Durch Enttäuschung zu Erkenntnissen

Bessere Entscheidungen treffen, weil der Blick nicht mehr verstellt ist
Enttäuschung

Können Enttäuschung zu Erkenntnissen führen?

 

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.

Max Planck

Durch Enttäuschung zu Erkenntnissen

Täuschungen aufdecken

 

Der ganze Satz des Philosophen und Sozialpsychologen Erich Fromm lautet; „Wissen beginnt demnach mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der Enttäuschung, Wissen bedeutet, durch die Oberfläche zu den Wurzeln und damit zu den Ursachen vorzudringen, die Realität in ihrer Nacktheit zu „sehen“. Wissen bedeutet nicht, im Besitz von Wahrheit zu sein, sondern durch die Oberfläche zu dringen und kritisch und tätig nach immer größerer Annäherung an die Wahrheit zu streben.“

 

 

 

Hinter die Kulissen schauen

 

Haben und sein, Haben oder Sein? Wissen beginnt, wenn der Blick frei von Ablenkungen auf die Dinge fällt, jenseits der Täuschungen durch die Wahrnehmungen des so genannten gesunden Menschenverstandes. Für Erich Fromm bedeutet Wissen nicht, im Besitz einer Wahrheit zu sein, sondern kritisch und aktiv die Wahrheit anzustreben. Es beginnt mit der Zerstörung von Täuschungen, auch wenn das mitunter schmerzhaft ist. Wissen bedeutet, durch die Oberfläche zu den Wurzeln und damit zu den Ursachen vorzudringen und so die Realität unverhüllt zu betrachten. Der Prozess der Erkenntnisfindung ist dabei wichtiger, als die mit Gewissheit gefundene Wahrheit an sich. Dazu gilt es sich von Illusionen zu befreien.

 

 

 

Unwissenheit ist ein Segen?

 

Trotz der in einem Gedicht von Thomas Gray 1742 beschriebenen Segnung durch Unwissenheit (Ode on a Distant Prospect of Eton College) und dem Hinweis „Ignorance is Bliss“ im Film Matrix, hält Unwissenheit nicht, was sie verspricht. Unwissenheit mag für eine gewisse Zeit die Illusion einer heilen Welt in Rosarot ermöglichen, doch findet währendessen weder das wahre Leben, noch Wachstum statt.

Wissen ist Macht und nicht wissen macht auch nichts? Das klingt wohl lustiger, als es ist, denn auf so einer Basis lässt sich nicht gestalten, nicht entwickeln. Somit ist jede Enttäuschung ein Akt der Befreiung und Basis besserer Entscheidungen. Zumindest dann, wenn es nicht zu einem anhaltenden Erstarren kommt, sondern die Ärmel hochgekrempelt werden, und etwas Gutes aus dieser Erkenntnis zu machen.