Wann ist die Vergangenheit vorbei?

Tagesmotto

 

Loslassen

Die Vergangenheit ist erst vorbei,
wenn sie verdaut wurde.

Aus und vorbei!

 

Das Gestern ist fort – das Morgen nicht da.
Lebe also heute!

Pythagoras von Samos

 

 

Schön gesagt und immer wieder in vielerlei Varianten gefordert: Im Hier-und-Jetzt leben! Doch es gibt einige Gründe, weshalb das nicht immer so gut gelingt.

Die Vergangenheit mag vorbei sein, doch so mancher blaue Fleck meldet sich selbst nach einer Ewigkeit noch. Das Erlebte, das Verdrängte, das nicht Geheilte schmerzt dann mitunter sogar noch mehr. Das, was wir verdrängen, verankert sich irgendwo im Körper und in der Seele. Es brennt sich ein und kommt dann immer wieder auf Umwegen an die Oberfläche. Da hilft auch keine Kosmetik, die kleistert es nur unzulänglich zu. Der Wunsch das Leben vorwärts zu leben ist gut, doch einfach nur mit dem Fuß aufs Gas zu treten funktioniert selten, wenn der andere noch auf der Bremse steht.

Es ist hilfreich aus der Vergangenheit zu lernen. Wenn die Vergangenheit allerdings die Gegenwart in den Schatten stellt, ist es an der Zeit aufzuräumen. Wenn uns die Gedanken an die Vergangenheit davon abhalten, ein erfüllendes Leben zu genießen. Wenn die eigene Rückwärtsgewandtheit uns davon abhält, uns zu entfalten, dem zu widmen, was uns wichtig ist. Dann bildet die Vergangenheit Fesseln, die es abzulegen gilt. Nur wie?

Erstarrtes Zurückblicken ist nicht gut für uns, es hilft nicht weiter. Es bindet uns zu sehr an die Vergangenheit. Sind die erforderlichen Einsichten gewonnen, sind die Lasten abzulegen, die Knoten zu lösen.

Von wegen Zeit heilt alle Wunden. Mitunter braucht es etwas mehr, um sich von Altlasten zu befreien. Ärmel hochkrempeln beziehungsweise gegebenenfalls mit Unterstützung ans Werk gehen, statt Abwarten und Tee trinken. Und das besser früher als später!

P.S.

 

Welche Altlasten aus der Vergangenheit möchten Sie endlich abgelegen? Was erfordert es, dass zu tun?