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Shitstorm: Hat Angela Merkel haarige Arme? Paul Watzlawick gilt auch im Internet

Alles kann zum Shitstorm werden
Shitstorm: Hat Angela Merkel haarige Arme? Paul Watzlawick gilt auch im InternetShitstorm

Shitstorm

 

Shitstorm? Erstaunlich, woran sich die Menschen alles reiben können. Das erfährt, wer etwas in den Sozialen Netzen veröffentlicht. Was lässt sich vermeiden, was nicht?

Überblick

 

 

 

 

Paul Watzlawick gilt auch im Internet

 

Etwas seichtes Selbstmarketing betreiben wird doch wohl noch erlaubt sein, oder? Leider kann selbst das nach hinten losgehen. So ist das halt im sozialen Netzwerk, auch da entscheiden die Empfänger über die Botschaft. Für manche Zeitgenossen ein Skandal: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf ihrem wohl nicht selbst verwalteten Account bei Instagram (https://www.instagram.com/bundeskanzlerin/) ein Foto hochgeladen, auf dem eine Hand eine Eistüte hält. Der dazugehörige Kommentar lautet: „Sommerliche Stimmung vor dem Bundeskanzleramt.“

 

 

 

Ist das tatsächlich eine haarige Angelegenheit?

 

Daran rieben sich dann einige Leute, weil die haarige Männerhand hoffentlich nicht der Kanzlerin gehört. Und so manch ein Kommentator fühlte sich verschaukelt, der davon ausging, dass Angela Merkel selbst die sozialen Dienste befeuert. Wobei die Beschreibung bei Instagram das nicht suggeriert. Dort steht: Einblick in die politische Arbeit der Bundeskanzlerin Angela Merkel durch das Objektiv der offiziellen Fotografen der Bundesregierung. Und die haben halt ein Selfie des behaarten Arms gemacht. Wenn die Bundeskanzlerin unterwegs ist…

 

 

 

Der Rede wert?

 

Ob das einen Aufreger wert ist — für mich nicht — ist eine Frage. Was sich daraus lernen lässt, ist eine andere Frage. Wie viel Vorsicht ist angebracht und was darf ausgeblendet werden? Wie viel Social Media lässt sich delegieren? Und was ist ein Shitstorm?

Shitstorm

 

Ein Shitstorm ist eine negative Reaktion von vielen Menschen auf eine Person, ein Unternehmen oder eine Organisation, die sich in Form von kritischen oder wütenden Kommentaren in sozialen Medien, in Foren oder in Blogs äußert. Ein Shitstorm kann durch eine bestimmte Aktion, eine Aussage oder eine Entscheidung ausgelöst werden, die von vielen Menschen als unangemessen, unethisch oder respektlos empfunden wird.

 

 

Welche Folgen kann ein Shitstorm haben?

 

Ein Shitstorm kann sich schnell verbreiten und kann für die betroffene Person oder das betroffene Unternehmen negative Auswirkungen haben, wie zum Beispiel einen Rufschaden oder einen Einbruch in den Umsätzen. Es ist wichtig, sich im Vorfeld darüber im Klaren zu sein, welche möglichen Auswirkungen eine Aktion oder eine Aussage haben kann und sich entsprechend zu verhalten, um einen Shitstorm zu vermeiden.

 

 

 

Wie entsteht ein Shitstorm?

 

Ein Shitstorm kann sich im Web entwickeln, wenn ein Unternehmen oder eine Person die Regeln der sozialen Netzwerke nicht beachtet oder eine unbedachte Äußerung trifft. Die Aussage oder das, was daraus gemacht wird, verselbständigt sich durch die Weitergabe und erreicht durch die virale Verteilung eine große Öffentlichkeit. Wenn der damit verbundene Schaden erkannt wird, ist der Prozess oft schon sehr weit fortgeschritten.

 

 

 

Lässt sich jeder Shitstorm verhindern?

 

Es ist nicht möglich, jeden Shitstorm vollständig zu verhindern, da es immer Faktoren geben kann, die außerhalb der Kontrolle einer Person oder eines Unternehmens liegen. Allerdings gibt es einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um das Risiko eines Shitstorms zu minimieren:

  • Seien Sie transparent und ehrlich
    Wenn Sie offen und ehrlich über Ihre Aktionen und Entscheidungen kommunizieren, kann dies dazu beitragen, dass sich das Publikum versteht und Ihnen vertraut.

  • Seien Sie vorsichtig mit Ihren Aussagen
    Überlegen Sie sorgfältig, was Sie sagen und wie Sie es sagen, um sicherzustellen, dass Ihre Aussagen nicht missverstanden oder falsch interpretiert werden. Es ist wichtig, dass Sie sich im Vorfeld darüber im Klaren sind, welche möglichen Auswirkungen eine Aktion oder eine Aussage haben kann und sich entsprechend verhalten, um das Risiko eines Shitstorms zu minimieren.

  • Seien Sie bereit, Feedback anzunehmen und darauf zu reagieren
    Wenn Sie offen für Feedback sind und bereit sind, auf die Bedenken und Anliegen der Öffentlichkeit einzugehen, kann dies dazu beitragen, dass sich das Publikum versteht und Ihnen vertraut.

  • Seien Sie proaktiv
    Wenn Sie wissen, dass eine Aktion oder Entscheidung möglicherweise negative Reaktionen auslösen könnte, seien Sie proaktiv und kommunizieren Sie offen und transparent darüber, um das Risiko eines Shitstorms zu minimieren.

 

P.S.

 

Was fällt Ihnen zum Thema Shitstorm ein?

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Autor: Karsten Noack 
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