Selbstbestimmung. Leichter gesagt als getan?

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Selbstbestimmung

Selbstbestimmung

 

Selbstbestimmung erfordert nach freiem Willen über das eigene Leben entscheiden zu können. Synonyme sind Entscheidungsfreiheit, Autonomie, Entscheidungs-Autonomie, Ungebundenheit und Unabhängigkeit.

Das Selbstbestimmungsrecht ist ein für alle mündigen Menschen ein wesentliches Recht, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Religion etc.. Gefahrenquellen für die Selbstbestimmung sind Manipulation, Fremdbestimmung und Unterdrückung. Viele externe Interessen konkurrieren mit eigenen Bedürfnissen.

Das setzt voraus, dass wir uns über unsere eigenen Ziele im Klaren sind; was wir wollen bzw. was wir nicht wollen. Um ein tatsächlich selbstbestimmtes Leben führen zu können kommt früher oder später der Moment, sich mit der persönlichen Bestimmung (Lebensziel, Berufung, Mission) auseinanderzusetzen, herauszufinden, was für ein erfüllendes Leben erforderlich ist. Selbstbestimmung setzt eine klare Zielsetzung voraus und die erforderlichen Mittel, diese zu verfolgen.

In der Praxis hadern leider viele Menschen mit der Selbstbestimmung. Sie übernehmen keine Selbstverantwortung, gehen davon aus zu machtvollen äußeren Kräften ausgeliefert zu sein.

 

 

 

Wie weit darf Selbstbestimmung gehen?

 

Ja, Selbstbestimmung ist ein Grundrecht. Doch die Ausübung des persönlichen Selbstbestimmungsrechts hat Grenzen. Es darf nicht dazu führen, dass durch dessen Ausübung andere Menschen in deren Selbstbestimmungsrecht einschränkt werden. Es handelt sich also nicht um einen Freifahrtschein für Egoisten. Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo die Freiheit des anderen Menschen unangemessen eingeschränkt wird. Die Beurteilung, wann das der Fall ist, ist in der Praxis allerdings nicht immer so einfach. Hier ist die Gesellschaft gefordert für Orientierung und Schutz zu sorgen. Jeder Einzelne ist aufgefordert sich eine Meinung zu bilden, sich einzubringen und eigenverantwortlich zu handeln. Selbstbestimmung ist zwingend mit Selbstverantwortung zu kombinieren. So ist für Selbstbestimmung nicht nur der Freiraum des möglichen Handelns, sondern vor allem die Entscheidung Möglichkeiten nicht auszuschöpfen so grundlegend.

Emmanuel Kant fordert in seiner Ethik, dass der Mensch seiner Würde verpflichtet ist und setzt diese mit seiner Vernunft gleich. Sittliches Handeln sei auf der Würde eines von Vernunft gesteuerten Wesens begründet, das nur den selbst verordneten Gesetzen gehorche. Der zu Berühmtheit gelangte kategorische Imperativ lautet:

Handle nur nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde!

Es handelt sich um das ethische Prin­zip der kantschen Philosophie. Es ist schon ein paar Jahre alt und doch so richtig.

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Glossar

 

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