Vorbereitung einer Abschiedsrede für jemand anderen

Redevorbereitung: Hilfe und 8 Tipps
Vorbereitung einer Abschiedsrede - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Die Vorbereitung einer Abschiedsrede für jemanden anderen

 

Eine Abschiedsrede ist eine Ansprache, mit der ein Mitarbeiter aus einem Team, von einem Amt oder aus einem Unternehmen verabschiedet. Sie ist meist verbunden mit dem Dank für die Zusammenarbeit in der zurückliegenden Zeit.

Abschiedsreden haben über die verabschiedete Person hinaus Wirkung auf das Umfeld, je nach Gestaltung förderlich oder auch negative.

 

 

 

8 Tipps für eine Abschiedsrede

 

 

1. Wer ist als Redner für eine Abschiedsrede geeignet?

 

Der Redner sollte ein Vertrauter des Adressaten sein und ein positives Verhältnis zu ihm haben. Ein Abschiedsredner sollte mit dem Adressaten verbunden sein, ein befreundeter Kollege, ein langjähriger Mitarbeiter. Und dieses positive persönliche Verhältnis sollte in der Rede auch zum Ausdruck kommen.

Wenn Sie gebeten werden, einen Kollegen zu verabschieden, mit dem Sie jahrelang im Streit gelegen haben, lassen Sie es. Sie sollten höflich unter einem Vorwand ablehnen und einen geeigneten Kollegen empfehlen. Ihre Abschiedsrede könnte sonst schnell frostig oder scheinheilig – auf jeden Fall peinlich berührend empfunden – werden.

 

 

 

2. Vorbereitung

 

Informationssammlung und Überblick

 

Rückblick: Lassen Sie die Vergangenheit auf der inneren Leinwand Revue passieren. Schöpfen Sie aus gemeinsamen Erfahrungen und Meilensteinen, die Sie in Erinnerung bringen können. Dazu gehören auch die relevanten Zahlen, Daten, Fakten. Selbst, wenn Sie nicht alle Informationen benötigen ist es hilfreich sie zu kennen, sich zu erinnern, um so bei der späteren Auswahl aus dem Vollen schöpfen zu können.

Mein Tipp: Wenn Sie Mind Maps zu nutzen wissen; erstellen Sie auf einem sehr großen Blatt eines für die Abschied nehmende Person. Das spart Zeit, geht in die Tiefe, liefert die Struktur und prägt sich ein.

 

Hilfreich Fragen:

  • Welche Anekdote gibt es zu erzählen?
  • Welche positiven Persönlichkeitsmerkmale gibt es?
  • Welches war das schönste, welches das lustigste gemeinsame Erlebnis?
  • Welches schwierige Erlebnis bzw. welche schwere Situation haben Sie gemeinsam gemeistert?
  • Welche Erfolge wurden für das Unternehmen oder die Organisation erreicht?
  • Was wird wer in Zukunft besonders vermissen?
  • Welche Fähigkeiten und Stärken haben die Persönlichkeit besonders ausgezeichnet?
  • Gibt es erwähnenswerte und liebenswerte Eigenarten?

 

 

Weitere Inspirationsquellen:

  • Soweit zugänglich; Personalakte
  • Auszüge aus der Firmengeschichte
  • Pressenotizen, Zeitungsausschnitte aus dem Archiv
  • Bücher oder Internetseiten zum Thema Was geschah an welchem Tag?
  • Aussagen von Kollegen und Freunden, Widersachern

 

 

 

3. Inhalt der Abschiedsrede

 

Was du willst, das man dir tut … Die wichtigste Regel: Versetzen Sie sich in die Perspektive des Empfängers. Was würden Sie selbst gerne in seiner Situation über sich hören?

 

 

 

4. Dauer einer Abschiedsrede

 

10 Minuten dürften in der Regel die maximale Dauer für eine Abschiedsrede sein.

 

 

 

5. Passender Rahmen einer Abschiedsrede

 

Wählen Sie für die Rede einen angemessenen Rahmen, beispielsweise bei einem gemeinsamen Essen oder einem Umtrunk. Was ist angemessen für einen Menschen, der sich um gemeinsame Ziel verdient gemacht hat? Der Aufwand und die Aufmerksamkeit die diesem Menschen entgegengebracht wird, wird von Beobachtern interpretiert. Sie schließen dann darauf, ob Einsatz anerkannt wird oder nicht. Insofern ist eine Abschiedsrede ein interessantes Führungsinstrument, mit Wirkung auf diejenigen, die sich weiterhin für die Sache einsetzen sollen.

 

 

6. Mittelpunkt der Abschiedsrede

 

Sprechen Sie den Empfänger immer wieder direkt an und widmen Sie ihm einen großen Anteil des Augenkontaktes und damit die Aufmerksamkeit.

 

 

7. Struktur der Abschiedsrede

 

Wählen Sie eine geeignete Redestruktur und einen roten Faden.

 

 

a.) Redeeinstieg

 

Beginnen Sie mit einer kurzen Anekdote, die auf positive Weise die Persönlichkeit des Abschiedsnehmenden verdeutlicht. So wecken Sie auch das Interesse des Publikums.

 

 

b.) Überblick

 

Erinnern Sie an einige Hintergrundinformationen zur Person. Halten Sie diesen Abschnitt knackig. Mitunter wird hier der gesamte Lebenslauf mit allerlei Einheiten zitiert. Das ermüdet alle Beteiligten. Beleuchten Sie stattdessen interessante Meilensteine, die möglichst auch für die anderen Anwesenden Relevanz haben.

Liebgewonnene Eigenarten dürfen mit einem Augenzwinkern erwähnt werden.

 

 

c.) Danksagung

 

Danken Sie für alles Positive in der Zusammenarbeit und die Leistungen für das Unternehmen.

 

 

d.) Zukunftswünsche

 

Einer kurzen Information über die zukünftige Tätigkeit folgen die besten Wünsche für die Zukunft. Schließlich ist es ja keine Trauerrede für einen Verstorbenen. Wobei leider so viele Abschiedsreden so klingen, als wenn das Leben nun vorbei ist.

 

 

e.) Abschluss

 

Knüpfen Sie beispielsweise zum Abschluss nochmals am Einstieg an; das rundet die Rede ab.

Oft gibt es noch ein Abschiedsgeschenk, das nun überreicht wird. Mit dem Überreichen geht dann auch die gesamte Aufmerksamkeit von Ihnen als Redner zum Empfänger über. Häufig wird es ihm noch ein paar Dankesworte geben.

 

 

 

8. Präsentation

 

Tragen Sie die Abschiedsrede möglichst frei vor. Für Zahlen, Daten, Fakten können Sie sich eine Karteikarte erstellen.

Üben Sie die Rede vorher. So prägt sie sich ein und Sie erkennen, was noch zu verbessern ist.

Unterstützung

 

Sie wollen Ihr Bestes geben? Dann helfe ich Ihnen bei der Vorbereitung Ihrer Rede. Den Umfang bestimmen Sie. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback sollten Sie sich und Ihrer Botschaft gönnen. Dann wissen Sie selbst, wie Sie und Ihre Rede auf das Publikum wirken, was Sie tun und was Sie besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso wollen Sie erst nach Ihrem echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Zugegeben, eine solche professionelle Unterstützung hat ihren Preis. Sie wissen selbst am besten, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Profitieren Sie vom Vorsprung. Das geht übrigens auch mit Sitzungen via Telefon oder mit Video mittels Skype™ und Co.

Übrigens leiden sehr viele Menschen bei ihren Auftritten vor Publikum unter sehr intensivem Lampenfieber und durchleiden den Auftritt. Schade, weil das mit entsprechender Hilfe nicht notwendig ist. Nur, für den Fall …