Wort halten oder ist Zuverlässigkeit nicht mehr zeitgemäß?

Die eigene Zuverlässigkeit lernt man erst schätzen, wenn man sich auf andere Menschen verlassen muss.
Zuverlässigkeit

Zuverlässigkeit

 

Ein guter Mensch ist zuverlässiger als eine steinerne Brücke.

Marc Aurel

 

DIe trockene Definition: Zuverlässigkeit ist die Verlässlichkeit von vertrauenswürdigen Personen, Gegenständen oder Materialien, weil sie sich als sicher erwiesen haben und Versprechungen erfüllen.

Wie wäre es mit ein paar weiteren Gedanken zur Zuverlässigkeit und ihrem Beitrag?

Hinweise auf Unzuverlässigkeit

 

  • Aufschieberitis
  • Bummelei
  • Gleichgültigkeit
  • Leichtfertigkeit
  • Nachlässigkeit
  • Oberflächlichkeit
  • Undiszipliniertheit
  • Unpünktlichkeit
  • Unentschlossenheit

 

Hinweise auf Zuverlässigkeit

 

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer
  • Entschlussfähigkeit
  • Genauigkeit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Glaubwürdigkeit
  • Gründlichkeit
  • Hartnäckigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Ordnungssinn
  • Pflichtbewusstsein
  • Pünktlichkeit
  • Respekt

Gesagt, getan!

 

Soweit die Zuverlässigkeit herrscht, lässt sich alles beherrschen.

Lü Bu We

 

Nur eine harmlose Nebenwirkung? Wer auf Zuverlässigkeit verzichtet, setzt so auch die Selbstachtung auf das Spiel. Nur wer zuverlässig ist, kann sich auch selbst vertrauen. Gesagt, getan! Auf Ihrer Zuverlässigkeit gründet sich auch Ihre Selbstzufriedenheit. Mangelt es daran, fühlen Sie sich schuldig und werden unsicher. Doch sobald Sie verinnerlicht haben, dass Ihre getroffenen Entscheidungen Substanz haben wird aus GESAGT GETAN und das macht das Leben leichter. Denn so können Sie sich selbst vertrauen.

 

 

 

Zuverlässigkeit und Beziehungen

 

Menschen, auf die man sich nicht verlassen kann, dürfen sich nicht wundern, wenn sie verlassen werden. Ohne Zuverlässigkeit sind die besten Fähigkeiten nicht viel wert. Wenn man auf nichts mehr zählen kann, muss man mit allem rechnen, meinte der französische Schriftsteller Jules Renard. Ohne Zuverlässigkeit lässt sich nur auf wackligem Grund bauen. Das sind keine guten Voraussetzungen.

Die eigene Zuverlässigkeit lernt man erst schätzen, wenn man sich auf andere verlassen muss. Für viele Menschen kommt das Wort zuverlässig von verlassen, und wer sich auf unzuverlässige Menschen verlässt, ist verlassen. In einer Welt, in der wir auf Kooperation mit anderen Menschen angewiesen sind, richtet Unzuverlässigkeit einigen Schaden an. Nicht nur das Ergebnis enttäuscht, auch Beziehungen bekommen blaue Flecken oder kommen schließlich zu einem Ende.

Unzuverlässigkeit führt zu Stress, Frust, Ärger, finanziellen Schäden, Verzögerungen und vor allem zu Vertrauensverlust. Unzuverlässigkeit macht die Welt komplizierter, als nötig. Unzuverlässigkeit führt in einen Teufelskreis. Unzuverlässigkeit führt zu mehr Unzuverlässigkeit. Wer sich für kurzfristigen Vorteil auf sie einlässt, hat bald das Nachsehen. Deshalb ist die Zuverlässigkeit ein besonders wichtiger Wert, denn die Zuverlässigkeit des einen, beeinflusst das Leben des anderen.

 

 

 

Belohnung

 

Zuverlässigkeit macht unser Leben leichter. Braucht es mehr Begründung? Anscheinend schon, denn dieses Argument hat offensichtlich nicht genug Zugkraft. Die Unzuverlässigkeit grassiert in vielen Bereichen. In der Arbeitswelt und auch im Privaten.

Es zeigt sich leider zu oft; zum Spaß treffen sich viele – wenn es ernst wird, ist man allein. Zuverlässige Menschen genießen deshalb große Wertschätzung. Ihnen wird vertraut, weil sich gezeigt hat, dass solches Vertrauen gerechtfertigt ist. Und es lohnt sich für alle Beteiligten auf vielerlei Weise. Die wichtigsten Aufgaben werden nun mal den zuverlässigsten Menschen anvertraut. Jenen, die ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl besitzen und die nötigen Herausforderungen angehen.

 

 

 

Von wegen: Ich bin, wie ich bin!

 

Von wegen; Schluss mit Ausreden und Entschuldigungen. Zuverlässigkeit erfordert keine genetischen Voraussetzungen. Zuverlässigkeit ist in erster Linie eine Frage der Gewohnheit und damit der Selbstdisziplin. Wem es beispielsweise an Organisation fehlt, der kann das durch ein geeignetes Zeitmanagement und Routinen verbessern. Schon kleine Schritte haben große Wirkung. Wer im Kleinen nicht zuverlässig handeln kann, der wird es im Großen kaum besser machen. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. So steht es schon eine Weile im Lukas-Evangelium der Bibel. Also ist das Thema weder neu, noch bärtig, denn auch heute ist es ein häufiges Thema im Coaching und der Selbsthilfeliteratur. Was es wirklich erfordert, ist die Entscheidung sich weiterzuentwickeln. Dann trainieren Sie Ihre Zuverlässigkeit. Und falls Sie einen Trainer wünschen…

Synonyme

 

Arbeitsethos, Fehlerfreiheit, Genauigkeit, Gewissen, Gewissenhaftigkeit, Korrektheit, Pflichteifer, Präzision, Richtigkeit, Pflichtgefühl, Pflichttreue, Sorgfalt, Sekurität, Sicherheit, Sekurität, Sicherheit, Treue, Ungefährlichkeit, Verantwortlichkeit, Verantwortung, Verantwortungsbewusstsein, Verantwortungsgefühl

Ursprung des Wortes

 

Der Begriff Zuverlässigkeit setzt sich zusammen aus den Worten „zu“ und „Verlass“. Somit besteht es aus dem mittelhochdeutsch „ze“ oder „zuo“ beziehungsweise dem althochdeutschem „zuo“, „zi“, „za“ sowie dem mittelhochdeutsch Wort „verlāʒen“ beziehungsweise dem althochdeutschen Wort „farlāʒan“ = entlassen, erlassen, fahren lassen, loslassen, überlassen, übergeben, übrig lassen, hinterlassen, unterlassen, preisgeben, verzeihen, zulassen.

Ein guter Mensch ist zuverlässiger als eine steinerne Brücke. Marc Aurel

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Geistige Werte müssen uns ansprechen wie Könige. Sie dürfen nicht aufgedrängt werden. Arthur Schopenhauer

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