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Vielen Menschen ist
sprichwörtlich so manches in ihr „Gesicht geschrieben“.
Bei einigen Menschen kann
man im Gesicht wie in einem offenen Buch lesen.
Andere sind das
sprichwörtliche Buch mit sieben Siegeln.
Doch meist verraten Gesichter mehr als beabsichtigt.
Hier sehen wir wie sich unsere Gesprächspartner fühlen, auch wenn sie
uns etwas anderes sagen.
Tatsächlich
ist das Gesicht eine wesentliche Quelle, um Menschen bei einer Lüge zu
erwischen.
Im Gesicht können wir sehen, was unser Gegenüber uns zeigen will
und auch oft, was er verheimlichen möchte.
Es braucht jedoch Übung um hier
erfolgreich zu sein, denn einige Minen sind darauf ausgerichtet
den Betrachter zu täuschen.
Einige
Gesichtsausdrücke geben uns Hinweise darauf, dass jemand etwas nicht
sagen möchte.
Manche
Minen wirken unpassend, manche authentisch.
Oft genug zeigen
Gesichter Gefühle und was eigentlich verheimlicht werden soll fällt gerade
dadurch auf.
Bei der Analyse sind sogar häufig beide Formen im Gesicht zu entdecken.
Die meisten Menschen bemerken diese Hinweise jedoch nicht.
Sie
werden übersehen oder es wird ihnen nicht genügend Bedeutung zugemessen.
Ohne
entsprechendes Wissen bzw. Training ist es schwer echte und gefälschte Gesichtszüge
voneinander zu unterscheiden.
Tatsächlich
empfundene Emotionen zeigen sich in willkürlichen Gesichtsbewegungen.
Es
besteht also nicht die Absicht diese zu erzeugen, sie geschehen.
Anders
ist das bei inszenierten Emotionen.
Dort soll Einfluss auf die
Gesichtszüge genommen werden.
Es wird versucht bewusst einen
Gesichtsausdruck zu erzeugen - was den meisten untrainierten Menschen so
nicht gelingt.
Denn üblicherweise erfolgen solche Gesichtsausdrücke
unbewusst, wir haben normalerweise nicht genügend Erfahrung darin sie
überzeugend zu simulieren.
Viele
Menschen sind sich nicht einmal darüber im Klaren, was ihnen gerade im
Gesicht geschrieben steht.
Doch im Gesicht lässt sich erkennen welche
Emotionen gerade tatsächlich empfunden werden, oft, noch bevor wir uns
dessen selbst bewusst sind. Auch können wir im Gesicht die Intensität
der Emotionen einschätzen.
Dies gilt, auch wenn Menschen bei einigen
Gesichtsausdrücken geübt haben sie zu kontrollieren.
Schon früh
lernen Menschen ihre wahren Gefühle zu verbergen und andere
vorzutäuschen.
Kinder werden beispielsweise oft aufgefordert zu lächeln,
auch wenn ihnen nicht danach ist.
Einige Emotionen lassen sich leichter lesen als andere.
Für manche
Emotion gibt es nicht nur ein sondern gleich zahlreiche Signale.
Und einige
Hinweise sind sich sehr ähnlich.
Dann sind da noch die
vielen möglichen Kombinationen und ihre Bedeutungen im Kontext.
Das
Thema ist sehr umfangreich.
Hier kann einiges gelernt und so besser erkannt werden.
Die eigene
Kommunikationskompetenz profitiert sehr von entsprechenden Kenntnissen.
Doch es braucht entsprechende Aufmerksamkeit.
Dies gilt insbesondere für die so genannten Mikroexpressionen bzw.
Mikroausdrücke.
Diese Hinweise sind sehr klein und treten nur sehr kurz
auf. Mikroausdrücke huschen während eines Augenaufschlags durch das
Gesicht und sind auch schon wieder verschwunden.
Sie entziehen sich dem ungeübten Betrachter, der allenfalls das Gefühl
bekommt etwas stimme nicht.
Üblicherweise dominieren jedoch andere
Eindrücke und dem Gefühl wird keine weitere Bedeutung zugemessen.
Dabei
wären weitere Hinweise erkennbar gewesen.
Und obwohl es kein eindeutiges
einzelnes Zeichen für eine Lüge gibt, weder ein Gesichtsausdruck, eine
Geste, Haltung oder eine Stimmveränderung sind eindeutig, liefern sie
uns in ihrer Gesamtheit doch wertvolle Hinweise.
Angst und Erregung sind
keine ausreichenden Beweise für Lügen.
Nicht nur Lügner, auch der Lüge Bezichtigte
oder unsichere Menschen
können Anzeichen emotionaler Erregung zeigen.
Bleiben Sie gerade bei der Bewertung von anderen offen und denken Sie daran: Einschätzungen, insbesondere auf der Basis von
Verhaltensänderungen, im jeweiligen Kontext zu machen. |