Zu viel ist zuviel! Umgang mit Narzissten. 11 Tipps für die Kommunikation mit Narzissten

Wenn Kommunikation ruhig etwas einfacher sein dürfte ...
Für Narzissten ist keine Bühne groß genug!

Umgang mit Narzissten

 

Sie können durchaus Charme ausstrahlen und auf den ersten Blick ganz nett wirken; Narzissten. Viele wirken redegewandt, humorvoll, selbstsicher und ziehen so die Aufmerksamkeit auf sich. Doch so gut der erste Eindruck sein mag; Narzissten entlarven sich selbst als Egomanen. Mit ihrer Selbstverliebtheit und Egozentrik strapazieren sie dann die Nerven mit ihren Star-Allüren. Meist lohnt der Inhalt die aufwendige Verpackung zwar nicht, doch darüber wird vehement hinweggetäuscht. 
Der schöne Schein trügt und die Fassade bricht ein, alles nur Show. Solange sich noch ein paar Bewunderer finden lassen geht sie weiter. Sie haben durchaus ihren kurzfristigen Unterhaltungswert. Leider lassen sich zu viele Menschen täuschen, weshalb es immer wieder Narzissten gelingt in Positionen zu gelangen, an denen sie einigen Schaden anrichten können.

 

 

 

Narzissten haben einen übersteigerten Wunsch nach Anerkennung

Der übersteigerte Wunsch nach Anerkennung und Bewunderung wird von einem gestörten Selbstwertgefühl verursacht. Für so ein Ego ist jede Bühne zu klein, als dass das sie mit anderen geteilt werden könnte. Wobei andere Menschen ohnehin nur eine Anwesenheitsberechtigung haben; als Bewunderer! Narzissten verzichten auf Empathie und auch gerne auf jede Form von Feedback, das nicht als Anerkennung verstanden wird.

Es ist von großem Vorteil solche Zeitgenossen frühzeitig zu erkennen und einen großen Bogen um sie zu machen. Nun kann es jedoch sein, dass eine Situation von Ihnen fordert mit einem Narzissten zu kommunizieren. Deshalb hier nun einige Empfehlungen, die mitunter ein paar graue Haare ersparen.

Narzissten - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

11 Tipps für die Kommunikation mit Narzissten

 

 

1. Augen und Ohren auf

 

Seien Sie bereit viel und sehr genau zuzuhören.

 

 

2. Frusttoleranz

 

Erwarten Sie eine geringe Frusttoleranz.

 

 

3. Deutlichkeit

 

Seien Sie sehr konkret mit dem, was Sie wollen.

 

 

4. Behalten Sie den Fokus.

 

Lassen Sie sich von all dem Budenzauber nicht davon ablenken, worum es Ihnen geht.

 

 

5. Motivation

 

Machen Sie sich bewusst, was Ihr narzisstischer Gesprächspartner erreichen will und verdeutlichen Sie ihm den eigenen Nutzen. Sprechen Sie das Ego an. Das was Narzissten so anstrengend macht, kann auch dazu verwendet werden, um sie etwas zu lenken.

 

 

6. Erwartungen

 

Wenig erbitten, wenig erwarten.

 

 

7. Zustandsmanagement

 

Achten Sie auf einen guten eigenen Zustand. Das verbessert zwar nicht das Gespräch, reduziert jedoch Ihr Risiko vor massiven Angriffen. Also möglichst lächeln und viel Geduld zeigen, ohne unfreiwillig Zugeständnisse zu machen.

 

 

8. Schwarz auf weiß

 

Schreiben Sie alles Wesentliche auf, sodass sie die Protokolle bei Bedarf nutzen können. Narzissten sind oft sehr gut darin nachträglich Dinge zu verdrehen. Einigungen schriftlich bestätigen lassen bzw. selbst schriftlich bestätigen.

 

 

9. Opferhaltung

 

Narzissten sind niemals schuld, wenn etwas schief geht. Und sie finden mehr oder weniger kreative, doch umso überraschendere Gründe, weshalb andere an etwas schuld sind. Lassen Sie sich nicht dadurch manipulieren!

 

 

10. Regeln

 

Was für Regeln? Narzissten handeln in der Illusion, das Regeln für sich nicht gelten.

 

 

11. Lassen Sie es, wenn es nicht sein muss!

 

Das ist der wichtigste Hinweis: Tun Sie sich das nicht unnötig an. Das sonst so lobenswerte menschliche Bestreben durch Kommunikation eine Verbesserung herbeizuführen, hat hier wenig Aussicht auf Erfolg.

 

 

 

Nimmt der Narzissmus zu?

 

Das Phänomen des Narzissmus schiebt sich immer häufiger in die Aufmerksamkeit. Nicht nur Therapeuten und Coaches machen zunehmend öfter Erfahrungen mit Narzissten verschiedenster Ausprägung. Auch in großen Unternehmen wird sorgfältiger auf mögliche Risiken geachtet. Sind wir nur sensibler dafür geworden oder hat sich hier tatsächlich etwas verändert?

Meine persönliche These ist, dass grundlegende Veränderungen einen großen Anteil an den zunehmend häufiger beobachtbaren narzisstischen Tendenzen haben. Die klassischen Neurosen sind im Vergleich zur Vergangenheit seltener geworden. Auch die zu Zeiten von Sigmund Freud noch so prägende Unterdrückung der Sexualität hat sich in unserer Kultur deutlich verändert. Die daraus resultierenden Themen haben sich verändert. Statt dessen sind nun Themen durch problematische Selbstwertgefühle in den Vordergrund gerückt. Viel besser ist das auch nicht, oder?

 

 

 

P.S.

 

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