Zwischen den Zeilen lesen: Blog für Körpersprache

Mehr erkennen, überzeugend auftreten

Donald Trump zeigt in Paris, wie Komplimente nicht gemacht werden

US-Präsident Donald Trump (71) war mit seiner Frau Melania (47) am 14. Juli 2017 zu Besuch bei seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron (39) und dessen Frau Brigitte (64). Dort sorgte Trump für eine erneute Peinlichkeit. Leider hat er die Empfehlungen für gelungene Komplimente wohl nicht früh genug gelesen.

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Sanftmut, die unterschätzte Stärke

Sanftmut ist kein Wort, das in den Debatten zu Werten oder Hitlisten attraktiver Persönlichkeitseigenschaften einen der vordersten Plätze belegen würde. Viele Menschen denken, dass Sanftmut einer Schwäche, Furchtsamkeit oder Passivität entspringt. Doch sie ist tatsächlich kontrollierte Stärke. Es wird heutzutage nicht mehr mit Stärke in Verbindung gebracht. Das war nicht immer so, der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel, sah das noch anders: „Nicht derjenige ist tapfer, der sich Ausbrüchen des Zornes überlässt, sondern derjenige, der Milde und Sanftmut besitzt.“ Satt dessen wird Sanftmut oft als Schwäche und fehlende Energie wahrgenommen. Doch nur ein starker Mensch kann sanftmütig sein. Nur, wer sich seiner Stärke bewusst ist, fühlt sich sicher genug, um souverän zu handeln. Unsichere Menschen meinen, ihren Status ständig verteidigen zu müssen. Einen Blick auf das Verhalten von Zeitgenossen wie Donald Trump oder der cholerische Chef, macht das deutlich. Solche Menschen machen eigenartige Dinge, legen eine unnatürliche Körpersprache an den Tag, um sich künstlich Respekt zu verschaffen.

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Körpersprache: Treffen Emmanuel Macron und Wladimir Putin in Versailles

Ein erstes Zusammentreffen zwischen Emmanuel Macron und Wladimir Putin gab es am 29. Mai 2017 in Versailles. Anlass des Besuchs aus Moskau war eine Ausstellung über die erste Frankreich-Reise von Peter dem Großen vor genau 300 Jahren.

Die Limousine des russischen Staatschefs kam über eine halbe Stunde später als geplant das goldene Eingangstor an. Mit Absicht, oder nicht?

Der Begrüßung folgte ein langes Gespräch zwischen Emmanuel Macron und Wladimir Putin. Rund eine Stunde später als geplant folgte dann eine Pressekonferenz. Zuerst sprach Macron. An vielen Stellen wirkte dann Putin, als wenn in die Äußerungen von Macron nicht betreffen würden. Als es beispielsweise um die Rechte von Homosexuellen ging und um Peter den Großen schaltete Putin ab. Er zeigt weder Zustimmung noch Ablehnung. Und auch sonst wirkte er weitgehend abwesend. Seine gesamte Körpersprache signalisierte Langeweile.

Ob hinter diesem Verhalten die Absicht steckt zu zeigen, dass er von Macron nicht beeindruckt ist oder er andere Gründe dafür hat, kann nur er beantworten.

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Analyse Donald Trumps Körpersprache in Brüssel beim NATO-Gipfel

Es ist natürlich reine Spekulation das Donald Trump mit seinem Verhalten etwas kompensieren möchte. Allerdings spricht so einiges dafür.

Ich schätze die meisten Menschen stimmen mir zu, dass Trump als Alpha Männchen betrachtet werden möchte. Und tatsächlich brauchen wir uns auch nur die Körpersprache anzuschauen, um sehr viele Hinweise darauf zu finden.

Es scheint so wichtig für ihn zu sein dieses Bedürfnis zu befriedigen, dass seine verzweifelten Versuche oft eher als Zeichen der Unsicherheit wahrgenommen werden, denn als Zeichen der Stärke. Jemand mit einem starken Selbstvertrauen würde das nicht tun. Allerdings ist es hilfreich sich frühere US-Präsidenten anzuschauen; die meisten von ihnen zeigten einige Formen von Alphatierverhalten, selbst Barack Obama. So machen US Präsidenten das halt für Ihr Publikum zuhause! Doch all das ist weitgehend harmlos im Vergleich zu Donald Trumps eigenartigem Verhalten und die Handshake-Gates, die schon weltweit für Verwunderung gesorgt haben.

Hier nun die Analyse der Körpersprache Donald Trumps beim Zusammentreffen mit Emmanuel Macron, Angela Merkel, Dusko Markovic bei all den Handschlägen während des NATO-Gipfels.

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Live in Sendung für die Deutsche Welle zu Donald Trump’s Körpersprache in Brüssel

Donald Trump hat sich am 26. Mai 2017 bei seinem Besuch in Brüssel erneut als verlässlicher Themenlieferant erwiesen. Für die Live-Sendungen Der Tag in Deutsch und The Day in Englisch kommentiere ich seine Körpersprache beim Zusammentreffen mit Angela Merkel, Emmanuel Macron, Duško Marković und anderen politischen Vertretern.

Und was sagt Donald Trumps Körpersprache zu all dem? Die Moderatoren fragen und ich antworte als Experte für Körpersprache. Erst auf Deutsch und später auf Englisch. Gesendet wird heute (26. Mai 2017) auf Deutsche Welle Deutsch ab 21:00 Uhr und Deutsche Welle Englisch ab 22:30 Uhr.

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Ist Ironie Bereicherung oder Teufelswerk?

Kommen Sie mit Ironie klar? Als Ironie wird ein rhetorisches Stilmittel bezeichnet, das in sämtlichen literarischen Gattungen, in Reden sowie in der Umgangssprache verwendet wird. Die Ironie deutet an, dass der Sprechende etwas ausdrückt, von dem er genau das Gegenteil des Ausgedrückten meint. Wesentlich ist dabei, dass die Empfänger erkennen, dass die Äußerung ironisch war und das Gegenteil meint. Die Figur der Ironie ähnelt Sarkasmus, Spott und Zynismus.

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Donald Trumps Körpersprache beim Zusammentreffen mit Xi Jingping

Die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und China ist zwiespältig. Nicht nur das Thema Kim Jong-un und Nordkoreas Atomwaffe sorgt für Gesprächsbedarf. Am 6. und 7. April trafen sich US-Präsident Donald Trump und der Staatspräsident von China Xi Jinping zum ersten Mal persönlich. Und zahlreiche Beobachter warteten auf erneute Eigenwilligkeiten des US-Präsidenten.

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Hat Trump Merkel im Weißen Haus vorgeführt?

Im Artikel Angela Merkel besucht Donald Trump im Weißen Haus hatte ich einige Anmerkungen zum Zusammentreffen von US-Präsident und Bundeskanzlerin am 17. März 2017 veröffentlicht. Wie zu erwarten sah ich keine körperspachlichen Hinweise für überschwängliche Sympathien. Auch erwähnte ich die Situation, bei der Donald Trump im Oval Office die Bitte ignorierte, Angela Merkel für die Fotografen nochmals die Hand zu reichen. Bei der Ankunft schüttelte er ihr noch – für seine Verhältnisse unerwartet normal – zur Begrüßung ihre Hand und dann das. Und schon hat die Welt einen weiteren Handschlagskandal!

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Angela Merkel besucht Donald Trump im Weißen Haus

Es braucht zwei Tänzer für einen gelungenen Tango. So war es schon ein eigenartiges erstes Zusammentreffen von Angela Merkel und Donald Trump am 17. März 2017 im Weißen Haus. Skurril, verkrampft oder zumindest ungeschickt sind passende Adjektive. Zeitweise scheinen beide nicht zu wissen was sie miteinander anfangen sollen. Merkel betonte im Vorfeld zwar, sie wolle nach vorne schauen, doch während sie sich ihm häufig zuwendet, wendet er sich ebenso oft von ihr ab, so als wolle er eigentlich woanders sein. Überhaupt wirkt er in vielen Momenten angestrengt. Dabei verstecken beide recht wenig und verzichten auch auf die bei solchen Gelegenheiten oft demonstrativ zur Schau gestellter Nähe, so dass es bei beiden kaum eine körpersprachliche Maskerade aufzudecken gibt.

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Merkel trifft auf Trump oder andersherum: Grund zur Hoffnung?

13. März 2017, die Bundeskanzlerin Angela Merkel fliegt zum Antrittsbesuch zu US-Präsident Donald Trump. Während Sie heute elegant die Gangway am internationalen Flughafen Dulles hinuntergleiten wird, gehen ihr und vielen Beobachtern in Deutschland bestimmt so einige Gedanken durch den Kopf. Was wird sich daraus wohl ergeben? Der unkonventionelle Elefantentanz des neuen US-Präsidenten birgt zwar so manches Risiko, bringt aber auch so manche Chance mit sich. Nicht alles ist so offensichtlich, weder die Vor- noch die Nachteile.

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Donald Trumps erste Kongress-Rede

Dienstagabend, 28. Februar 2017 hielt US-Präsident Donald Trump vor beiden Kammern des amerikanischen Kongresses seine erste Rede. Um sich nicht erneut blaue Flecken zu holen, las Trump seine Kongress-Rede diszipliniert vom Teleprompter ab. So leistete er sich diesmal keine Ausrutscher. Im Unterschied zu seinen üblichen Auftritten, bei denen er häufig frei flottierend von Thema zu Thema mäanderte, dabei Sätze unvollständig blieben und er ausgewählte Worte und Wendungen gebetsmühlenartig wiederholt, war dies eine stringent geschriebene und ohne spontane Eingebung vorgelesene Rede. Das Internet verrät, wer sie geschrieben hat; Stephen Miller.

Ein Tweet behauptet kurz darauf „51 Lügen in 61 Minuten“ und liefert dazu auch gleich einen ausführlichen Faktencheck (externer Link). Die Tagesschau fragt ebenfalls; „Wie viel Wahrheit steckt in der Trump-Rede?“ (externer Link). Und sie sind nicht die ersten nachzählenden Kritiker. Mancher Vorwurf in seine Richtung ist offensichtlich richtig, viele davon abhängig, wie sie ausgelegt werden. Er geht jedenfalls recht unbelastet mit Zahlen, Daten und vermeintlichen Fakten um. Und das, obwohl er damit rechnen muss, dass jedes Wort überprüft wird. Ist es ihm egal oder steckt dahinter eine Absicht? Bei den vielen Beratern ist Letzteres zu vermuten.

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