Weshalb Sie Rednerpulte meiden sollten

Das Rednerpult und ich sind keine Freunde. Wann immer ich kann, meide ich es. Und das sollten Sie auch!
Rednerpult

Rednerpult

 

Das Rednerpult und ich sind keine Freunde. Wann immer ich kann, meide ich es. Meine Klienten ermuntere ich, sich ebenfalls wo möglich davon zu befreien. Schließlich wollen Sie ja bei Ihren Auftritten präsent wirken und einen guten Draht zum Publikum aufbauen – mit einem Pult ist das ein schwieriges Unterfangen. Denn:

 

 

Weshalb? Deshalb!

 

 

1. Es macht Sie zur Nebensache

 

Wenn Sie nicht gerade im Plenarsaal des Deutschen Bundestags sprechen, sind die meisten Pulte auf der linken oder rechten Seite der Bühne aufgebaut. Dadurch stehen nicht mehr Sie und Ihr Beitrag im Mittelpunkt stehen. Schade!

 

 

 

2. Das Pult trennt Sie vom Publikum

 

Das Pult steht zwischen Ihnen und dem Publikum wie ein Schutzwall, eine Barriere. Selbst das modernste Rednerpult wirkt wie eine Mauer, die Sie vor Ihrer Zuhörerschaft abschirmt. Dadurch wirken Sie distanziert und unnahbar. Keine guten Voraussetzungen, um schnell in Kontakt mit den Zuhörern zu kommen.

 

 

 

3. Es ist langweilig

 

Es wirkt steif und altbacken, wenn Sie hinter einem Pult sprechen. Der Auftritt bekommt etwas Formelles, wirkt steif. Viele Zuhörer verbinden mit damit trockene, langweilige und endlose Monologe. Selbst, wenn Sie ein lebhafter Redner sind, müssen Sie jetzt erst einmal gegen diese negativen Erfahrungen in den Köpfen Ihres Publikums ankämpfen. Weshalb sollten Sie sich und dem Publikum das antun?

 

 

 

4. Es bindet Sie

 

Ein Pult raubt Ihnen die erforderliche Bewegungsfreiheit. Hinter dem Pult und dem damit verbundenen Mikrofon, gibt es kein Entrinnen. Nichts da: Ein paar Schritte zur Seite oder nach vorne, eine Skizze am Flipchart, selbst der Blick nach hinten auf die Folie lässt Sie stumm werden. Der Ton ist sofort weg und das Publikum kann nur noch raten, was Sie sagen. So eingeklemmt geht Ihre Lebendigkeit flöten. Weder Körpersprache noch Ausdruck durch nachdrückliche Bewegungen erfreuen das Publikum.

 

 

 

5. Sie verschwinden dahinter

 

Ein Pult nimmt Ihnen Größe. Kleinere Redner verschwinden schon mal hinter dem Pult und werden kaum noch wahrgenommen. Aber auch bei durchschnittlich großen Referenten ist die aufrechte, präsente Haltung schnell dahin. Viel zu groß ist die Verlockung, sich am Pult festzuhalten, um sich sicherer zu fühlen. Schon hängen die Schultern nach unten und die Gestik macht eine Pause. Mancher Redner müssen sich dann auch bücken, um ins schlecht eingestellte Mikrofon zu sprechen. Das erinnert dann schon mal an Quasimodo.

 

 

 

6. Es verführt zur Lesung

 

Es verführt zum Ablesen des für Notfälle mitgebrachten Redemanuskripts. Es vermittelt zwar eine gewisse Sicherheit, wenn Sie das Manuskript direkt vor sich zu liegen haben. Allerdings besteht nun auch die ernstzunehmende Gefahr, dass Sie daran kleben bleiben und nicht mehr frei sprechen. Das wirkt dann nicht nur hölzern, sondern reduziert auch den Blickkontakt mit Ihren Zuhörern. Eine tragfähige Beziehung zum Publikum lässt sich so nur schwer aufbauen.

Glossar

 

Im Glossar finden Sie Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren.

 

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