Alphatiere: Alphamännchen und Alphaweibchen

Im Tierreich gibt es dominante Anführer, die das Rudel leiten und Konkurrenten wegbeißen. Wie ist das bei uns Menschen?

 

Alphatiere: Alphamännchen und Alphaweibchen

Alphamännchen und Alphaweibchen

 

Das Phänomen der dominanten Alphamännchen gibt es in sehr vielen sozialen Gesellschaften zu beobachten, bei Tieren ebenso, wie bei Menschen. Wobei es nicht nur Alphamännchen gibt, es kann auch ein Alphaweibchen die Führung übernehmen. Während im Tierreich oft die Männchen einer Gattung in Zweikämpfen klären, wer der Platzhirsch ist, sind die dazugehörigen Rituale bei den Menschen nicht immer so offensichtlich. Bei genauerer Betrachtung nimmt das allerdings auch beim Homo Sapiens mitunter absurde Formen an. Je nach Betrachtung führen Fehleinschätzung zum eigenen Platz in der Rangfolge zu Belustigung, peinlicher Berührtheit oder zu Konflikten. Ist die Hierarchie nicht geklärt, herrscht meist Irritation und es kommt zu Imponiergehabe, Drohgebärden und anderen Formen des Statuskampfes. Die Mittel haben sich im Laufe der Zeit verändert. Von Bizeps zu Brain; Überzeugungs- und Durchsetzungskraft basiert heute nicht so sehr auf Muckis, doch gekämpft wird weiter. Die Rangfolgenklärung bringt im kultivierteren Umfeld auch weiterhin eine Menge Unruhe mit sich.

 

 

 

Körpersprache

 

Ob bei Grzimecks Tierleben oder im Büro, es ist mitunter unfreiwillig komisch, was da zu beobachten ist. Das Alphamännchen hat oft eine typische offene Körpersprache mit dominantem Verhalten, aufrechter Körperhaltung, sicherem Stand und ist meist entspannt. Macht macht attraktiver. Macht ist das stärkste Aphrodisiakum, meinte Henry Kissinger. Das Alphatier zeigt sich stark, potent und bereit, die Position zu verteidigen. Dabei ist die Position des Alphatiers meist nicht nur ein Privileg, sondern auch mit der Erwartung derjenigen verbunden, deren Interessen es zu vertreten hat. Wird dem aus Sicht des Umfelds nicht entsprochen, wird an der Position gesägt.

Körpersprachliche Beispiele dafür liefern die US-Präsidenten, selbst Barack Obama hat sie schnell übernommen. Wobei Obama im Vergleich zu anderen zurückhaltender war. Besonders deutlich wird das bei Auslandsbesuchen. Es kann nur einen geben: Sind US-Präsidenten anwesend, übernehmen sie umgehend und sichtlich die Rolle des Alphamännchens, selbst dann, wenn andere Staatsoberhäupter anwesend sind. Da hört der Spaß schnell auf und auch sonst dominante Bundeskanzler unserer Republik durften das schon auf die Schnelle lernen.

 

 

 

 

P.S.

 

Wie sieht es in Ihrem Umfeld wei beispielsweise im Büro aus?

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3 Kommentare

  1. Das beschreibt ziemlich gut die Situation bei uns im Büro.
    So anders als im Wald geht es da oft nicht zu, wenn die Herren ihre Ansprüche anmelden.

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  2. Die gibt es tatsächlich als Männer und Frauen

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