Redner, die nerven: Brille auf und Brille ab, Brille auf...

Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren
Redner, die nerven: Brille auf und Brille ab, Brille auf...

Brille auf und Brille ab, Brille auf…

 

Redner, die mit Manuskript bewaffnet ans Werk gehen, neigen dazu bei schwindender Sehkraft, mit der Brille das Publikum zu irritieren. Weil sie die eigenen Notizen nicht ohne Lesehilfe entziffern können, wird die Brille aufgesetzt. Soweit so gut. Doch dann schauen manche Redner anschließend über den Brillenrand ins Publikum. Auf das Publikum wirkt das leicht oberlehrerhaft. Verbindend ist das nicht gerade. Wer will schon gerne das Gefühl haben belehrt zu werden?

Auch nicht besser: Andere setzen ihre Brille mit so hoher Frequenz auf und wieder ab, dass es ebenfalls irritiert. Brille auf und Brille ab, Brille auf und …

 

 

 

Was, wenn ich doch nun mal eine Lesebrille brauche?

 

Eine mögliche Lösung; wer zum Lesen eine Brille benötigt und häufiger Texte vorliest, kann es sich und dem Publikum mittels Gleitsichtbrille (Teil Lesebrille, Teil Fensterglas) etwas leichter machen. Wobei es oft schon genügen würde groß und deutlich mit einem kräftigen Filzstift zu schreiben oder es so auszudrucken. Wer sich damit sicherer fühlt, kann ja Stichpunktkarten mit ausgewählten Hinweisen verwenden. Die lassen sich schön groß schreiben.m

Und überhaupt; dafür während einer Rede etwas vorzulesen sollte es schon einen wirklich guten Grund geben. Zitate und komplexer Zahlen vorzulesen ist beispielsweise in Ordnung. Ganze Abschnitte oder gar die vollständige Rede 1 : 1 abzulesen ist in der Regel eine Zumutung.

 

 

 

 

Wirkung

 

Wer kann, verzichtet lieber auf die Brille. Brillen verdecken Teile der Augen und neigen zu Reflexionen. Das kann die Wirkung der Mimik einschränken. Wobei eine gut gewählte Brille allerdings auch die Persönlichkeit eines Redners positiv unterstützen kann.

 

 

 

 

Bei der Gelegenheit

 

Viele unsichere Redner neigen dazu, auf ihre Notizen zu schauen, obwohl sie in dem Moment überhaupt nicht lesen. Dieser unbewusst ausweichende Blick soll dabei helfen dem Publikum nicht in die Augen sehen zu müssen. Doch genau das ist deutlich förderlicher als sich abzugrenzen.

Der Blickkontakt ist ein wichtiges Element der nonverbalen Kommunikation. Er spielt auch bei Vorträgen eine entscheidende Rolle. Wer seinem Publikum nicht in die Augen schaut oder es anstarrt, hinterlässt einen negativen Eindruck.

Also, stellen Sie Blickkontakt mit Ihren Zuhörern her. Angemessener Blickkontakt ist eines der machtvollsten, nonverbalen Mittel, um Emotionen zu transportieren und die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln.

Es gilt nicht, das Publikum anzustarren. Es genügt, das Publikum die meiste Zeit direkt anzuschauen und mindestens während eines Drittels der Redezeit. Währen Sie Blickkontakt aufnehmen, lächeln Sie, es sei denn, Sie halten eine Trauerrede oder es ist aus anderen Gründe unangemessen.