Interview "Die Welt" zu Arbeitsanforderungen durch Globalisierung mit Karsten NoackPressebeitrag mit Karsten Noack |
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Übersicht |
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Die Welt: Verdichtung der Arbeit in der globalisierten Welt |
Am 20. Oktober 2007 in der Tageszeitung "Die Welt" erschienenes Interview mit Karsten Noack vom 16. Oktober 2007. Der Umgang mit den Anforderungen am Arbeitsplatz durch die Globalisierung ist das Thema dieses Interviews. Haben die Unternehmen in Deutschland die Zeichen der Zeit erkannt oder ignorieren sie die Erkenntnisse zur Förderung der Effektivität der Mitarbeiter?
Das Gespräch geht den
Möglichkeiten und den Erfahrungen in der Praxis nach. Bei der stetig zunehmenden Arbeitsverdichtung hilft sehr die Konzentration auf das Wesentliche. Ein Aufteilen des Pensums in einzelne Blöcke ist eine gute Möglichkeit.
Der E-Mail-Eingang im
Computer füllt sich, kaum geleert, ständig neu. Auch auf dem
Schreibtisch sammeln sich Kundenanfragen, eine Besprechung jagt die nächste,
abwechselnd klingeln Handy und Telefon. Als Folge ist die Arbeitsverdichtung am Arbeitsplatz heute meist der Normalfall. Die daraus resultierenden Folgen fordern Manager und Mitarbeiter gleichermaßen. Gerade wenn die Ansprüche höher geworden sind, muss der Einzelne umso genauer wissen, was er erreichen will und soll. Der entscheidende Faktor ist die Konzentration auf das Wesentliche. Doch das wird häufig vernachlässigt. Das Wichtigste ist dabei, sich zu jeder Zeit über die Ziele der Arbeit bewusst zu sein. Doch meiner Erfahrung nach fehlen in Unternehmen meist nötige Zielvorgaben und klare Visionen - und das nicht einmal mit böser Absicht. Viele Firmen haben zwar griffige Slogans, aber greifbare Schritte für die Angestellten fehlen, an denen sie sich orientieren könnten. Die Grenze zwischen Wichtigem und Dringlichem verschiebt sich dadurch in der Regel zu Lasten des Wichtigen. In so einer Situation wirken die Menschen zwar stärker beschäftigt. Da sie aber mehrere Dinge gleichzeitig tun, sinkt die Qualität der Arbeit, vieles bleibt ganz liegen. Hilfreich ist das Aufteilen des Arbeitstages in Blöcke. Wenn man alle zehn Minuten in sein E-Mail-Postfach sieht, raubt das nur Zeit. Effektives Zeitmanagement bedeutet, sich zwei- oder dreimal täglich zu geeigneten Zeiten darauf zu konzentrieren, als sich ständig davon ablenken zu lassen. Das Gleiche gilt für Telefonanrufe, die man nach Möglichkeit am Stück abarbeitet. Ansonsten resultieren daraus auf Dauer leicht gesundheitsschädliche Folgen von Stress durch verschleißenden Aktionismus und regelmäßige Überstunden. Aktuell lässt sich beobachten, dass sich die Unternehmenskultur hier polarisiert. Die einen wollen ganz massiv etwas ändern, für die anderen gilt es als schick, abends oder auch am Wochenende regelmäßig viel Zeit in der Firma zu verbringen. |
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