Blog-Artikel Rhetorik, Präsentationen, Kommunikation

Artikel von Karsten Noack aus Berlin

Redner, die nerven: Brille auf und Brille ab, Brille auf…

Redner, die mit Manuskript bewaffnet ans Werk gehen, neigen dazu bei schwindender Sehkraft, mit der Brille das Publikum zu irritieren. Weil sie die eigenen Notizen nicht ohne Lesebrille entziffern können, wird die Brille aufgesetzt. Soweit so gut doch dann schauen manche anschließend über den Brillenrand ins Publikum. Auf das Publikum wirkt das leicht oberlehrerhaft. Verbindend ist das nicht gerade. Wer will schon gerne das Gefühl haben belehrt zu werden? 

Auch nicht besser: Andere setzen ihre Brille mit so hoher Frequenz auf und wieder ab, dass es ebenfalls irritiert. Brille auf und Brille ab, Brille auf und …

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Kanzlerkandidatenduell am 3. September 2017

Am 24. September 2017 sind Bundestagswahlen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Herausforderer Martin Schulz (SPD) treffen am Sonntagabend, 3. September 2017 zum ersten und einzigen Mal im Wahlkampf aufeinander. Ob die beiden Politiker schon aufgeregt sind und wie bereiten sich die Kandidaten wohl vor?

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Sommerinterview 2017 Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die Journalistin Tina Hassel und Thomas Baumann hatten am Sonntagabend, den 16. Juli 2017 ganze 19 Minuten Zeit für das Sommerinterview mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Es kam, wie es wohl kommen musste; die Antworten auf die 20 Fragen an die Bundeskanzlerin waren so unspektakulär wie konsequent. Falls die beiden Journalisten vorhatten, Merkel aus der Reserve zu locken, vielleicht sogar emotionale Reaktionen erwartet haben, dann sind sie kläglich gescheitert. Nichts, was das Zusammentreffen bemerkenswert macht, außer der Umstand, dass es das wieder mal war. Same procedure as last year? Same procedure as every year, James! Und sonst?

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Systematisch Zweifel säen, statt gegen Wände zu rennen

Zum Thema Glaubwürdigkeit und speziell das nachteilige Säen von Zweifel, an Stellen an denen keine erforderlich sind finden Sie hier ja schon einige Artikel. In der Regel sind Zweifel ja eher nicht erwünscht. Es existieren allerdings auch Situationen, in denen es durchaus wünschenswert ist, Zweifel zu säen.

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Diskussionskultur: Bitte mehr Debatten

Der Umfang an Informationen, denen wir ständig ausgeliefert sind, haben Folgen. Diese Fülle lässt sich nur noch bedingt verdauen. Wann auch, wenn es ohne Unterlass und Qualitätssicherung geschieht? Allzu oft werden dabei deshalb Informationen unreflektiert aufgenommen und weitergegeben. Masse statt Klasse, das Grundrauschen ist so derartig laut, das wesentliche Informationen kaum noch als solche erkannt werden.

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David-Goliath-Effekt

Nicht nur Konsumenten entwickeln eine starke Abwehrreaktion, wenn sie den Eindruck haben ihre Wahlfreiheit wäre eingeschränkt. Das geschieht beispielsweise dann, wenn ein Anbieter dominiert oder mit allzu manipulativen Mitteln ans Werk geht. Die ansonsten begehrten Angebote des Goliaths verlieren dadurch an Attraktivität, während sie bei bisher weniger beachtete Alternativen steigt. Es handelt sich um menschliche Abwehrreaktionen, die ausgelöst werden.

Konsumenten entscheiden sich, da sie sich selbst als David empfinden, eher für Anbieter die gegen den Goliath antreten. Sie identifizieren sich gerne mit anderen Davids. Deswegen machen sich immer wieder anfangs kleinere Anbieter dieses Phänomen als Marketing-Strategie zunutze. Besonders häufig ist sie in Produkt-Marketing und Politik anzutreffen aber auch in anderen Bereichen ist sie zu beobachten. Besonders deutlich wird der David-Goliath-Effekt in der Öffentlichkeitsarbeit. Da entwickelt sich schnell eine Welle der Empörung, wenn ein Großer gegen einen Kleinen antritt.

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Standing Ovations oder stehenden Applaus nach Ihrer Rede?

Es hat sich gelohnt. Stehender Applaus (ja liebe Deutschlehrer, Stehbeifall oder im Stehen applaudieren wären die richtigen grammatischen Ausdrucksweisen) und was für einer. Nicht die Sorte Beifallsbekundung, die bei einer Flugzeuglandung ein erleichtertes Klatschen hervorbringt, weil der Flug und der miese Service überlebt wurden. Nein, es geht um bahnbrechende mitunter sogar ekstatische Begeisterung des Publikums oder wozu hanseatisch-zurückhaltende Teilnehmer sich auch immer hinreißen lassen. Hurra! Der Erfolg wird sicht- und hörbar. Das Adjektiv „stehend“ bezieht sich nicht auf die Körperhaltung der Applaudierenden, sondern auf die Dauer des Beifalls. Stehende Ovationen sind die ersehnte Antwort des Publikums auf entsprechende Leistungen und oft auch auf eine Menge Schweiß im Vorfeld. All die Mühsal tritt nun in den Hintergrund. Der ganze Stress fällt ab und die Glückshormone fluten den Körper. Gänsehaut breitet sich aus, ein besonderer Moment, der noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Handout oder nicht Handout bei Präsentationen?

Von den Teilnehmern an Präsentationen werden oft Kopien der Präsentationsfolien gewünscht. Technisch ist es ganz einfach erledigt, beispielsweise indem Sie diese im Nachgang elektronisch versenden. Dazu bietet sich das PDF-Format an. Die Konvertierung in das PDF-Format können Sie beim Ausdruck aus Powerpoint™, Keynote™ und Co. wählen. Sie könnten auch an der Vernichtung des Waldes teilhaben, indem Sie Ausdrucke mit zur Veranstaltung bringen.

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12 Tipps für die Vorbereitung von Investorenpräsentationen

Mit einer Investorenpräsentation sollen Investoren für eine Beteiligung gewonnen werden. Dazu wird die Lage und Aussicht des Unternehmens ergänzend zu den schriftlichen Geschäftsplänen präsentiert. So sollen potentielle Kapitalgeber davon überzeugt werden, dass sich eine Beteiligung lohnt. Vorbereitung lohnt sich, weil guter Inhalt eine gute Verpackung verdient

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Apple Worldwide Developers Conference WWDC 2017, na und?

Am 5. Juni stellt Apple im Rahmen der Worldwide Developers Conference kurz WWDC 2017 die neue iOS 11-Version und deren Features vor. Weitere Neuigkeiten zu macOS, tvOS und watchOS werden erwartet, vielleicht auch der sagenumwobene Siri-Lautsprecher. Aber das hier ist ja kein Technik-Blog. Hier geht es darum, sich und das eigene Angebot überzeugend zu präsentieren. Also schauen wir erneut zur Keynote nach San José in Kalifornien, um uns Anregungen zu holen.

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Das Feindbild für das Marketing – David gegen Goliath

Was wäre James Bond ohne Dr. No, Goldfinger, Mr. Big Kananga oder einen der anderen Superschurken? Helden benötigen einen entsprechenden Bösewicht, um über sich hinauszuwachsen. Und auch jenseits des Kinos ist der Kampf David gegen Goliath etwas, dass sich gut instrumentalisieren lässt. Das hat Hollywood mit Religionen und großen Marken gemeinsam. Und Feindbilder sind nicht ohne Grund auch im Marketing sehr beliebt.

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Viel Feind, viel Ehr oder lieber Jedermanns Liebling?

Wer mit grundlegend neuen Ideen antritt und nicht aufpasst, tritt dabei schon mal jemandem auf die Füße. Das ist mitunter unangenehm. Doch es kann auch ein gutes Zeichen sein. Wer nicht auf ausgetretenen Pfade im Rückenwind anderer Menschen unterwegs ist, darf sich über Gegenwind nicht wundern. Auch ohne Zigarre lässt sich auf den Spuren von Winston Churchill wandeln; „Wer die bessere Einsicht hat, darf sich nicht scheuen, Unpopularität in Kauf zu nehmen.“

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Wenn der Vorredner eine fiese Vorlage hinlegt

Sie haben in langen Nächten einen cleveren Einstieg hinein in Ihre Rede entwickelt. Der soll den Weg bereiten, provoziert Neugier, verbindet, baut mögliche Vorbehalte ab. Es wird an Ihren Lippen kleben. Herrlich! Anfang gut, alles gut. Das hat auch der Redecoach immer wieder betont, dann wird es wohl stimmen. Es kann nichts mehr schiefgehen. So war zumindest der durchdachte Plan. Wie das mit Plänen außerhalb des luftleeren Raums allerdings so ist; die Dinge nehmen gerne einen anderen Verlauf es geplant.

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6 Tipps, zum Umgang mit Polemikern

Die Teilnehmer in meinen Workshops fragen im Zusammenhang mit Polemik immer wieder, wie sie damit umgehen sollen. Deswegen habe ich hier ein paar grundsätzliche Empfehlungen für den Fall der Fälle.

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Weshalb funktioniert Polemik so oft?

Sie waren nicht gerade die umgänglichsten Zeitgenossen; Franz Joseph Strauß und Herbert Wehner. Doch langweilig war den Zuschauern in der Regel nicht, wenn sie loslegten. So ist der Polemiker; er sucht nicht den Konsens, sondern will im rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum Durchbruch verhelfen. Und das koste, was wolle!

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Ist Ironie Bereicherung oder Teufelswerk?

Kommen Sie mit Ironie klar? Als Ironie wird ein rhetorisches Stilmittel bezeichnet, das in sämtlichen literarischen Gattungen, in Reden sowie in der Umgangssprache verwendet wird. Die Ironie deutet an, dass der Sprechende etwas ausdrückt, von dem er genau das Gegenteil des Ausgedrückten meint. Wesentlich ist dabei, dass die Empfänger erkennen, dass die Äußerung ironisch war und das Gegenteil meint. Die Figur der Ironie ähnelt Sarkasmus, Spott und Zynismus.

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Politische Rede: Politik, Entscheidungen und Sprache

Öffentliche und politische Reden können viel erreichen. Im Idealfall bewirken sie einen Wende- oder Höhepunkt im Denken und Handeln der Adressaten. Wobei Rhetorik als mächtiges Werkzeug ein zweischneidiges Schwert ist; es kann Gutes und Schreckliches bewirken.

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Donald Trumps erste Kongress-Rede

Dienstagabend, 28. Februar 2017 hielt US-Präsident Donald Trump vor beiden Kammern des amerikanischen Kongresses seine erste Rede. Um sich nicht erneut blaue Flecken zu holen, las Trump seine Kongress-Rede diszipliniert vom Teleprompter ab. So leistete er sich diesmal keine Ausrutscher. Im Unterschied zu seinen üblichen Auftritten, bei denen er häufig frei flottierend von Thema zu Thema mäanderte, dabei Sätze unvollständig blieben und er ausgewählte Worte und Wendungen gebetsmühlenartig wiederholt, war dies eine stringent geschriebene und ohne spontane Eingebung vorgelesene Rede. Das Internet verrät, wer sie geschrieben hat; Stephen Miller.

Ein Tweet behauptet kurz darauf „51 Lügen in 61 Minuten“ und liefert dazu auch gleich einen ausführlichen Faktencheck (externer Link). Die Tagesschau fragt ebenfalls; „Wie viel Wahrheit steckt in der Trump-Rede?“ (externer Link). Und sie sind nicht die ersten nachzählenden Kritiker. Mancher Vorwurf in seine Richtung ist offensichtlich richtig, viele davon abhängig, wie sie ausgelegt werden. Er geht jedenfalls recht unbelastet mit Zahlen, Daten und vermeintlichen Fakten um. Und das, obwohl er damit rechnen muss, dass jedes Wort überprüft wird. Ist es ihm egal oder steckt dahinter eine Absicht? Bei den vielen Beratern ist Letzteres zu vermuten.

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Amtseinführungsrede US-Präsident Donald Trump

20. Januar 2017 in Washington. Donald Trump ist nun der 45. Präsident der USA. Überall in der Welt dürften nicht nur Experten die Rede im Zusammenhang mit anderen Aussagen analysieren. Vor allem Regierungen und internationale Unternehmen rätseln nun sicher, was das für sie bedeutet. Den Bau mindestens einer Mauer hat er ja offen angekündigt. Letztlich wird all das für jeden von uns irgendwie Folgen haben. Nicht nur Weltuntergangpropheten machen sich Sorgen, aber darum geht es in diesem Blog zur strategischen Rhetorik ja nicht.

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Jahresdemotivationsreden

Sie sind an vielen Orten zu hören: Jahresauftaktveranstaltungs- und Neujahrsreden,… Nicht nur die Politiker holen ihre Lesebrillen heraus. Auch in Unternehmen gehört das dazu, wie Dinner vor One zum Silvesterfernsehprogramm.

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Realpolitik: Genügt es das kleinste Übel zu wählen?

Das kleinere Übel zu wählen ist allemal besser, als gar nicht wählen zu gehen. Doch genügt das auf Dauer?

In der Wahrnehmung vieler Menschen vertritt der überwiegende Anteil der Politiker eher eigene Interessen, als die der Wähler, verdrängen Themen, scheuen große Lösungen. Linguist Noam Chomsky beschreibt die Regeln möglichst harmloser politischer Debatten: „Die intelligente Art und Weise die Menschen passiv und gehorsam zu halten, ist es, das Spektrum der akzeptablen Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums eine sehr lebendige Debatte zu erlauben.“ Das Ergebnis wirkt dann wie viel Rauch um nichts. Eine breitere bewegende Debattenkultur könnte hier einiges verbessern. Den meisten Menschen ist nicht das Land wurscht, sondern das alltägliche Politikgeschehen.

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Zwölfjährige als Faltencreme-Modells und Apple-Keynotes

Auf dem Weg zum heutigen Firmentraining bemerke ich auf einem Plakat eine der Werbebotschaften. Es lächelt mich ein faltenloses Gesicht an das irgendwie zu perfekt wirkt. Bei genauerem Hinsehen ist erkennbar, es handelt sich um ein frischpubertäres Mädchen, geschminkt auf junggebliebene Dame. Etwas Photoshop war wohl auch am Werk beteiligt. Werbung für eine Faltencreme, die hält, was sie verspricht und alles ganz einfach.

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Donald Trumps erste Pressekonferenz seit der Wahl

Die erste offizielle Pressekonferenz von Donald Trump nach der Wahl. Blick auf verbale Sprache, Körpersprache und Impulskontrolle. Was verrät der Auftritt?

In wenigen Tagen ist Donald Trump der mächtigste Mann der Welt. Da haben die Medien viele Fragen. Schlag auf Schlag folgte ein Thema dem anderen. Dramatisch wurde es, als Trump mehrere der anwesenden Journalisten angriff, die aus seiner Sicht mit Nachrichten in Verbindung stehen, die er als „Fake News“ bezeichnete. Er erklärte, das er aus diesem Grund auch deren Fragen weder hören noch beantworten würde. Über die Berichte, Russland hätte belastendes Material über ihn gesammelt war er nicht sehr erfreut. Die Frage, ob er als Präsident von Seiten Russlands erpressbar sei, empörte ihn heftig. Seine Reaktion dürfte all jene irritieren, die dachten er würde sich nach der Wahl staatsmännischer verhalten.

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10 Jahre iPhone, ja und?

Vor zehn Jahren, am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs im Moscone Center von San Francisco für Apple das erste iPhone. Ein Gerät mit dem telefoniert und Musik gehört, fotografiert und im Internet gesurft wird. Für mache war das revolutionär und für andere schon damals kalter Kaffee. So richtig neu war das nicht wirklich. Was viele jedoch unterschätzt haben war das Marketing von Apple. Das machte den wesentlichsten Unterschied.

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Michelle Obama: Ich hoffe, ich habe euch stolz gemacht

Michelle Obama gab am Freitag, den 6. Januar 2017 ihre letzte offizielle Rede im Weißen Haus. Es war eine emotionale Rede, in der sie ihren Unterstützern dankte und sagte, sie werde ihr Engagement für die Bildung fortsetzen. Es lohnt sich ein längerer Blick auf die Auftritte von Michelle Obama. Sie hat einen begeisternden emotionalen Redestil, der beim Publikum ankommt. Auch während des Wahlkampfs für Hillary Clinton erhielt sie dafür mehr positive Aufmerksamkeit als andere Redner.

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Was ändert sich mit Donald Trump?

Auch jenseits der US-Politik hat der Siegeszug von Donald Trump Konsequenzen. Schon der Umstand das er zum ernsthaften Kandidaten für die Präsidentschaft in den USA wurde irritiert hierzulande viele. Das kann einerseits an der Berichterstattung liegen, andererseits allerdings auch am Zeitgeist. Vor wenigen Jahren wäre eine solche Karriere noch undenkbar. Die Schamlosigkeit, mit der er Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Latinos und Andersdenkende in übelster Weise verunglimpfte, gab es selbst in der schillernden amerikanischen Politik meines Wissens bisher nicht. Seine Befürworter sagen, er rede Tacheles.

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Filterblase und Echokammereffekt

Wir bekommen im Internet (und auch außerhalb durch unsere Kontakte) eine spezielle Auswahl der Welt um uns herum präsentiert. Die Grundlage der Auswahl im Web liefern die mittlerweile umfangreichen Daten. Standort oder sogar Bewegungsmuster, soziale Daten und Vernetzungen, Likes, vergangene Suchen des Nutzers. Durch Cookies lassen sich die Auswertungsmöglichkeiten noch weiter vergrößern. Das Marketing hat dadurch heute ganz andere Spielräume der gezielten Ansprache. Personifizierung hat Vor- und Nachteile. Hinsichtlich des Datenschutzes können einem schon mal die Haare zu Berge stehen. Doch verzichten mag auch kaum jemand auf die Teilnahme. Das hat einen Preis!

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Die Grenzen der Sprache … 15 Tipps zur Pflege Ihres Wortschatzes

Für den Philosophen Ludwig Wittgenstein und viele seiner Kollegen war das Denken nicht nur untrennbar mit der Sprache verbunden, sondern das Denken ohne die entsprechende Sprache nicht vorstellbar. Im Alltag erleben wir es allerdings auch anders. Da können wir durchaus einige Lösungen ohne sprachliches Denken finden. Doch das hat seine Grenzen.

Um über komplexe Sachverhalte nachzudenken benötigen wir ein Wissen, das wir ohne die entsprechenden Worte nicht erlangen können. Wir brauchen eine geeignete Sprache, um unsere Gedanken zu ordnen. Die Grenzen der Sprache sind deshalb sowohl Grenzen der Ausdrucksfähigkeit und auch des Denkens. Fehlen uns die Worte, fehlt das Konzept. Können wir dann trotzdem über den Tellerrand schauen? Bemerken wir etwas für das wir keine Bezeichnung haben, das in unserer Vorstellung nicht vorgesehen ist, in gleichem Maße? Wie sollen wir etwas in Betracht ziehen, dass wir uns nicht vorstellen können? Wie sollen wir etwas vermitteln, dass wir nicht beschreiben können?

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Politische Rhetorik: Teilnehmen statt den Kopf in den Sand zu stecken

Nicht nur Demokratien, auch erfolgreiche Unternehmen leben von Menschen, die sich einbringen und gestalten, statt den Kopf in den Sand zu stecken. Letzteres Phänomen nimmt leider zu, und diejenigen, die sich äußern sind oft frustriert darüber, dass sie nicht gehört werden. Die Konsequenzen schaden nicht nur den Betroffenen, sondern uns allen. Wer meint nicht gehört zu werden, zieht sich entweder zurück oder wirft irgendwann Steine. Das zerstört, statt beizutragen und die Botschaft tritt in den Hintergrund. Wer sich für freie Meinungsäußerungen einsetzt, macht die Welt ein Stück besser, auch dann, wenn die Botschaften einem selbst nicht gefallen. Der Rahmen ist vorgegeben; Grundgesetz und andere anerkannte Grundlagen liefern Orientierung. Solange diese gemeinsame Basis respektiert wird, kann bei aller Bandbreite der Auslegung in Reden und Debatten darüber diskutiert werden. Außerhalb wird es etwas schwerer bis weitgehend unmöglich. Wer schon mit Fundamentalisten diskutieren wollte, kennt die Grenzen.

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Schützen Sie sich vor gefährlichem Publikum

So gerne ich die Löwen im Zoo beobachte, so dankbar bin ich demjenigen, der an den Graben zwischen mir und den gefräßigen Raubtieren gedacht hat. Ähnliches scheinen manche Redner zu denken, wenn sie sich hinter ihrem Rednerpult in Sicherheit bringen. Allerdings gibt es zwischen beiden Situationen gewisse Unterschiede.

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Hoch lebe das Flipchart: 46 Tipps zur erfolgreichen Nutzung

Das Bombardement mit elektronischen Präsentationsfolien hinterlässt Spuren beim Publikum. Nach ausgiebigen PowerPoint-Präsentationen ist es dankbar für etwas Abwechslung. Mein favorisiertes Medium ist dann das Flipchart. Es wird als Balsam für die Augen und die Seele erlebt. Ob als Alternative oder Ergänzung zu Powerpoint & Co.; Flipcharts machen die Aufnahme von Informationen leichter, besonders dann, wenn sie schrittweise entwickelt werden und das Publikum so daran teilnimmt. Das steht im Kontrast zu vorgefertigten und starren Bildschirmfolien, selbst wenn sie als XXL-Beamerpräsentation daherkommen. Gerade das verlockt dann manchen Redner ja auch dazu, sie mit noch mehr Informationen zu überfrachten.

Zugegeben; jedes Medium hat seine Eigenarten, die je nach Situation Stärken oder auch Schwächen sind. Doch der Einsatzbereich, in denen Flipcharts sehr wirksam sein können, ist groß. Es lohnt sich mit diesem Werkzeug vertraut zu sein. Nix oldschool, da staubt nichts!

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Keynotes sind mächtige Marketingwerkzeuge

Apple Keynotes werden mittlerweile von vielen Interessierten (sollte ich lieber Anhänger schreiben?) wie Blockbuster gefeiert. Die heutige Keynote von Adobe™ in San Diego zeigt, dass auch einige andere Unternehmen gelernt haben, das Keynotes sich lohnen.

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Fanatismus; der Zweck heiligt nicht die Mittel

Ein Fanatiker ist jemand, der oft mit hohen Werten startet, dann, im Eifer, die Bedeutung dieser Werte vergisst und dafür umso rücksichtsloser weiterkämpft. Umso vehementer wird mit Scheuklappen der eingeschlagene Weg beschritten mit der Überzeugung, der Zweck heilige jegliche Mittel. Dabei wird dann nicht nur respektlos immenser Schaden angerichtet, sondern werden auch oft noch die ursprünglich zu schützenden Werte in den Dreck gezogen.

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Gorillas und Gesichter die Geschichten erzählen

Heute ging es nach der Arbeit noch nach Kreuzberg ins Ratibor zu den Gorillas. Dieses Ensemble gehört für mich schon lange zu den besten Improschauspielern – und ich habe viele gesehen. Ich habe Glück mit der Besetzung; auf der Bühne Billa Christe und Barbara Klehr. Das sind Persönlichkeiten, denen nicht nur ihre Bühnenerfahrung anzusehen ist. Der dritte in der Runde ist Michael Wolf. Eine lebhafte Mimik haben alle drei, doch bei ihm spricht schon die Mimik, lange bevor er den Mund aufmacht. Ein Gesicht, das voller Geschichten steckt. Die Vorstellung ihn gegen einen aalglatten Seifenopernswchauspieler zu wechseln, würde das Erlebnis ruinieren. Würden die Schauspieler hier eine Botox-Flatrate bekommen, wäre das Program wohl bald uninteressant. Die Mimik würde einfach fehlen. Diese drei Improschauspieler können selbst Unfug so spielen, dass deren Persönlichkeit noch für Tiefgang sorgt. Viele starke Menschen hatten keine einfache Vergangenheit. Aalglatt ist möglicherweise niedlich, nur halt auch schnell langweilig.

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