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Fabel

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Fabel

Fabel

 

Der Begriff Fabel kommt aus dem Lateinischen und meint Erzählung beziehungsweise Geschichte. In Fabeln werden Geschichten erzählt, in denen meist Tiere vermenschlicht (menschengestaltig = anthropomorph) werden, also die Rollen von Menschen mit typischen Charaktereigenschaften einnehmen. So werden überwiegend moralische Themen verdeutlicht. Diese Form der Stellvertretung erlaubt eine freiere Sicht auf eigenes Verhalten, wo bei direkter Ansprache Widerstand wahrscheinlich wäre.

 

 

 

Wozu sind Fabeln gut?

 

Fabeln sind Geschichten, die oft von Tieren erzählen und eine moralische Lehre enthalten. Sie sind seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil der menschlichen Kultur und haben viele Funktionen:

 

 

1. Moralische Werte vermitteln

 

Fabeln enthalten oft eine moralische Lehre, die den Lesern wichtige Werte vermittelt, wie Ehrlichkeit, Mitgefühl, Tapferkeit, Gerechtigkeit und Fleiß. Die Tiere in den Fabeln dienen als Metaphern für menschliche Verhaltensweisen und Entscheidungen, die wir in unserem täglichen Leben treffen.

 

 

 

2. Unterhaltung

 

Fabeln sind oft humorvoll und unterhaltsam, was sie zu einer angenehmen Unterhaltung macht. Sie sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet und können auf verschiedene Weise interpretiert werden.

 

 

 

3. Kritisches Denken fördern

 

Fabeln fordern dazu auf, kritisch zu denken und zu analysieren, was die moralische Lehre ist und wie sie auf das wirkliche Leben angewendet werden kann. Dadurch werden wichtige kognitive Fähigkeiten wie Beobachtung, Analyse und Synthese gefördert.

 

 

 

4. Sprachkenntnisse verbessern

 

Fabeln sind oft gut formuliert und haben eine einfache, klare Sprache, die dazu beiträgt, die Sprachkenntnisse des Lesers zu verbessern. Kinder können auch neue Wörter und Ausdrücke lernen, während sie eine Fabel lesen oder hören.

 

 

 

Beispiele für Fabeln

 

Als bekanntester Fabeldichter gilt wohl Aesop. Es existieren jedoch auch zahlreiche weitere aktuelle Beispiele, wie „Die Farm der Tiere.“ von George Orwell.

Es folgen einige bekannte Beispiele für Fabeln:

 

 

 

1. „Der Fuchs und die Trauben“ von Äsop

 

Ein Fuchs versucht, an hängenden Trauben zu gelangen, aber als er es nicht schafft, sagt er sich selbst, dass sie wahrscheinlich sauer sind und er sie nicht wollte.
Moral: Wenn man etwas nicht erreichen kann, sollte man es nicht herunterspielen, um sich selbst zu trösten.

 

 

2. „Die Schildkröte und der Hase“ von Äsop

 

Eine Schildkröte und ein Hase beschließen, ein Rennen zu machen. Der Hase ist schnell, aber er wird arrogant und ruht sich aus, während die langsame, aber stetige Schildkröte das Rennen gewinnt.
Moral: Langsam und stetig gewinnt das Rennen.

 

 

 

3. „Der Wolf im Schafspelz“ von Äsop

 

Ein Wolf, der ein Schafspelz trägt, um sich als Schaf zu verkleiden, um näher an seine Beute zu kommen. Aber als er versucht, ein Schaf zu fangen, durchschauen die echten Schafe seine Tarnung und laufen weg.
Moral: Eine Tarnung oder ein Betrug kann nicht lange dauern, wenn man sich nicht verstellen kann.

 

 

4. „Die Stadtmaus und die Feldmaus“ von Äsop

 

Eine Stadtmaus lädt eine Feldmaus zu sich in die Stadt ein, um eine reichhaltige Mahlzeit zu genießen. Aber als sie von der Stadt-Katze angegriffen werden, flieht die Feldmaus zurück in ihr sicheres Feld.
Moral: Es ist besser, ein einfaches Leben in Sicherheit zu führen, als ein reiches Leben in Gefahr.

Diese Fabeln sind zeitlos und ihre Lehren gelten auch heute noch. 

P.S.

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 10. April 2024
AN: #23457
K: CNB
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