8 Tipps zur Förderung von Kreativität. Ein Diamant braucht auch Druck!

Kreativität lässt sich fördern, nicht erzwingen

Eine Entscheidung, eine Idee für die Rede des Jahres…

Hektik, Termindruck, keine Zeit, nicht später, sondern jetzt!
Diamanten entstehen doch auch unter Druck.

Kreativität lässt sich aber nicht erzwingen, da hilft auch kein Wunschdenken; „Bis Ende der Woche muss unter allen Umständen eine innovative Lösung gefunden werden, sonst …“.

Kreativität lässt sich zwar nicht erzwingen, wohl aber gezielt fördern.

Wer kennt sie nicht, die scheinbar utopischen Forderungen von Vorgesetzten, Kunden oder die drängenden Umstände und verfahrenen Rahmenbedingungen, die das Bemühen um eine solche Lösung aussichtslos erscheinen lassen. Was denn noch alles?

Selbst Menschen, die sich selbst grundsätzlich als kreativ erleben, stoßen leicht an ihre Grenzen, wenn es darum geht, unter empfundenen Druck das Feuer der Kreativität zu entfachen.

Dummerweise hat Stress unangenehme Folgen für den menschlichen Organismus; der Puls geht schneller, der Adrenalinspiegel steigt und die Nerven sind angespannt – keine idealen Voraussetzungen für kreative Höchstleistungen. Das führt eher zu Denkblockaden, Sinnesstörungen und Gedächtnislücken und selbst die sonst sprudelnden Quellen versiegen bei solch einem Krampf.

Kreativität fördern, nicht erzwingen

Vor diesem Hintergrund stehen die kreativen Möglichkeiten leider nur noch eingeschränkt zur Verfügung; das kreative Feuer glimmt im besten Falle noch etwas, bis es schließlich vollkommen erlöscht!

Um dann trotzdem irgendwie noch zu einem Ergebnis zu kommen, wird in der Praxis unter Druck schnell wieder auf alte Denkmuster und bewährte Verhaltensmuster zurückgegriffen. Besonders kreative Ergebnisse bringt das nicht hervor. Albert Einstein hat einmal gesagt: „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Kreativität braucht Raum, um sich entfalten zu können.

Um das vorhandene kreative Potenzial auch unter Stress aktivieren zu können, gilt es zuerst einmal den Blickwinkel auf das kreative Problem zu verändern.

Wer sich aus einer Stresssituation heraus unmittelbar zu kreativen Höchstleistungen aufschwingen will, wird meist nicht nur keinen Erfolg haben, sondern zudem in einen Teufelskreis der Frustration geraten, der die subjektive Wahrnehmung der Ausgangssituation immer negativer werden lässt.

Erfolg versprechender ist es hier innerlich Abstand von der Situation zu nehmen, so den Druck zu verringern und zunächst einmal eine Basis zu schaffen, um das Problem objektivieren und strukturieren zu können.

 

 

 

8 Tipps zur Förderung von Kreativität

 

Zu den konkreten Möglichkeiten, mit deren Hilfe diese Haltung umgesetzt werden kann, gehören Folgende:

 

 

 

1. Schaffung einer förderlichen Situation

 

Nutzen Sie bewusst Gestaltungsspielräume, um es sich auch innerhalb ungünstiger Umstände so angenehm und leicht wie möglich zu machen. Dies kann dadurch geschehen, dass Sie einen Ortswechsel vornehmen oder durch andere Maßnahmen den äußerlichen Rahmen so gestalten, dass Sie sich wohler fühlen. Achten Sie auf sich selbst und Ihren Zustand.

 

 

 

2. Die Ziele und Möglichkeiten greifbarer machen, indem Struktur geschaffen wird

 

Mithilfe von Clustering und Mindmapping können Sie schnell wieder die Orientierung gewinnen, falls Ihnen der Überblick verloren gegangen sein sollte.

 

 

 

3. Wie isst man einen Elefanten?

 

Resultiert der Druck aus dem empfundenen Übermaß der Anforderungen, teilen Sie die Aufgabe in kleinere Teile auf, die Sie nacheinander angehen. Zerlegen Sie Ihr Ziel in kleinere realistisch umsetzbare Teilziele, die für Sie überschaubar sind.

Fangen Sie mit dem Teilziel an, das Sie am einfachsten bewältigen können. Sozusagen Stufe für Stufe. Auch noch so geringe Erfolgserlebnisse werden Sie innerlich stabilisieren. So machen Sie auch komplexe Themen griffig und erfahren, dass es vorangeht. Mit jedem erreichten Teilziel gehen Sie freier ans Werk. Dies gibt Ihnen die Sicherheit und Zuversicht, über Ihre Aufgabe die Kontrolle zu haben und erfolgreich zu sein.

 

 

 

4. Denkblockaden vorbeugen und auflösen

 

Unter Druck kommt es leicht dazu, dass sich negative Überzeugungen in den Mittelpunkt drängen und sich stetig selbst verstärken, was schlimmstenfalls zur völligen physischen und psychischen Handlungsunfähigkeit führen kann. Damit es nicht so weit kommt, nutzen Sie die Anregungen, die Sie hierzu im Artikel Denkblockaden vorbeugen und auflösen finden.

 

 

 

5. Wahrnehmung offen halten

 

Wird ständig auf die Uhr gesehen, bleiben bei dem eingeschränkten Blickfeld viele Anregungen außen vor. Und mit ansteigendem Stress neigen Menschen dazu ihre individuellen Wahrnehmungsfilter noch mehr zu verengen. Nicht nur die Gedanken drehen sich im Kreis, sondern auch die Aufnahmefähigkeit der für kreative Prozesse so wichtigen Sinne und das Vorstellungsvermögen nehmen rapide ab. Für kreative Ergebnisse benötigen Sie jedoch sämtliche Fähigkeiten Ihrer Imagination. Deshalb ist es in einer solchen Stresssituation hilfreich, den Ort und die Umgebung zu wechseln, um sich neue Eindrücke zu verschaffen, von denen positive Impulse ausgehen können.

Auch lohnt es sich, die unterschiedlichen Potenziale beider Gehirnhemisphären zu stimulieren. Hinweise dazu finden Sie in meinem Buch.

 

 

6. Pausen einlegen und den unbewussten Verstand nutzen

 

Wenn es zeitlich irgendwie möglich ist, lohnt es sich Auszeiten zu nehmen und Pausen einzulegen. Mit dem innerlichen Abstand gewinnen Sie neue Perspektiven. So können Sie Wald und Bäume wieder deutlicher erkennen. Lässt der bewusste Druck nach, unbedingt eine Lösung finden zu müssen, entstehen im Unbewussten oft völlig neue Ansätze.
Dann tauchen aus der Tiefe die Früchte der Vorbereitung auf und wollen geerntet werden.

 

 

 

7. Die Menge macht das Gift

 

Eine Prise zeitlicher Druck – ohne Erfolgsdruck – kann allerdings positive Wirkungen haben. Ist keine Zeit für das gewohnte rationelle Denkmuster vorhanden, sprudeln Gedanken spontaner und freier. Gibt der interne Kritiker auf, haben auch unkonventionelle Ideen eine Chance.

Das schnellere Denken wirkt sich ebenso positiv auf die Stimmung aus, wie die Vielfalt der Gedanken. Und werden dabei auch unerwartete Leckerbissen entdeckt, kann die Freisetzung von Dopamin für eine Hochstimmung sorgen! Das fühlt sich gut an und fördert die Denkleistung.

 

 

 

8. Spielraum

 

Kreativität reagiert auf zu viel Druck, wie ein glitschiges Stück Seife. Zeit- und Leistungsdruck sind so förderlich für Kreativität wie Regen für ein Freudenfeuer.

Gerade wer in professionellen Bereichen auf kreative Gedanken angewiesen ist weiß die Voraussetzungen zu schaffen, achtet gut auf sich und förderliche Zustände. Dann steht zündenden Gedanken und einem kreativen Feuerwerk nichts mehr im Weg!