?

 

 

Ehrrettung

 

Ja, ich übertreibe etwas, denn ich kenne auch einige positive Beispiele. Nur sind sie zu selten, um den Schnitt zu heben. Wobei ich meinen Eindruck nicht nur auf meine eigene Zeit in Hörsälen beziehe, sondern auch auf zahlreiche weitere Beobachtungen. Wenn Leser über andere Eindrücke berichten freut mich das, bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen.