NLP – Neurolinguistisches Programmieren
Nutzen, Grenzen und Methoden
NLP – Neurolinguistisches Programmieren: Was davon heute noch hilfreich ist
NLP hat mich über viele Jahre begleitet.
Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, zahlreiche Modelle und Methoden kennengelernt und manches davon in meine Arbeit integriert.
Heute sehe ich NLP differenzierter als früher.
Einige Gedanken halte ich weiterhin für ausgesprochen nützlich.
Andere Aussagen erscheinen mir zu weitreichend.
Und bei manchen Versprechen lohnt sich ein kritischer Blick.
Deshalb soll dieser Beitrag weder Werbung für NLP sein noch eine Abrechnung damit.
Mich interessiert eine praktischere Frage:
Was davon hilft tatsächlich dabei, klarer zu kommunizieren, flexibler zu denken und bewusster zu handeln?
Was bedeutet NLP?
NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren.
Der Ansatz entstand in den 1970er-Jahren und wird vor allem mit Richard Bandler und John Grinder verbunden. Auch Frank Pucelik gehörte zur frühen Entwicklungsgeschichte.
Ausgangspunkt war unter anderem die Frage:
Was machen Menschen, die in Kommunikation und Veränderungsarbeit besonders erfolgreich erscheinen?
Dazu wurden beispielsweise Arbeitsweisen von Virginia Satir, Fritz Perls und Milton H. Erickson untersucht und modelliert.
Aus diesen Beobachtungen entstanden verschiedene Kommunikationsmodelle und Veränderungstechniken, die später unter dem Begriff NLP zusammengefasst wurden.
Neuro, linguistisch, programmieren
Der Name klingt wissenschaftlicher, als er verstanden werden sollte.
Neuro
Gemeint ist die Vorstellung, dass Wahrnehmung, Denken, Gefühle und Verhalten mit unseren neurologischen Prozessen verbunden sind.
Das ist als allgemeiner Gedanke selbstverständlich.
Daraus folgt jedoch keineswegs automatisch, dass die spezifischen Erklärungsmodelle des NLP neurowissenschaftlich belegt sind.
Linguistisch
Sprache beeinflusst, wie wir Erfahrungen beschreiben, ordnen und miteinander teilen.
Welche Fragen wir stellen, welche Begriffe wir verwenden und wie wir Situationen beschreiben, kann unser Denken beeinflussen.
Dieser Bereich ist für meine heutige Arbeit weiterhin besonders interessant.
Programmieren
Dieser Teil des Namens gefällt mir heute am wenigsten.
Menschen sind keine Computerprogramme.
Verhalten lässt sich selten einfach umprogrammieren.
Wir können jedoch Gewohnheiten erkennen, Perspektiven erweitern, neue Reaktionsmöglichkeiten entwickeln und hilfreiche Verhaltensweisen einüben.
Das beschreibt für mich wesentlich besser, worum es gehen kann.
Die Landkarte ist nicht das Gebiet
Einer der bekanntesten Gedanken im Umfeld des NLP lautet sinngemäß:
Unsere Vorstellung von der Wirklichkeit ist nicht die Wirklichkeit selbst.
Wir erleben Situationen durch unsere Erfahrungen, Erwartungen, Werte, Aufmerksamkeit und Interpretationen.
Zwei Menschen können dasselbe Gespräch erleben und anschließend sehr unterschiedliche Geschichten darüber erzählen.
Das macht einen wichtigen Unterschied.
Wenn ich meine Interpretation für die einzig mögliche Wirklichkeit halte, wird Kommunikation schnell schwierig.
Wenn ich erkenne:
Das ist meine derzeitige Landkarte
entsteht Raum für Fragen.
Was hat der andere wahrgenommen?
Welche Information fehlt mir?
Welche andere Erklärung wäre möglich?
Was interpretiere ich gerade?
Dieser Gedanke ist weit über NLP hinaus wertvoll.
Menschen reagieren auf Bedeutungen
Stell dir vor, jemand antwortet mehrere Stunden nicht auf deine Nachricht.
Das ist zunächst eine Beobachtung.
Dann beginnt Interpretation.
„Er ignoriert mich.“
„Sie ist verärgert.“
„Ich habe etwas falsch gemacht.“
„Das ist respektlos.“
Oder:
„Vermutlich hat sie gerade viel zu tun.“
Dasselbe Ereignis.
Unterschiedliche Bedeutungen.
Und unterschiedliche emotionale Reaktionen.
Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:
Was ist tatsächlich geschehen – und welche Bedeutung gebe ich dem Geschehen?
Diese Trennung gehört für mich zu den wertvollsten Werkzeugen guter Selbstreflexion und Kommunikation.
Präziser fragen statt Gedanken lesen
Ein weiterer Bereich, den ich weiterhin nützlich finde, ist die Aufmerksamkeit für Sprache.
Menschen sagen beispielsweise:
„Das funktioniert niemals.“
„Alle erwarten das von mir.“
„Ich muss das tun.“
„Er respektiert mich nicht.“
„So etwas kann ich einfach nicht.“
Solche Aussagen enthalten häufig Verallgemeinerungen, Interpretationen oder ausgelassene Informationen.
Dann helfen Fragen.
„Niemals? Was ist bisher konkret geschehen?“
„Wer genau erwartet das?“
„Was würde geschehen, wenn du es anders machst?“
„Woran erkennst du fehlenden Respekt?“
„In welchen Situationen gelingt es dir bereits besser?“
Solche Fragen können aus einer scheinbar feststehenden Wirklichkeit wieder etwas Prüfbares machen.
Das ist für mich wesentlich interessanter als irgendein Etikett für die Technik.
Reframing: Eine andere Perspektive prüfen
Auch Reframing gehört zu den bekannten NLP-Begriffen.
Gemeint ist ein Wechsel des Bezugsrahmens.
Ein Beispiel:
„Ich bin viel zu kritisch.“
Vielleicht.
Vielleicht besitzt du gleichzeitig eine ausgeprägte Fähigkeit, Risiken und Schwachstellen zu erkennen.
Dann lautet die Frage weniger:
Ist diese Eigenschaft gut oder schlecht?
Sondern:
In welchem Kontext hilft sie – und wo braucht sie Ergänzung?
Reframing bedeutet für mich keineswegs, Schwierigkeiten schönzureden.
Es bedeutet:
Eine Situation aus mehr als einem Blickwinkel betrachten zu können.
Das erweitert den Handlungsspielraum.
Rapport: Beziehung lässt sich fördern
Ein weiterer bekannter NLP-Begriff ist Rapport.
Gemeint ist eine gute zwischenmenschliche Verbindung.
Auch hier wurden im NLP zahlreiche Techniken beschrieben.
Für mich ist heute der grundlegende Gedanke wichtiger als technische Anweisungen:
Menschen kommunizieren besser miteinander, wenn sie sich wahrgenommen und respektiert fühlen.
Dazu gehören:
aufmerksames Zuhören,
echtes Interesse,
angemessene Sprache,
Respekt vor unterschiedlichen Perspektiven,
und die Bereitschaft, sich auf das Gegenüber einzustellen.
Rapport ist für mich deshalb weniger eine Technik, mit der jemand beeinflusst wird.
Er ist die Qualität einer Beziehung, in der Kommunikation leichter möglich wird.
Ziele klären
NLP hat traditionell großen Wert auf Zielarbeit gelegt.
Auch diesen Gedanken halte ich grundsätzlich für hilfreich.
Allerdings reicht ein positiv formuliertes Ziel kaum aus.
Bei wichtigen Entscheidungen interessieren mich heute zusätzliche Fragen:
Was möchtest du erreichen?
Warum ist dir das wichtig?
Was verändert sich dadurch?
Welche Nebenwirkungen könnte das Ziel haben?
Was müsstest du dafür aufgeben?
Passt das Ziel zu deinen Werten?
Und:
Ist es überhaupt dein Ziel?
Manchmal arbeiten Menschen ausgesprochen konsequent an Zielen, die sie bei genauerer Betrachtung kaum noch erreichen möchten.
Dann ist mehr Motivation selten die beste Lösung.
Mehr Klarheit schon eher.
Flexibilität statt der einen richtigen Reaktion
Ein weiterer Gedanke aus dem NLP gefällt mir weiterhin:
Wenn eine Strategie kaum funktioniert, erweitere deine Möglichkeiten.
Menschen entwickeln bevorzugte Reaktionen.
Manche argumentieren stärker.
Andere ziehen sich zurück.
Manche passen sich an.
Andere erhöhen den Druck.
Solche Strategien können in bestimmten Situationen hervorragend funktionieren.
Schwierig wird es, wenn wir ausschließlich diese eine Möglichkeit besitzen.
Deshalb lautet eine hilfreiche Frage:
Was könnte ich außerdem tun?
Vielleicht:
fragen statt erklären.
zuhören statt argumentieren.
eine Pause machen.
eine Grenze setzen.
Humor einsetzen.
einen Konflikt offen benennen.
oder die Situation verlassen.
Souveränität zeigt sich häufig weniger darin, immer richtig zu reagieren.
Sie zeigt sich in der Fähigkeit, zwischen mehreren angemessenen Reaktionen wählen zu können.
Modellieren: Was machen Menschen, die etwas gut können?
Auch der Gedanke des Modellierens bleibt interessant.
Wenn jemand etwas ausgesprochen gut kann, können wir untersuchen:
Was genau macht diese Person?
Worauf achtet sie?
Wie bereitet sie sich vor?
Welche Entscheidungen trifft sie?
Welche Fähigkeiten hat sie entwickelt?
Wie reagiert sie auf Schwierigkeiten?
Das nutze ich beispielsweise bei Kommunikation und Präsentationen.
Dabei reicht es kaum, sichtbares Verhalten einfach zu kopieren.
Was bei einer Person hervorragend funktioniert, kann bei einer anderen künstlich wirken.
Deshalb lautet die bessere Frage:
Welches Prinzip steckt hinter dem erfolgreichen Verhalten – und wie kann ich es auf meine Weise nutzen?
Ankern und Chaining
Auch Begriffe wie Ankern und Chaining beziehungsweise Ankerverkettung stammen aus dem NLP.
Beim Ankern wird versucht, einen bestimmten Reiz mit einem inneren Zustand zu verbinden.
Beim Chaining werden mehrere solcher Zustände beziehungsweise Reaktionen gedanklich miteinander verbunden.
Diese Modelle wurden im NLP teilweise mit sehr weitreichenden Wirkungsannahmen versehen.
Ich würde sie heute wesentlich nüchterner betrachten.
Menschen entwickeln selbstverständlich Assoziationen.
Musik kann Erinnerungen auslösen.
Ein Geruch kann uns innerhalb von Sekunden in eine frühere Situation versetzen.
Ein bestimmter Ort kann Ruhe oder Anspannung hervorrufen.
Solche Lern- und Assoziationsprozesse sind real.
Für die praktische Arbeit interessiert mich deshalb weniger das NLP-Etikett.
Interessanter ist:
Welche Reize, Gewohnheiten und inneren Prozesse beeinflussen einen Menschen – und welche davon lassen sich sinnvoll verändern?
NLP und Kommunikation
Besonders viele NLP-Ideen wurden im Bereich Kommunikation populär.
Zum Beispiel:
genauer zuhören,
sprachliche Verallgemeinerungen erkennen,
gute Fragen stellen,
Perspektiven wechseln,
Beziehungen gestalten,
Ziele klären,
Metaphern nutzen,
und die eigene Kommunikation flexibel anpassen.
Vieles davon findet sich ebenso in anderen Kommunikations-, psychologischen und therapeutischen Ansätzen.
Das ist für mich heute ein wichtiger Punkt.
Eine hilfreiche Idee wird weder besser noch schlechter, weil sie NLP genannt wird.
Entscheidend ist:
Ist sie plausibel?
Ist sie ethisch vertretbar?
Passt sie zum Menschen?
Ist sie für das konkrete Anliegen hilfreich?
Und wo erforderlich:
Wie gut ist sie wissenschaftlich abgesichert?
NLP und Körpersprache
Hier lohnt sich besondere Vorsicht.
Im Umfeld des NLP wurden teilweise sehr konkrete Zusammenhänge zwischen Blickrichtungen, Körpersprache, inneren Prozessen und Wahrheitsgehalt behauptet.
Solche einfachen Zuordnungen halte ich für problematisch.
Ein Mensch schaut nach links.
Was bedeutet das?
Vielleicht denkt er nach.
Vielleicht erinnert er sich.
Vielleicht lenkt ihn dort etwas ab.
Vielleicht ist das schlicht seine Gewohnheit.
Körpersprache liefert wertvolle Informationen.
Einzelne Signale sind jedoch selten eindeutige Übersetzungen innerer Vorgänge.
Deshalb arbeite ich lieber mit:
Kontext,
Veränderungen,
Mustern,
Beobachtung
und guten Fragen.
NLP ist keine Gedankenlesetechnik
Das ist mir wichtig.
Seriöse Kommunikation braucht keine Behauptung, man könne anhand bestimmter Signale zuverlässig erkennen, was ein Mensch denkt.
Wir können Hypothesen bilden.
Wir können aufmerksam beobachten.
Wir können Veränderungen bemerken.
Und dann können wir fragen.
Neugier ist häufig zuverlässiger als vermeintliche Menschenkenntnis.
NLP und Manipulation
NLP hat auch den Ruf bekommen, Menschen manipulieren zu können.
Manche Bücher und Seminare haben diesen Eindruck aktiv gefördert.
Versprochen wurden Formulierungen und Techniken, mit denen andere Menschen beinahe unbemerkt beeinflusst werden könnten.
Davon halte ich wenig.
Natürlich beeinflussen Menschen einander.
Jede Argumentation möchte etwas bewirken.
Jede Präsentation lenkt Aufmerksamkeit.
Jede Frage setzt einen Rahmen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:
Beeinflusse ich?
Sondern:
Wie gehe ich mit meinem Einfluss um?
Respektiere ich die Entscheidungsfreiheit des anderen?
Bin ich transparent?
Vertrete ich meine Interessen offen?
Oder versuche ich, psychologische Mechanismen gegen die Interessen meines Gegenübers einzusetzen?
Für mich ist das vor allem eine Frage der Haltung.
Wie wissenschaftlich ist NLP?
Hier lohnt sich eine klare Antwort.
NLP wird seit Jahrzehnten in Coaching, Training, Kommunikation und teilweise auch im therapeutischen Umfeld eingesetzt.
Die wissenschaftliche Absicherung weitreichender NLP-Wirkungsversprechen ist jedoch begrenzt.
Insbesondere sollte aus der Bezeichnung „neurolinguistisch“ keineswegs geschlossen werden, NLP sei eine neurowissenschaftlich bestätigte Theorie menschlichen Denkens.
Das ist es nicht.
Einige unter dem NLP-Dach verwendete Gedanken überschneiden sich mit allgemein bekannten psychologischen, kommunikativen oder lerntheoretischen Prinzipien.
Andere spezifische Behauptungen sind wissenschaftlich deutlich schwächer abgesichert.
Deshalb halte ich eine differenzierte Haltung für angemessen:
Nützliche Gedanken prüfen und nutzen. Große Wirkungsversprechen kritisch betrachten.
Warum ich mich heute weniger über Methoden definiere
Im Laufe vieler Berufsjahre sammelt man Methoden.
Kommunikationsmodelle.
Coachingansätze.
psychologische Konzepte.
Hypnotherapeutische Verfahren.
Werkzeuge zur Entscheidungsfindung.
Erfahrungen aus Beratung und Unternehmenspraxis.
Irgendwann wird eine andere Frage wichtiger:
Was braucht dieser konkrete Mensch in dieser konkreten Situation?
Deshalb definiere ich meine Arbeit heute weniger über eine einzelne Methodenschule.
Eine Methode ist ein Werkzeug.
Sie ist kein Selbstzweck.
Wenn ein NLP-Modell hilfreich ist, kann ein Gedanke daraus einfließen.
Wenn ein anderes Vorgehen besser passt, nutze ich dieses.
Entscheidend ist der Mensch und sein Anliegen.
Was ich vom NLP behalten habe
Wenn ich meine heutige Sicht verdichte, bleiben einige Gedanken, die ich weiterhin wertvoll finde:
Die eigene Wahrnehmung ist eine Perspektive – nicht die gesamte Wirklichkeit.
Gute Fragen können festgefahrenes Denken öffnen.
Sprache beeinflusst, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Mehr Verhaltensmöglichkeiten erhöhen unseren Handlungsspielraum.
Andere Perspektiven können eine Situation verändern.
Gute Kommunikation braucht Beziehung und Aufmerksamkeit.
Erfolgreiches Verhalten lässt sich untersuchen und daraus lässt sich lernen.
Und vielleicht am wichtigsten:
Wenn etwas kaum funktioniert, lohnt es sich, etwas anderes auszuprobieren.
Dafür brauche ich heute das Etikett NLP kaum noch.
Die Gedanken dürfen trotzdem ihren Wert behalten.
Methodenkompetenz braucht Urteilskraft
Eine Methode kann hilfreich sein.
Sie kann gleichzeitig im falschen Moment vollkommen ungeeignet sein.
Deshalb interessiert mich heute stärker als die Frage:
„Welche Technik kann ich anwenden?“
die Frage:
„Was ist hier eigentlich los?“
Was braucht dieser Mensch?
Was ist das Ziel?
Welche Annahmen stimmen?
Was wurde übersehen?
Welche Konsequenzen hat eine Intervention?
Wo liegen Grenzen?
Und welche Vorgehensweise passt zu diesem Kontext?
Je größer der Werkzeugkasten wird, desto wichtiger wird diese Urteilskraft.
Fazit: NLP als Werkzeugkasten statt Weltanschauung
NLP hat viele Menschen für Sprache, Wahrnehmung, Ziele, Kommunikation und Veränderungsmöglichkeiten sensibilisiert.
Einige Modelle können interessante Denk- und Gesprächswerkzeuge liefern.
Andere Behauptungen verdienen kritische Distanz.
Für mich ist deshalb weder Begeisterung noch pauschale Ablehnung besonders hilfreich.
Ich bevorzuge einen pragmatischen Umgang:
Was ist hilfreich?
Was ist plausibel?
Was ist gut belegt?
Was passt zu diesem Menschen und dieser Situation?
Und was erweitert tatsächlich den Handlungsspielraum?
Methoden kommen und gehen.
Bezeichnungen verändern sich.
Am Ende zählt etwas anderes:
klarer wahrnehmen, besser verstehen, bewusster entscheiden und angemessener handeln.
NLP und Rhetorik in Gesprächen, Reden und Präsentationen
Manche Menschen mögen mit einer besonderen Gabe gesegnet zu sein. Solche Menschen finden selbst in heiklen Situationen die passenden Worte und Gesten, argumentieren schlagfertig und überzeugen. Die meisten Redner benötigen dafür die entsprechenden Techniken und Übung. Einige der Werkzeuge bietet das NLP.
Sprache ist schon in der Bezeichnung NLP als L für Linguistik enthalten. Neben der Sprache – als Bestandteil von Gesprächen, Reden und Präsentationen – hinaus, liefert NLP weitere hilfreiche Beiträge für Redner.
Beispiele für Themen, bei denen NLP Reden und Präsentationen bereichert:
- Aktivieren und Ankern von Zuständen
- Ausstrahlung
- Blickkontakt
- Durchsetzungsvermögen
- Einsatz der eigenen Körpersprache (Körpersprache, Gestik, Mimik, Stimme, Rhythmus, Atmung)
- Fragetechniken
- Fremdwahrnehmung
- Gedächtnistechniken für die Verinnerlichung der Rede
- Geschichten
- Gesprächsatmosphäre
- Gesprächsführung
- Pacing und Leading
- Überzeugungskraft als Redner durch Auflösung einschränkender Überzeugung und Förderung hilfreicher.
- Modellieren erfolgreicher Redner
- Manipulation erkennen
- Metamodell der Sprache
- Metaphern
- Miltonmodell
- Umgang mit unbewussten Signalen
- Reframing
- Schlagfertigkeit
- Selbstsicherheit
- Selbstwahrnehmung
- Sinne und Präsentationstechniken
- Sprachmodelle
- Strategien
- Rapport: Förderung der Beziehung zum Publikum
- Umgang mit Störungen
- Lesen der Körpersprache des Publikums
- Zustandsmanagement statt Lampenfieber
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
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Was bedeutet NLP?
NLP steht für „Neuro-Linguistisches Programmieren“. Es ist eine Sammlung von Techniken und Konzepten, die darauf abzielen, die Art und Weise zu verstehen, wie das menschliche Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet und wie diese Informationen dazu beitragen, Verhaltensmuster und Ergebnisse zu beeinflussen.
Wer hat mit der Entwicklung von NLP begonnen?
NLP wurde in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder entwickelt und basiert auf der Annahme, dass Veränderungen im Verhalten und in den Ergebnissen durch Veränderungen in der Art und Weise, wie Menschen ihre Gedanken und Gefühle wahrnehmen und verarbeiten, erreicht werden können. Es umfasst verschiedene Techniken und Werkzeuge, die dazu verwendet werden können, um die Kommunikation und das Verständnis zwischen Menschen zu verbessern, Verhaltensmuster zu verändern und Ziele zu erreichen.
Wo wird NLP eingesetzt?
NLP wird häufig in Bereichen wie Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Verkauf, Führung und Therapie eingesetzt und kann auch für die Selbstverbesserung und die persönliche Entwicklung verwendet werden.
Welche Prinzipien gelten beim NLP?
Im NLP gibt es einige grundlegende Prinzipien, die als wichtige Grundlagen für das Verständnis und die Anwendung von NLP-Techniken und -Konzepten gelten. Dazu gehören:
-
Das „Map-Territory“-Prinzip: Dies besagt, dass jeder Mensch seine eigene subjektive Interpretation der Welt hat, die sich auf seine persönlichen Erfahrungen und sein Weltbild bezieht. Dies bedeutet, dass jeder Mensch eine eigene „Landkarte“ hat, die er oder sie verwendet, um die Welt zu verstehen, und dass diese Landkarte nicht notwendigerweise der „Wirklichkeit“ entspricht.
-
Das „Well-Formed Outcome“-Prinzip: Dies besagt, dass Ziele oder Ergebnisse, die man erreichen möchte, klar definiert und formuliert werden sollten, um erfolgreich zu sein.
-
Das „Behavioral Flexibility“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, in der Lage zu sein, sich an neue Situationen anzupassen und verschiedene Verhaltensweisen anzuwenden, um Ziele zu erreichen.
-
Das „Presuppositions“-Prinzip: Dies besagt, dass bestimmte Annahmen oder Voraussetzungen, die ein Mensch über die Welt hat, das Verhalten und die Ergebnisse beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise die Annahme, dass Veränderungen möglich sind, oder dass man selbst die Kontrolle über sein Leben hat.
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Das „Rapport“-Prinzip: Dies besagt, dass es wichtig ist, eine gute Verbindung und ein gutes Verständnis mit anderen Menschen zu haben, um erfolgreich zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.
Welche Technik des NLP ist am bekanntesten?
Eine der bekanntesten Techniken im NLP ist das „Reframing“. Diese Technik zielt darauf ab, das Verständnis einer Situation oder eines Problems zu verändern, indem man es aus einer anderen Perspektive betrachtet oder es in einem anderen Kontext sieht. Reframing kann dazu verwendet werden, negative Gedanken und Emotionen in positive umzuwandeln oder um herauszufinden, wie man eine schwierige Situation auf eine andere Weise betrachten kann.
Eine weitere bekannte Technik im NLP ist das „Anchoring“. Diese Technik zielt darauf ab, einen emotionalen Zustand oder eine Ressource, die man in einer bestimmten Situation erlebt hat, auf ein bestimmtes Signal oder eine bestimmte Handlung zu verknüpfen, damit man diesen Zustand oder diese Ressource jederzeit wieder abrufen kann.
Es gibt viele weitere Techniken im NLP, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können, wie beispielsweise die „Milton-Modell“-Technik zur Veränderung von Verhaltensmustern oder die „Meta-Modell“-Technik zur Verbesserung der Kommunikation. Es ist wichtig zu beachten, dass NLP eine Sammlung von Techniken und Konzepten ist, die nicht von wissenschaftlichen Studien unterstützt werden und deren Ergebnisse daher variieren können. Es ist wichtig, alle verfügbaren Informationen und Ressourcen zu berücksichtigen, bevor man sich entscheidet, NLP-Techniken anzuwenden.
Weshalb gibt es Kritik am NLP?
Es gibt verschiedene Gründe, warum es Kritik am NLP gibt. Einige der häufigsten Kritikpunkte sind:
-
Mangelnde wissenschaftliche Unterstützung
Viele der Konzepte und Techniken im NLP basieren nicht auf wissenschaftlichen Studien und werden daher von der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht unterstützt. -
Fehlende transparente Darstellung der Methoden
Einige Kritiker argumentieren, dass die Methoden und Techniken im NLP nicht transparent dargestellt werden und dass es schwierig ist, zu verstehen, wie sie funktionieren. -
Mangelnde Regulierung
Da NLP keine offizielle therapeutische oder psychologische Methode ist, gibt es keine Regulierung oder Standards für die Ausbildung und den Einsatz von NLP-Praktizierenden. Dies kann dazu führen, dass es schwierig ist, die Qualifikationen und Erfahrungen von NLP-Praktizierenden zu beurteilen. Die Qualität der Ausbildungen ist sehr unterschiedlich und maßgeblich ist der persönliche Einsatz. -
Mögliche negative Auswirkungen
Einige Kritiker argumentieren, dass NLP-Techniken möglicherweise negative Auswirkungen haben können, wenn sie von unqualifizierten oder inkompetenten Praktizierenden angewendet werden. Es gibt auch Berichte über Menschen, die schlechte Erfahrungen mit NLP gemacht haben, einschließlich emotionaler oder körperlicher Belastungen.
Es gibt sowohl Befürworter als auch Kritiker von NLP.
3 Kommentare
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Ich bin da sehr skeptisch. Ich kenne viele Leute die nach zwei Wochen NLP-Praktionner waren und das machte sie nicht gerade zu angenehmeren Mitmenschen. Es scheint sehr oberflächlich zu sein und vom Wunsch geprägt zu manipulieren-
Zurecht, leider ist das sehr häufig der Fall.
Um bei den besten Trainern zu lernen ist eine Menge Zeit und Geld einzusetzen.
Da wählen viele die Abkürzungen und wissen nicht was sie versäumen.
Ich habe selbst einige NLP-Trainings mitgemacht, die sich als wenige nahrhaft entpuppt haben.
Um das beurteilen zu können braucht es allerdings den Vergleich.
Wobei schon die Gruppengröße und Dauer Hinweise auf Alibi-Weiterbildungen liefern.
Ich habe meinen NLP-Practioner in Berlin gemacht, sogar mit Zertifikat. Er hat etwas über 400 Euro gekostet und hat Spaß gemacht. Allerdings ist nicht viel davon übrig geblieben. So eine große Gruppe ist mehr eine Party als eine Ausbildung. Gibt es in Deutschland noch richtige NLP-Ausbildungen oder muss ich in die USA? Ich würde es wirklich gerne richtig lernen.