Jahresdemotivationsreden

Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden,... Nicht nur die Politiker holen ihre Lesebrillen heraus
Jahresdemotivationsrede

Alle Jahre wieder Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden

 

Sie sind an vielen Orten zu hören: Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden,… Nicht nur die Politiker holen ihre Lesebrillen heraus. Auch in Unternehmen gehört das dazu wie Dinner vor One zum Silvesterfernsehprogramm.

 

 

 

Jahresdemotivationsrede

 

Führungskräfte treten mit Manuskript bewaffnet vor ihr Publikum beziehungsweise hinter das schützende Rednerpult. Mit dem abwechselnden Blick über die Brille und dann wieder auf den ausformulierten Text wirkt es, wie eine Predigt von der Kanzel. Ja, auch das mit dem Vorlesen ist nicht so einfach. Und so schaltet das Publikum nach kurzer Zeit auf Durchzug. Falls es anschließend noch einen Umtrunk oder Häppchen gibt, flüchten sich vielen mit den Gedanken tröstend dorthin.

 

 

 

Schade: Zu viele Floskeln statt Wirkung

 

Wer zuhört, der bemerkt oft vor allem die vielen Worthülsen. Monoton vorgelesen erzeugt das eine benebelnde Trance, wie nach dem zweiten Glas Glühwein. Schade, die Gelegenheit hätte ja auch genutzt werden können, um die Anwesenden für sich und die anstehenden Aufgaben zu gewinnen. Solche Auftritte fördern leider höchstens Gleichgültigkeit und Antipathie.

 

 

 

Die Botschaft, die bleibt…

 

Wer sich nicht die Zeit nimmt, um solche Gelegenheiten mit Leben zu füllen, sagt vieles über das Publikum, das Schaden anrichtet. Es ist nicht sehr schmeichelhaft mitzubekommen, so behandelt zu werden. Wertschätzung geht anders!

 

 

 

Wo ist die Begeisterung geblieben?

 

Wer selbst nicht begeistert ist, wird schwerlich andere Menschen begeistern. Es fehlt einfach die Glaubwürdigkeit. Ohne Begeisterung bleibt Führungskräften in der heutigen Zeit auf Dauer nicht mehr viel Spielraum.

 

 

 

Zahlen, Daten, Fakten

 

Mit Zahlen, Daten und Fakten allein ist das Publikum nicht zu erreichen. Solche Informationen werden bei Redegelegenheiten in unserer Kultur gerne überschätzt. Was zählt, ist die persönliche Bedeutung für das Publikum. Es sind die Emotionen, die tiefere Wirkung haben.

 

 

 

P.S.

 

Wie übertrieben ist dieser Artikel? Hoffentlich meinen Sie, ich hätte schamlos übertrieben. Leider bestätigen viele Rückmeldungen, dass die Realität oft nicht mit Ironie und Satire Halt macht. Wie steht es mit den Reden, die Sie zum Jahresanfang erleben? Sind sie motivierend oder demotivierend?

Nur Worte und Worte, aus dem Herzen nichts. William Shakespeare