Fiese Vorlage von Vorrednern können den Redeinstieg verderben. Was tun?

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete, Können und Flexibilität sorgen für die andere Hälfte.
Wenn der Vorredner eine fiese Vorlage hinlegt

Wenn Vorredner Ihnen ein faules Ei ins Nest legen

 

Sie haben einen cleveren Einstieg hinein in Ihre Rede entwickelt. Anfang gut, alles gut. Und dann eine üble Vorlage vom Vorredner. Was Sie tun können.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Fiese Vorlage durch Vorredner

 

Es hätte eine so schöne Rede werden können, wenn nicht … oh, jetzt wäre ich fast schon zu weit in das Thema gesprungen. Zurück zu den anfänglichen Gedanken:

 

 

 

Ein gelungener Redeeinstieg ist Gold wert

 

Sie haben in langen Nächten einen cleveren Einstieg hinein in Ihre Rede entwickelt. Der Redeanfang soll den Weg bereiten, provoziert Neugier, verbindet, baut mögliche Vorbehalte ab, ist perfekt. Das Publikum wird an Ihren Lippen kleben. Herrlich! Anfang gut, alles gut. Das hat auch der Redecoach immer wieder betont, dann wird es wohl stimmen. Es kann EIGENTLICH nichts mehr schiefgehen. So weit zumindest der durchdachte Plan. Wie das mit Plänen in der Realität allerdings oft so ist; die Dinge nehmen gerne einen anderen Verlauf als geplant. Die Vorlage, die der Vorredner liefert einen vollkommen veränderten Ausgangspunkt. Der Ankopplungspunkt fehlt nun. Houston, wir haben ein Problem! 

So manchem Redner wurde schon zu Beginn ein faules Ei ins Nest gelegt. Wenige Menschen reagieren darauf erfreut. Beim Golf beginnt ja auch niemand im Loch. Und, wenn der Ball später dort landet, ist es wenigstens die eigene Schuld. 

Beabsichtigt oder aus Unbeholfenheit werden Redner so angekündigt, dass es schwer ist daraus wieder konstruktiv ans Werk zu gehen. Möglicherweise hat die Stimmung im Publikum sich nun geändert oder aus anderen Gründen sind die Rahmenbedingungen jetzt unerwartet unpassend.

 

 

 

Abseits!

 

Es ist manchmal wie bei Apollo 13. Was nutzt die beste inhaltliche Vorbereitung und Dramaturgie, wenn ein Vorredner das Publikum anders hinterlässt, als es für den eigenen Einstieg erwartet wurde? Nun liegt der Ball im Sandbunker, viel Spaß beim Abschlag! Ob es Ihnen gefällt oder nicht; das ist jetzt Ihre Vorlage. Weder beim Golf, noch auf der Bühne ist das üblicherweise ein Grund zur Freude. Guter Plan – falsches Gelände.

Dann braucht es sehr viel Flexibilität und Erfahrung, um zu retten, was zu retten ist. Ansonsten geht die Wirkung verloren, es passen die sorgfältig vorbereiteten Elemente einfach nicht mehr. Allerdings kann das sogar zu einem noch besseren Redebeitrag führen, wenn der Ball gekonnt aufgefangen wird.

 

 

 


Vom Besten ausgehen, auf das Schlechteste vorbereitet sein

 

In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab.

Konfuzius

 

Klingt richtig, oder? Es kommt allerdings oft anders als geplant. Das wusste schon der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca:

Wie töricht ist es, Pläne für das ganze Leben zu machen, da wir doch nicht einmal Herr des morgigen Tages sind.

 

Wie denn nun? Ich persönlich finde, die Kombination aus Plänen und Flexibilität hat sich in vielen Bereichen bewährt. Glück bedeutet; Vorbereitung trifft auf Gelegenheit. Ja, da gibt es ein paar unbekannte Variablen in der Erfolgsformel.

Was nutzt die beste inhaltliche Vorbereitung und Dramaturgie, wenn ein Vorredner das Publikum anders hinterlässt, als es für den eigenen Einstieg erwartet wurde? Ob es einem gefällt oder nicht; das ist die Vorlage! Dann braucht es sehr viel Flexibilität und Erfahrung, um zu retten, was zu retten ist. Ansonsten geht die Wirkung verloren, es passt unfachmännisch nicht mehr.

Viel besser ist es sich auf Vorredner einzustellen, sich, wo möglich abzustimmen, gegenseitig zu ergänzen. Meist legen die Vorredner einem nicht mit Boshaftigkeit ein faules Ei ins Nest, sondern aus Unwissenheit. Und selbst wenn eine Absicht dahinter steckt, sind Sie dem ja nicht hilflos ausgeliefert, sondern können gegebenenfalls mit kreativen Mitteln der ImproRhetorik, der Stegreifrede beziehungsweise professionellen Schlagfertigkeit punkten. Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist (Louis Pasteur). Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete, Können und Flexibilität sorgen für die andere Hälfte. Doch dazu ist ein förderlicher Zustand erforderlich, um die Möglichkeiten gelassen auszuschöpfen.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete, Können und Flexibilität sorgen für die andere Hälfte.

 

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Karsten Noack

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P.S.

 

Wie bereiten Sie sich auf die Vorlage des Vorredners vor?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 15. Juni 2019
AN: #1310
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