Dankbarkeit macht glücklicher

Tagesmotto

 

Dankbarkeit

Der Mensch ist unglücklich,
weil er nicht weiß,
dass er glücklich ist.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Überblick

 

 

 

 

 

Wie wäre es mit Dankbarkeit?

 

Schriftsteller Douglas Adams war der Meinung „Uns fällt auf, was nicht funktioniert. Alles, was funktioniert, fällt uns nicht auf.“

Übersehen wir Menschen zu leicht, was wir haben? Oder ist es die ständige Unzufriedenheit, die uns antreibt? Ein Teilnehmer sagte einmal bei einem Workshop; „Dankbarkeit ist für den Arsch, Unzufriedenheit treibt die Menschen an!“.

Selbst, wenn etwas daran sein sollte, das Unzufriedenheit die Motivation für Veränderung liefert, genügt das nicht. Es mag für einen ersten Impuls gut sein, doch es macht nicht zufrieden. Bei einer alleinigen Motivation durch Unzufriedenheit darf es das ja auch nicht, der Antrieb wäre dahin.

Aus meiner Beobachtung sind dankbare Menschen glücklicher und auch erfolgreicher. Ich denke an die Positive Psychologie und vermute, dass dankbare Menschen auch gesünder sind. Gut zu wissen: Dankbarkeit hat einfach viele positive Nebenwirkungen.

Eine dankbare Grundhaltung hat eine angenehme positive Ausstrahlung zur Folge. Gelassen, geduldig und zufrieden. So eine Ausstrahlung ist anziehend und hat wünschenswerte Konsequenzen.

 

Unsere Wahrnehmung folgt den Themen, denen wir Aufmerksamkeit widmen. Schon aus der Gesamtheit der Sinneseindrücke können wir nur einen Bruchteil verarbeiten. Wer sich mit den Themen beschäftigt, die ihm guttun, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass davon mehr und mehr auftaucht. Weil es „Bestellungen beim Universum“ sind und Bärbel Mohr im Himmel einen Versandservice hat? Wer weiß! Sicher ist jedoch, dass unser Gehirn den Themen eine Priorität gibt, von denen es meint, sie wären für uns besonders wichtig. Dafür setzt es (das Unterbewusste, der unbewusste Verstand) sich dann ein und wir bekommen mehr Informationen und Angebot dafür. Klingt das gut?

 

 

 

Übungsempfehlung

 

Dankbarkeit lässt sich trainieren. Eine klassische Übung besteht darin, sich eine Liste mit Dingen und Themen zu machen, die das Gefühl von Dankbarkeit zutage bringen. Wir nehmen vieles als zu selbstverständlich und sich an diese wertvollen Ressourcen in Dankbarkeit zu erinnern tut gut.

Es lässt sich auch sehr gut ein Ritual daraus machen, zu bestimmten Zeiten zu reflektieren, was gerade mit Dankbarkeit bedacht werden will. Selbst Kleinvieh addiert sich! Die Partnerin beim Aufwachen, das Lachen mit unbekannten Menschen, der Sonnenschein auf dem Schreibtisch, der wohlriechende Kaffee, die Familie, der Spaziergang ins Büro, der Song im Radio, die Erinnerung an einen Urlaubstag, tun zu dürfen, was einem Freude macht,…

Typische Rückmeldungen nach solchen Übungen: Klienten fühlen sich nach eigener Aussage zufriedener, gelassener, lebendiger, lebenslustiger, optimistischer, kraftvoller, motivierter und kreativer.

 

 

 

 

Anmerkungen

 

Nein, ich züchte keine Einhörner und lebe auf keinem Ponyhof. Auch mein Leben hat so manchen Schatten gesehen und manches hat blaue Flecken hinterlassen. Wieso ich das schreibe? In keinem Leben ist nur Sonnenschein. Vielleicht ist genau das der Sinn des Lebens; zu lernen und zu wachsen. Und in einem guten Zustand können wir das Leben besser meistern, können die Welt viel leichter zu einem lebenswerten Ort machen. Möge jeder Mensch bei sich selbst beginnen.

 

 

 

P.S.

 

Wofür sind Sie dankbar? Wem gegenüber möchten Sie ihre Dankbarkeit auszudrücken?

4 Kommentare

  1. Wenn das Leben eine Bitch ist, wird es schwer.

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    • Gerade dann ist es gut sich auf die Ressourcen zu besinnen.

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  2. Dankbarkeit wird leider selten als solche betrachtet, sondern als Schwäche.

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  3. Interessanter Gedanke und ich habe keine Antwort.

    Antworten

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 14. März  2018
Überarbeitung: 28. März 2019
AN: #1310
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