Imaginäres Brainstorming: Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps zur Kreativitätstechnik

Kreativitätstechniken
Kreativitätstechniken - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Imaginäres Brainstorming

 

Imaginäres Brainstorming ist eine, dem „Was wäre, wenn“ verwandte Ideenfindungstechnik und Variation des Brainstorming. Bezogen auf die Aufgabenstellung, werden einige Rahmenbedingungen außer Kraft gesetzt bzw. radikal geändert werden. So hilft die Kreativitätstechnik eingefahrene Routine abzuschütteln.

Die Ursache der meisten Probleme ist nicht, was die Menschen nicht kennen, sondern was sie wissen und falsch ist.

Mark Twain

 

 

Überblick

 

 

 

 

Raus aus Gewohnheiten

 

Menschen sind Gewohnheitstiere. Das hat einige Vorteile. So erleichtert Routine in der Regel das Leben. Doch nicht jede bisher noch so bewährte Praxis führt immer zum gewünschten Ziel. Nur wie von den lieb gewonnenen Gewohnheiten lösen?

Gedankenspiele dienen dazu, mittels veränderter Rahmenbedingungen neue Wege zu beschreiten. Imaginäres Brainstorming hilft, wenn eingefahrene Routine die Beweglichkeit einschränkt. Durch ein imaginäres „Was wäre, wenn…?“ soll erreicht werden, dass die Teilnehmer sich von blockierenden Denkmustern und Betriebsblindheit lösen. Dadurch werden Alternativen eher erkannt, und neue Wege können beschritten werden. Vorhandene Fixierungen auf bisherige Konstellationen und Beharrungstendenzen werden so zugunsten neuer und ungewöhnlicher Einfälle aufgelöst.

Das funktioniert jedoch nur dann, wenn sich die Teilnehmer darauf einlassen und bereit sind, auch auf den ersten Blick absurd anmutenden Vorstellungen Raum zu geben. Fehlt diese grundsätzliche Bereitschaft, kann es zu massiven Widerständen kommen. Dann ist ein erfahrener Moderator gefragt, der es vermag, die Teilnehmer für diese Kreativitätsübung zu öffnen.

Imaginäres Brainstorming dauert in der Regel ca. 30 bis 40 Minuten bei vorzugsweise 4 bis 7 Teilnehmern.

 

 

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

 

Phase 1: Vorbereitung

 

Bevor es losgeht, erläutert der Moderator das anzugehende Problem und formuliert die Zielsetzung. Dann verändert er wesentliche (Rahmen-)Bedingungen. Geht es beispielsweise darum, die Benutzerfreundlichkeit eines Handys für ältere, wenig technikerfahrene Menschen zu verbessern, kann etwa davon ausgegangen werden, dass die Anwender nur über zwei Finger verfügen und die Neuentwicklung allein an diese Nutzer angepasst werden soll. Unter dieser Annahme verändert sich sogleich der Fokus: Nun steht die Konzentration auf die wesentlichen Funktionen eines Handys und deren übersichtliche Gestaltung im Vordergrund.

 

 


Phase 2: Ideensammlung

 

In Phase 2 werden mittels klassischem Brainstorming Ideen gesammelt. Es kann hierfür aber auch je nach Teilnehmern und Aufgabenstellung eine andere Kreativitätstechnik genutzt werden.

 

 


Phase 3: Auswertung

 

Nach einer kleinen Pause folgt die Aufbereitung der Ideen. Abschließend werden dann gemeinsam die Ansätze ausgewählt, die weiter verfolgt werden sollen.

 

 

 

Vor- und Nachteile des Imaginären Brainstormings

 

Vorteile:

  • Es kann leichter über den Tellerrand gesehen werden.
  • Oft entstehen ungewöhnliche Ideen.
  • Imaginäres Brainstorming macht Spaß und ermöglicht eine unbeschwertere Herangehensweise an eine Aufgabe.

 

Nachteile:

  • Es werden hohe Anforderungen an den Moderator gestellt.
  • Die Teilnehmer müssen offen für diese Kreativitätstechnik sein.

 

 

 

Fazit

 

Beim imaginären Brainstorming entstehen oft außergewöhnliche Lösungen, da hierbei Denkprozesse aus gewohnten Bahnen herauslöst werden.

Wo kann ich die professionelle Anwendung und Moderation lernen?

 

Wenn Sie diese Methode für sich und im Team anwenden wollen, dafür einen Moderator wünschen oder selbst lernen wollen, diese Funktion zu übernehmen, unterstütze ich Sie gerne.

Fragen Sie mich ruhig persönlich

 

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Karsten Noack

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P.S.

 

Haben Sie Erfahrungen mit oder Fragen zum Imaginären Brainstorming?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2007
Überarbeitung: 28. Mai 2019
AN: #371
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