Hoch lebe das Flipchart: 44 Tipps zur erfolgreichen Nutzung

Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren
Hoch lebe das Flipchart: 40 Tipps zur erfolgreichen Nutzung

Von wegen altmodisch: Hoch lebe das Flipchart

 

Das Bombardement mit elektronischen Präsentationsfolien hinterlässt Spuren beim Publikum. Nach ausgiebigen PowerPoint-Präsentationen ist es dankbar für etwas Abwechslung. Mein favorisiertes Medium ist dann das Flipchart. Es wird als Balsam für die Augen und die Seele erlebt. Ob als Alternative oder Ergänzung zu Powerpoint & Co.; Flipcharts machen die Aufnahme von Informationen leichter, besonders dann, wenn sie schrittweise entwickelt werden und das Publikum so daran teilnimmt. Das steht im Kontrast zu vorgefertigten und starren Bildschirmfolien, selbst wenn sie als XXL-Beamerpräsentation daherkommen. Gerade das verlockt dann manchen Redner ja auch dazu, sie mit noch mehr Informationen zu überfrachten.

Zugegeben; jedes Medium hat seine Eigenarten, die je nach Situation Stärken oder auch Schwächen sind. Doch der Einsatzbereich, in denen Flipcharts sehr wirksam sein können, ist groß. Es lohnt sich mit diesem Werkzeug vertraut zu sein. Nix oldschool, da staubt nichts!

 

 

 

Flipchart?

 

Sollte ich im digitalen Zeitalter doch noch erwähnen, wovon ich da schreibe? Sicherheitshalber:

Ein Flipchart besteht aus einem Ständer, auf dem große Papierbögen aufgehängt sind. Die Texte und Darstellungen auf den Bögen können entweder vorbereitet sein oder während der Präsentation entwickelt werden. Ist ein Blatt bearbeitet worden, kann es einfach umgeklappt werden. Blätter, die während der gesamten Präsentation sichtbar sein sollen wie beispielsweise die Gliederung der Präsentation, können einzeln an einer Wand befestigt werden. Flipcharts sind für ein kleineres Publikum oder es wird entsprechende zusätzliche Technik benötigt, da sie sonst in den hinteren Reihen nicht erkannt werden. Alles klar? Und weshalb lege ich Ihnen dieses Medium so warm ans Herz?

 

 

 

Vorteile des Flipcharts

 

 

1. Lebendig, interaktiv und persönlich

 

Das Gerüst kann vorbereitet werden. Durch das schrittweise Entwickeln von Ideen auf dem Flipchart werden Teilnehmer in die Entstehung einbezogen, und das erhöht so deren Aufmerksamkeit. Gerade bei kreativen Prozessen ist es ein ideales Werkzeug, um Ideen zu sammeln.

 

 

2. Spontanität

 

Bis Rechner und Beamer funktionieren dauert es mitunter. Und wenn der Umgang mit fremder Technik nicht vertraut ist, kostet das Aufmerksamkeit. Flipcharts nehmen schnell Ideen auf, selbst solche, die der Redner vorher noch nicht im Auge hatte. Flipcharts geben Rednern und Publikum Orientierung. Während einer Präsentation kann jederzeit darauf zurückgegriffen werden, um so die Verständlichkeit der Inhalte zu erhöhen.

 

 

3. Abwechslung

 

Alternativ oder ergänzend zu einer PowerPoint-Präsentation können Inhalte zusätzlich am Flipchart entwickelt werden. Durch diesen Medienwechsel kann die Aufmerksamkeit der Teilnehmer gelenkt werden. Das macht das Publikum wacher.

 

 

4. Schwarz auf Weiß

 

Die Resultate können anschließend im Raum aufgehängt werden und sind so weiterhin sichtbar. Dadurch prägen sich die Informationen besser ein und es zeigt, dass etwas erarbeitet wurde. PowerPoint-Folien sind häufig schnell wieder aus den Augen und aus dem Sinn. Flipcharts erhöhen den Erinnerungswert.

 

 

5. Günstig

 

So ein Flipchart – selbst ein gutes – sprengt kein Budget. Auch ist keine Software erforderlich, um beispielsweise Mind Maps zu erzeugen.

 

 

6. Zuverlässig

 

Während Elektronik gerne im ungünstigsten Augenblick nach einem Update verlangt und auf dem Höhepunkt der Präsentation ausfällt, braucht so ein Flipchart kaum Vorbereitung und Pflege.

 

7. Glaubwürdigkeit

 

Wer live am Flipchart Gedanken entwickelt wird als glaubwürdiger angesehen, als jemand der eine vorbereitete Beamerprojektion wiedergibt. Der kompetente Verwender von Flipcharts versteht sein Handwerk und ist dabei deutlich authentischer.

 

 

 

44 Tipps für den erfolgreichen Einsatz von Flipcharts

 

 

1. Standfestigkeit

 

Das wesentlichste Kriterium für die Auswahl eines Flipcharts ist der sichere Stand. Die billigen, dreibeinigen Flipcharts neigen zum Spagat auf offener Bühne. Da wird die Nutzung zur Wackelpartie und ungünstigen Sicherheitslage. Die guten stabilen Flipcharts haben sogar Rollen und erweitern die Flexibilität.

 

 

2. Papierbefestigung

 

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, ist es aber nicht: Die Blätter sollten so befestigt sein, dass sie problemlos umgeblättert werden können. Weshalb ich diesen Punkt gleich am Anfang erwähne? Weil ich einst ein solches Exemplar hatte, dass mir noch schmerzhaft in Erinnerung geblieben ist.

 

 

2. Geeignetes Papier

 

Ob blanke, linierte oder karierte Blätter ist für manch einen Verwender schon fast eine Lebensanschauung. Manche Profis meinen Hilfslinien wäre etwas für Amateure. Ich halte das für übertrieben. Nehmen Sie, womit Sie sich wohler fühlen. Wenn Sie noch nicht so viel Erfahrung mit dem Flipchart haben, ist kariertes Papier von Vorteil. Die Schrift wird nicht schief und die Schriftgröße kann gut eingeschätzt werden. Falls Sie etwas Orientierung und eine schöne leere Fläche haben wollen, drehen Sie den gesamten Block um, so dass die Kästchen nur leicht durchschimmern. Auf diese Weise wirkt das Chart weiß und ist dennoch gut zu gestalten.

 

 

3. Papiervorrat

 

Es lohnt sich sicherheitshalber einen entsprechenden Vorrat an Papier vorzusehen. Auch dann, wenn der Veranstalter im Vorfeld behauptet es wäre genügend Papier vorhanden. Wenn das Papier ausgeht oder die Rückseite benutzt werden muss, ist das nicht sehr förderlich.

 

 

4. Stiftvorrat

 

In die eigene Ausstattung gehört stets ein großzügiger Vorrat an geeigneten Stiften in verschiedenen Farben. In fremden Konferenzräumen oder Seminarhotels mögen zwar Stifte vorhanden sein, nur in welchem Zustand? Wenn deswegen plötzlich beim Schreiben der Stift versagt oder deren Zustand nicht den Erfordernissen entsprechen, geht das Zulasten des eigenen Ansehens. Schöne Grüße von Murphy. Nur mit sehr guten Stiften sind anspruchsvolle Visualisierungen eine Freude.

 

 

5. Höhenverstellbarkeit

 

Große Nutzer können ein höhenverstellbares Flipchart verwenden, damit sie sich bei der Beschriftung nicht bücken müssen.

 

 

6. Position des Flipcharts

 

Es gilt einen geeigneten Ort für das Flipchart zu finden, an dem es von allen gesehen werden kann. Außerdem sollte das Flipchart nicht an der Stelle stehen, an der Sie Ihr Aufmerksamkeitszentrum etablieren wollen. Es soll Sie ja unterstützen und nicht mit Ihnen konkurrieren.

 

 

7. Knien, statt bücken

 

Wenn Sie im unteren Bereich des Flipcharts schreiben, sollten Sie in die Knie gehen und sich nicht bücken. Dies sieht deutlich professioneller aus.

 

 

8. Position während der Verwendung

 

Wenn Sie zur Gruppe gewandt sind, sollten Sie rechts neben dem Flipchart stehen, wenn Sie Rechtshänder sind. Dadurch verdecken Sie es nicht so sehr und können sich immer wieder zur Gruppe wenden.

 

 

9. Moderationskoffer

 

Wer professionell das Flipchart nutzt, profitiert von einem gepflegten Moderationskoffer mit einer entsprechenden Auswahl an Stiften und Hilfsmitteln.

 

 

10. Perforierung des Papiers

 

Verwenden Sie Flipchart-Papier mit Perforierung, damit die Blätter besser abgerissen werden können. Ohne Perforierung reißen sie oft ein und sehen nicht schön aus, wenn sie aufgehängt werden. Haben Sie Papier ohne Perforierung erwischt, hilft Ihnen das Anritzen mittels Pinnwand-Nadel, um das Blatt trotzdem sauber zu entfernen.

 

 

11. Zwei Flipcharts

 

Wer überwiegend mit dem Flipchart arbeitet, sollte zwei Flipcharts einsetzen. Auf einem Flipchart kann eine Visualisierung weiterhin betrachtet werden, während auf dem anderen Flipchart etwas neu entwickelt wird. Der Fantasie bietet sich hier ein vielfältiger Spielraum, solange es der Sache dient und nicht verwirrt.

 

 

12. Vorzeichnen

 

Wenn Sie sehr schöne Visualisierungen gestalten wollen, kann ein Vorschreiben der Charts sinnvoll sein. Zwar haben Sie dann nicht mehr den Vorteil des spontanen Entwickelns, aber das Flipchart sieht besser aus. Es ist auch möglich, Teile des Flipcharts vorzuschreiben (z. B. Überschrift) und dann den Rest frei zu entwickeln.

 

 

13. Aufteilung

 

Bei allem Verständnis zum Schutz des Waldes; weniger Beschriftung ist besser, als der Versuch, möglichst viel auf einem Blatt unterzubringen. Machen Sie es Ihrem Publikum leicht sich zurechtzufinden. Lassen Sie oben und unten drei Karos frei. An den Seiten lassen Sie zwei Karos frei. Wenn Sie nicht gedrungen bis an den Rand schreiben, sieht das Flipchart aufgeräumter und großzügiger aus. Wenn Sie stets linksbündig schreiben, dann ist es am leichtesten zügig und ordentlich ans Werk zu gehen.

 

 

14. Überschrift

 

Jedes Blatt bekommt eine eigene Überschrift. Die Teilnehmer können die Inhalte dadurch besser nachvollziehen. Das hat auch dann Vorteile, wenn Sie die Blätter aufhängen oder für eine Dokumentation nutzen. 

 

 

15. Grobentwurf

 

Machen Sie vorher einen Entwurf des Designs, das Sie später auf dem Flipchart Schritt für Schritt entwickeln wollen.

 

 

16. Graphiken mit Bleistift vorbereiten

 

Komplexe Graphiken können Sie mit einem Bleistift auf das Flipchart-Papier vorzeichnen. Dies hilft Ihnen, die Graphik während der Präsentation sauberer zu zeichnen und Proportionen einzuhalten. Das Publikum kann die Bleistiftlinien schon mit etwas Abstand nicht mehr erkennen.

 

 

17. Gedächtnisstütze

 

Sie können das Flipchart mit Notizen versehen, die mit Bleistift gemachten Notizen können die Teilnehmer nicht sehen.

 

 

18. Die Augen essen mit

 

Auch bei der Flipchart-Nutzung sind Kombinationen von Text und unterstützender Graphik empfehlenswert. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Geeignete Bilder ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, transportieren die Botschaft und bleiben länger im Gedächtnis.

 

 

19. Stichpunkte statt Textwüste

 

„Habe mehr als du zeigst, rede weniger als du weißt.“ (William Shakespeare) Überfrachten Sie das Flipchart nicht mit zu vielen Worten oder gar ganzen Sätzen. Ihr Publikum soll Ihnen ja weiterhin zuhören und nicht mit Lesen beschäftigt sein. Wobei die Versuchung bei Flipcharts etwas geringer ist als bei Bildschirmfolien. Nutzen Sie auch hier lieber Stichworte, die Ihre Botschaft unterstützen und nicht ersetzen.

 

 

20. Schöne Überschriften

 

Entwickeln Sie einen eigenen Stil für Ihre Überschriften. Rahmen sind nicht nur schön anzusehen. Sie dienen auch der besseren Orientierung und somit der Struktur. Früher sehr beliebte Wolkenumrandungen sind nun aus der Mode. Ich persönlich mag sie allerdings immer noch. So oder so gilt: Erst der Text, dann der Rahmen. Sonst müssen Sie den Text in den vorgesehenen Raum quetschen.

 

 

21. Schriftgröße

 

Damit die Schrift gut zu lesen ist verwenden Sie bei einer Gruppengröße mit bis zu 30 Teilnehmern und naher Bestuhlung Großbuchstaben zwischen 1 ½ und 2 Linien bei kariertem Papier. Kleinbuchstaben mindestens 1 bis maximal 1 ½ Linien.

 

 

22. Groß- und Kleinschreibung

 

Nutzen Sie eine serifenlose Groß- und Kleinschreibung, sie ist für die meisten Menschen besser lesbar. Reine Großbuchstaben, auch bei Überschriften, sind schlechter lesbar und wirken lautschreierisch.

 

 

23. Ober- und Unterlängen

 

Buchstaben wie g, f oder p bzw. Umlaute wie ü, ö oder ä benötigen aufgrund ihrer Darstellung etwas mehr Platz nach oben beziehungsweise unten. Reduzieren Sie die Ober- und Unterlängen. Als Unterlänge werden die Teile des Buchstabens bezeichnet, die die Grundlinie nach unten überschreiten beispielsweise beim „p“. Als Oberlänge werden die Teile des Buchstabens bezeichnet, die die Mittellinie nach oben überschreiten wie beim „k“. Diese Längen sollten nicht zu lang sein, da sonst Platz am Flipchart verloren geht. Die Ober- und Unterlängen sollten maximal die Hälfte der Mittellänge betragen.

 

 

24. Farbe

 

Je komplexer eine Zeichnung desto nützlicher sind Farben. Bringen Sie etwas Farbe ins Spiel. Verwenden Sie mindestens drei kräftige Farben (beispielsweise schwarz, rot, blau) um die Aufmerksamkeit zu fördern und dabei zu helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Achten Sie auf die Wirkung der Farben, aber treiben Sie es nicht zu bunt. Schreiben Sie den Text mit Schwarz oder Blau. Nutzen Sie Rot nur für Hervorhebungen.

 

 

25. Zwei Stiftarten

 

Für das Schreiben am Flipchart haben sich zwei Stiftarten bewährt. Dünnere Stifte werden für die Beschriftung von Karten, für Gruppenarbeiten und schnelles Schreiben des Moderators verwendet. Dickere Filzstifte werden für professionelles Arbeiten am Flipchart genutzt, da dicke Stifte ein kalligraphisches Schriftbild erleichtern.

 

 

26. Keilstifte

 

Nutzen Sie Keilstifte für das Schreiben am Flipchart. Keilstifte sind breiter als Rundstifte und erzeugen ein schöneres Schriftbild, wenn sie richtig gehalten werden. Die richtige Stifthaltung am Flipchart benötigt etwas Übung für ein einheitliches Schriftbild. Dazu gilt es den Stift voll aufzusetzen und mit der Breitseite zu schreiben. Keilstifte werden im 45° Winkel gehalten. Achten Sie darauf, den Stift beim Schreiben nicht zu drehen. Die lange Stiftseite zeigt zur Körpermitte des Nutzers. Vielen fällt es leichter eine etwas nach rechts gestellte Schrift einheitlich zu erzeugen.

 

 

27. Druckbuchstaben

 

Sie haben eine schöne Schreibschrift? Verwenden Sie trotzdem Druckbuchstaben, denn Druckschrift ist deutlich besser lesbar als Schreibschrift. Mit etwas Übung der Druckschrift für Flipcharts können Sie Ihr Schriftbild und die Professionalität Ihres Auftritts verbessern.

 

 

28. Fehlerkorrektur

 

Entdecken Sie auf einem vorbereiteten Flipchart, in den Sie schon einigen Aufwand gesteckt haben, einen Fehler, dann überdecken Sie ihn mit einem Stück Flipchart-Papier, das Sie mittels Klebestift befestigen.

 

 

29. Ideen für Visualisierungen

 

Lassen Sie sich inspirieren und sammeln Sie Ideen für Visualisierungen. Sie können auch einen Blick in Visualisierungswörterbücher werfen. Ich habe ein Notizbuch, in dem ich bei Bedarf Ideen herausfische. Visualisieren Sie Ihr Thema doch mittels Mind Mapping. Visualisieren können Sie trainieren. Je häufiger Sie sich von etwas ein Bild machen, desto leichter fällt es Ihnen.

 

 

30. Symbole

 

Machen Sie es anschaulich. Einfacher ist meist besser, auch bei der Illustration. Verwenden Sie einfache Symbole wie Smileys, Ausrufezeichen, Fragezeichen, um Ihre Aussagen zu unterstützen.

 

 

31. Eines nach dem anderen

 

Wenn Sie komplexe Graphik oder Charts vorbereitet haben, sollten diese erst dann sichtbar sein, wenn Sie auch über sie sprechen. Sonst ist das Publikum abgelenkt und es reduziert sich die Spannung. Um nicht sofort den gesamten Inhalt eines Flipcharts zu entblößen, können Sie Bereiche abdecken beispielsweise mit repositionierbaren Notizzetteln.

 

 

32. Graphik und Charts im Raum aufhängen

 

Sind freie Wände dafür geeignet, können Sie die beschrifteten Flipchart-Papiere dort mit Kreppband-Streifen befestigen. Sie wirken dann noch eine Weile über die Präsentation hinaus als Anker.

 

 

33. Flipchart als Pinwand

 

Sie können das Flipchart als Pinwand nutzen, indem Sie geeigneten (nicht permanenten) Sprühkleber oder Klebestift verwenden. Dann können dort auch klassische Moderationskarten befestigt werden.

 

 

34. Ausmalen

 

Wenn Sie mit Stiften Farbe ins Spiel bringen wollen, empfehlen sich zwei Sorten von Kreide:

 

Wachsmalkreide

 

Geeignet für:

  • Hervorhebung von Überschriften
  • Markierung von Textteilen oder einzelnen Wörtern
  • Färbung von Symbolen
  • Füllung von umrahmten Bereichen
  • Hintergrund

 

 

Pastellkreide

 

Geeignet für:

  • Flächen
  • Farbverläufe mit Wischtechnik
  • Zeichenelemente
  • Großflächige farbige Hintergründe
  • Schatten setzen

 

 

35. Tischflipcharts für unterwegs

 

Es ist kein Flipchart im obersten Stock des Altbaubüros ohne Fahrstuhl vorhanden? Als Prävention zum Bandscheibenvorfall bietet sich die mobile Lösung; ein leichtes Tischflipchart (B: 46 x H: 73 cm) an.

 

 

36. Besser eine Skizze als keine Graphik

 

Sie sind kein begnadeter Designer? Na und; selbst eine Visualisierung mit deutlichem handwerklichen Entwicklungspotential ist besser als keine. Ohne Übung sieht die Schrift nun mal in der Regel nicht so toll aus. Trotzdem lohnt der Einsatz eines Flipcharts, da er zur Verbesserung der Aufmerksamkeit der Teilnehmer führt. Und ein Strichmännchen bekommen Sie doch noch hin, oder?

 

 

37. Stiftablage

 

Eine Stiftablage ist von Vorteil, da sonst viele Nutzer dazu neigen die Stifte unnötig lange in den Händen zu halten. Das wiederum schränkt die Unterstützung durch Körpersprache ein und lenkt das Publikum ab.

 

 

38. Keine Vorlesung

 

Ebenso wie bei elektronischen Präsentationsfolien schaden Sie sich und der Sache, wenn Sie von vorbereiteten Flipcharts einfach so vorlesen. Ihr Publikum kann selbst lesen und hätte dafür nicht zu kommen brauchen. Also stets zuerst darüber reden oder noch besser, gemeinsam entwickeln.

 

 

39. Dokumentation

 

Wenn Sie den Teilnehmern im Anschluss die Ergebnisse in Form von Fotografien der Flipcharts zur Verfügung stellen, haben diese eine vertraute Dokumentation.

Tipps, die Ihnen Nacharbeit und somit Zeit sparen:

  • Ordnung
    Wer die Flipcharts durchgängig nummeriert, hat es einfacher. Ansonsten gilt es auf andere Weise auf die richtige Reihenfolge zu achten.
  • Dick und dunkel
    Dicke dunkle Stifte sind auf Fotografien besser zu erkennen.
  • Belichtung
    Statt künstlichem Licht sorgt natürliches Licht für bessere Ergebnisse. Mitunter genügt es schon den Flipchart-Ständer etwas in Richtung Fenster zu drehen.
  • Weißabgleich
    Wer vorher an den Weißabgleich denkt, braucht später weniger zu korrigieren.
  • Perspektive
    Fotografieren Sie möglichst auf der Höhe der Flipchartmitte und senkrecht darauf, denn sonst kommt es zu perspektivischen Verzerrungen. Ist die Kamera waagerecht ausgerichtet, verlaufen die Flipchartkanten parallel mit den Bildkanten.

 

 

40. Abrisskante

 

Um die Abrisskanten als Schwachstellen von Flipcharts zu schützen, umkleben Sie diese einfach mit Tesafilm. Warten Sie damit besser nicht, bis der Block sich entblättert hat. Anfangs genügt noch ein kurzes Stück Klebefilm.

 

 

41. Einhänger

 

Eine weitere Schwachstelle ist die Lochung, an der ein Flipchart aufgehängt wird. Zur Verstärkung lassen sich aus alten Flipcharts Lochverstärkungsringe basteln und mit einem Klebestift anbringen. Solche Lochverstärkungsringe sind im Moderatorenbedarf auch käuflich zu erwerben.

 

 

42. Zusammenrollen

 

Flipchartblöcke vorsichtig zusammenrollen, mit der beschrifteten Seite nach außen, damit sich der Block, wenn er hängt, nicht von unten her hochrollt. Dabei stets bei der Lochung anfangen, damit der am engsten aufgerollte Bereich durch das Gewicht des Blocks etwas glatt gezogen wird.

 

 

43. Transport

 

Verwenden Sie große Transportköcher, in denen die Flipchart-Rollen nicht zu eng verstaut werden. Ich verwende Köcher, die ich schon vor zwei Ewigkeiten als Ingenieur für Bauzeichnungen erworben habe. In Zeichencentern sollten solche großen Exemplare noch zu ergattern sein.

 

 

44. Üben, üben, üben

 

Die Verwendung von Flipcharts wird mit entsprechender Übung durch noch überzeugendere Präsentationen belohnt. Es lohnt sich, machen Sie sich mit dem Medium vertraut!

 

 

 

P.S.

 

Jedes Werkzeug kann so oder so gebraucht beziehungsweise missbraucht werden. Welche Erfahrungen haben Sie mit Flipcharts gemacht?

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