Helden: Brauchen wir sie oder kann das weg?

Was sind Helden und wozu sind sie gut? Weshalb der Zwiespalt?
Definition Held

Held

 

Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

Voltaire

 

 

Was für ein Zwiespalt. Die Bezeichnung Held ist je nach Sichtweise erstrebenswert oder abzulehnen. Der Begriff wurde ja schon sehr oft zweckentfremdet. Gerade die Propaganda der NS-Zeit hat gerne Helden benannt und dann für ihre Zwecke vereinnahmt. Wenn es um Ideologien geht, werden selbst zwielichtige Gestalten als Helden verkleidet. Nur, was ist überhaupt ein echter Held, was macht Helden aus? Hat eine Gesellschaft, die Helden braucht, ein Problem?

 

 

 

Definition Held

 

Hier eine Definition:

Ein Held (althochdeutsch helido) ist eine Person, die eine Heldentat, also eine besondere, außeralltägliche Leistung begeht. Dabei kann es sich um reale oder fiktive Personen handeln, um Gestalten der Geschichte, aber auch aus Legenden oder Sagen. Seine heroischen Fähigkeiten können von körperlicher Art (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer etc.) oder auch geistiger Natur sein (Mut, Aufopferungsbereitschaft, Kampf für Ideale, Tugendhaftigkeit oder Einsatzbereitschaft für Mitmenschen).

Wikipedia

 

 

Auf der Kinoleinwand sind es meist die archetypischen Helden, die das Publikum in ihren Bann ziehen. Luke Skywalker oder Bruce Wayne alias Batman gehen voran, oft als Alleingänger, und räumen auf wie Bruce Willis in Stirb langsam I bis X. Da haben die Bösewichter nicht viel zu lachen. Es war einmal: Auch in den Märchen sind die Helden meist männlich, besiegen Drachen und bekommen am Ende Prinzessin und Königreich. Alle sind glücklich bis an ihr Ende.

 

 

 

Was für mich Helden ausmacht

 

Eigenschaften, die für mich zu zeitgemäßen Helden gehören:

  • Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
  • Es geht nicht um Ruhm oder Berühmtheit, Öffentlichkeit wird als Verbündeter genutzt.
  • Grundlegende Werte werden geschützt, der Zweck heiligt nicht die Mittel.
  • Respekt, angemessen ans Werk zu gehen.

 

 

 

Bedarf an Helden

 

Eine Gesellschaft, die keine Helden mehr braucht, klingt beneidenswert. Dann sind vermutlich alle welche! Noch brauchen wir jedenfalls mehr Helden. Es gibt ja durchaus noch einige Arbeit zu leisten.

 

 

 

Woher nehmen?

 

Viele Helden wissen selbst noch nicht, dass Sie welche sein werden. Selbst wenn ein zeitgenössischer Gandalf an die Tür klopft, wollen sie ihn zum Nachbarn schicken. Der typische Held sieht sich selbst nicht als Held, hält sich fern von der Hybris. Doch der Stoff, aus dem Helden sind, steckt wohl in jedem von uns. Es hat mit grundlegenden Entscheidungen zur tun und nicht mit der Anzahl der Medichlorianer in den Zellen. So etwas spielt nur dann eine Rolle, wenn Sie ein Jedi werden wollen. Das ist so, wie in vielen anderen Bereichen mit Talent; es ist weder Garant, noch Voraussetzung für Erfolg.

 

 

 

Bleiben Sie im Licht!

 

Wer dem Ruf dann doch folgt, möge darauf achten, dass aus Anakin Skywalker nicht Darth Vader wird. Vorsicht vor der dunklen Seite der Macht. 

Möge die Macht mit Ihnen sein!

Umfrageergebnis

 

Die Bezeichnung „Held“ betrachte ich als…

%

... positiv.

%

... zwiespältig.

%

... negativ.

Ergebnis einer nichtrepräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (n= 752)

Was ist ein Held ohne Menschenliebe? Gotthold Ephraim Lessing