13 Tipps mit denen Sie Blackout bei einer Rede überwinden: Wo ist der Faden?

Wenn es doch passiert ... Tipps, um das Beste aus einem Blackout zu machen
Blackout bei der Rede überwinden

Blackout während einer Rede oder Präsentation?

 

Den Faden verloren? Na und? Im Grunde ist ein kurzer Blackout während einer Rede nicht wirklich tragisch. Erstens kann das Publikum sich nach einer guten Rede in aller Regel nicht einmal mehr daran erinnern. Zweitens können Redner bei der Gelegenheit zeigen, wie sie mit einer solchen Situation umgehen.

Am schlimmsten ist die Angst vor einem Blackout. Sie richtet am meisten Schaden an, weil sie Redner davon abhält zu zeigen, was sie können.

 

 

 

Ursachen für einen Blackout

 

Aus den Augen aus dem Sinn: Es gibt viele Gründe, weshalb einem Redner der rote Faden reißen kann wie etwa Lampenfieber, Müdigkeit, Ablenkungen durch private Themen oder durch einen Zwischenruf aus dem Publikum. All das kann eine Menge Stress verursachen und der macht uns nun einmal nicht zu besseren Rednern.

Der sicherste Weg in den Blackout führt über die Angst davor. Bloß nicht den Faden verlieren, nur nicht scheitern, … Schreckensszenerien dominieren die Führung. So belastet auf die Bühne zu gehen ist generell die ungünstigste Voraussetzung für eine gute Rede. Tritt dieser Fall ein, helfen Ihnen die folgenden Tipps, die nicht nur die Situation retten, sondern Sie als Redner auch noch gut aussehen lassen.

 

 

 

13 Tipps bei verlorenem Faden

 

 

1. Den letzten Satz wiederholen

 

Den letzten Satz zu wiederholen hilft oft schon, um an den letzten Gedanken anzuknüpfen, wenn wir aus der Spur geraten sind. Geschickt wieder eingefädelt.

 

 

2. Blick auf die Stichwortkarte

 

Wenn Sie Karteikarten mit den wichtigsten Stichworten vorbereitet haben, sollte ein Blick darauf genügen und schon geht es weiter. Der verzweifelt suchende Blick auf einen Stapel Notizen hingegen wirkt weniger kompetent auf das Publikum.

 

 

3. Fragen Sie das Publikum

 

Mal schauen, ob das Publikum zugehört hat; „Wo waren wir noch gerade?“, „Wer kann das Bisherige zusammenfassen?“, „Was ist bisher bei Ihnen angekommen?“. Es sollten doch genügend Zeugen verfügbar sein.

 

 

4. Zeit für eine Pause

 

Immer mit der Ruhe und besonders dann, wenn die Pferde mit einem durchgehen wollen. Eine mehrsekündige Pause wird in der Regel vom Publikum begrüßt und als Konzentration des Redners gedeutet. Das wirkt souverän, wenn es gut gemacht wird. Gönnen Sie sich einen Augenblick, gehen Sie dazu kurz in sich. In dieser Zeit können Sie in Ruhe entscheiden, wie Sie weitermachen. Wenn Ihnen wieder einfällt, was als Nächstes kommt, schauen Sie ins Publikum und fahren fort, als wenn nichts gewesen wäre. Auf diese Weise wird der Blackout als inszenierte Pause wahrgenommen.

Und wenn ohnehin eine längere Pause angesagt ist, nutzen Sie die Gunst des Moments.

 

 

5. Ortswechsel

 

Raus aus der Schreckstarre. Neben dem Beamer fällt Ihnen nichts mehr ein? Dann gehen Sie an einen anderen Ort im Raum. Schon der Ortswechsel kann Wunder wirken. Außerdem hängen geistige und körperliche Beweglichkeit zusammen. Mit etwas Bewegung kommen oft auch die Gedanken wieder in Schwung. Irgend ein Grund für etwas Bewegung findet sich doch, oder?

 

 

6. Kurze Ablenkung

 

Das Fenster öffnen, ein Glas Wasser, …  Ommmmm! Und weiter geht es. Wo waren wir noch gerade? Ah, ja …

 

 

7. Zusammenfassen

 

Fassen Sie zusammen, was bisher gesagt wurde. Dann erinnern Sie sich wieder daran, was als Nächstes kommt und es hilft dem Publikum bei der Orientierung und Vertiefung.

 

 

8. Humor

 

Lächeln Sie und nehmen Sie es selbstironisch, wenn Ihnen im Moment einfach nicht einfallen will, wie es weitergeht. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Ihre Souveränität als Redner zu demonstrieren, indem Sie das Publikum trotz inhaltlicher Unterbrechung weiter unterhalten. Stegreifredner wissen solche Gelegenheiten zu schätzen und blühen regelrecht auf.

 

 

9. Kernbotschaften wiederholen

 

Formulieren Sie bei der Vorbereitung der Rede die wichtigsten Kernaussagen der Rede und prägen Sie sich diese gut ein. Dann können Sie diese immer wieder nutzen, um Zeit zum Nachdenken zu gewinnen, während das Publikum die Kernbotschaften aufnimmt.

 

 

10. Machen Sie doch da weiter, wo Sie wollen

 

Was Sie ursprünglich sagen wollten ist gerade nicht greifbar? Na und? Sagen Sie halt, was Sie wollen. Es ist doch Ihre Bühne. Knüpfen Sie dort an, wo Sie es für sinnvoll halten.

Falls Sie PowerPoint und Co. einsetzen, hoffe ich für Sie, dass Sie wissen, wie Sie gekonnt zur passenden Seite kommen.

 

 

11. Teilnehmerübung

 

Schicken Sie die Teilnehmer in eine Übung. Und wenn Ihnen keine bessere einfällt; lassen Sie doch die Teilnehmer sich mit ihren Nachbarn über die persönlichen Erfahrungen zum Thema austauschen.

 

 

12. Zugeben

 

Wo gibt’s denn noch so etwas: Hurra, der Redner ist ein Mensch, wie sympathisch! Gehen Sie offen mit Aussetzern um.

 

 

13. Notfall-Element

 

Sie könnten sich für einen solchen Moment etwas vorbereiten, dass Sie dann aus dem Hut zaubern können. Setzen Sie Anschauungsmaterial ein, nehmen Sie Schaustücke wie Prospekte, Produkte oder etwas anders mit. Wählen Sie etwas, für dass sich Ihr Publikum interessiert. Und ja, das darf gerne mit Humor zu tun haben. Es soll sogar Redner geben, die gerade deswegen solche Momente begrüßen. Von Druck kann dann keine Rede mehr sein. So ein sicheres Netz macht einiges deutlich leichter!

 

 

 

Vorbeugen: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt

 

Der beste Schutz vor Blackout sind grundsätzlich rhetorische Übungen und eine gute Vorbereitung der Rede. Geht es um sehr intensives Lampenfieber, dann können die Tipps auf dieser Seite zumindest etwas den Druck reduzieren. Besser ist es dann jedoch den Ursachen ein für alle mal an der Wurzel zu begegnen. Schließlich darf so eine Redegelegenheit ja auch Spaß machen. Weniger anzustreben wäre schade.

Umfrageergebnis

 

Blackout vor Publikum …

%

… habe ich noch nicht erlebt aber fürchte mich davor

%

… habe ich schon erlebt.

%

… ist kein Thema für mich.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (n= 322)