Vorbereitung einer Dankesrede

Hilfe und Tipps für Ihre Antwort auf eine Ehrung
Vorbereitung einer Dankesrede

Bei einer Dankesrede handelt es sich der Regel um eine kurze Ansprache, mit der sich der Redner für eine Ehrung oder Würdigung wie zum Beispiel für einen Preis oder ein Geschenk bedankt. Mit einer Dankesrede erwidert der Gefeierte auch auf eine Laudatio. Meist ist die Ehrung schon im Vorhinein bekannt und eine Vorbereitung möglich. Handelt es sich um eine Nominierung und es könnte auch ein anderer der Glückliche sein, bereiten Sie sich trotzdem vor. Wobei in einem solchen Fall eine perfekt ausgearbeitete Rede auswendig gelernt klingt und komisch wirkt, wenn wie so oft von einer solchen unerwartet überraschenden Überraschung gesprochen wird. Wenn es so unerwartet kommt, dann wirkt ein umfangreiches Redemanuskript unglaubwürdig.

 

 

 

Tipps für die Vorbereitung einer Dankesrede

 

 

Kurz und prägnant

 

Genug der Ehre: In der Kürze liegt die Würze! Wer sich zu lange zwischen Publikum und Buffet drängelt, macht sich nicht beliebt.

 

 

Roter Faden

 

Wer klar und präzise formulieren möchte, muss vorher strukturiert denken. Ein roter Faden, eine geeignete Redestruktur macht es sowohl Redner als auch Publikum einfacher. Selbst bei einer Stegreifrede nutzen geübte Redner eine der vielen Redestrukturen.

Eine Auswahl finden Sie hier:
Auswahl bewährter Redeformate

Wählen Sie die Struktur Ihrer Rede je nach Anlass und Absicht. Ein leicht einsetzbares Beispiel ist das G-H-M-Format: gestern, heute, morgen. Es beginnt in der Vergangenheit („Wie war es früher?“), über die Gegenwart („Wo sind wir jetzt?) bis in die Zukunft („Was ist das Ziel?“).

 

 

Danksagung

 

Leider läßt sich eine wahrhaftige Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken. Das hat so zumindest der Goethe behauptet. Glücklicherweise haben wir ja auch noch die Körpersprache, um dem Ausdruck zu verleihen.

Wenn Sie schon – wie so oft bei der Oscar-Verleihung – vom Hölzchen aufs Stöckchen jedem Menschen danken wollen den Sie jemals getroffen haben, dann vergessen Sie wenigsten keinen, der es Ihnen für immer übelnehmen würde. Sie haben damit angefangen? Dann richtig!

 

 

Flexibel bleiben

 

Gehen Sie gegebenenfalls kurz auf Vorredner ein, knüpfen Sie an. Zeigen Sie sich von Ihrer charmanten Seite.

 

 

Authentizität

 

Wenn Sie sich nicht verstellen, haben Sie es einfacher. Krampfhafte Kontrolle ist nur unnötig anstrengend. Wer authentisch ist, ist kongruent, sagt, was er meint und ist frei von Widersprüchen.

Authentizität bedeutet, dass wir sagen, was wir denken und so handeln, wie es unseren Überzeugungen entspricht.

 

 

Offene und überzeugende Körpersprache

 

Seien Sie standhaft, im wahrsten Sinn des Wortes. Vermeiden Sie beispielsweise unnötiges Hin und Her, hippelige Bewegungen oder überkreuzte Arme vor dem Körper. Nutzen Sie die Körpersprache, um sich mit Ihrem Publikum zu verbinden und es zu berühren.

 

 

Zeit nehmen

 

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie für Ihre Dankesrede brauchen. Gerade, während Sie nichts sagen, können Sie besonders intensiv auf das Publikum wirken. Nehmen Sie Blickkontakt mit freundlichen Gesichtern auf. Tauschen Sie das eine und andere Lächeln aus.

Schiller: Wen die Dankbarkeit geniert, der ist übel dran. Also genießen Sie die Aufmerksamkeit – Sie gilt Ihnen! Scheinbar haben Sie etwas richtig gemacht. Deshalb flüchten Sie nach Ihrer Dankesrede auch nicht übereilt zurück auf Ihren Platz. Nehmen Sie den Applaus entgegen, genießen Sie den besonderen Moment.

 

 

Lampenfieber

 

So eine Ehrung und ganz besonders eine Nominierung kann da ganz schön erwärmen; und nicht nur das Herz. Ganz besonders, wenn davon eine Menge abhängt, liegen die Nerven schon mal blank.

Sie wollen auch in einer solchen Situationen in einem guten Zustand sein? Hilfe bei Lampenfieber!

 

 

Nehmen Sie es mit Humor

 

Je nach Anlass und Persönlichkeit darf eine Prise Humor hinzugefügt werden. Bleiben Sie auch hier authentisch und seien Sie vorsichtig mit Zweideutigkeiten. Üben Sie sich frühzeitig in professioneller Schlagfertigkeit und somit sprachlicher Flexibilität.

 

 

Und der Oscar geht an …

 

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