Minimum Viable Product

Glossar
Minimum Viable Product

Überblick

 

 

 

 

Minimum Viable Product

 

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Sokrates

 

Mit einem fertigen Produkt an den Markt zu gehen birgt Risiken, weil es mit Investitionen und Reputation verbunden ist. Bei allem berechtigten Optimismus basierend auf fundierten Vorbereitungen, beruhen viele Entscheidungen auf Annahmen und Mutmaßungen über den Markt.

Es ist toll, wenn ein Plan funktioniert, doch in der Praxis kommt es dann doch mitunter anders. Wird der Markt wie erwartet reagieren? Funktioniert das Produkt wie vorgesehen oder sehen die Nutzer das anders? Ist ein Produkt erst in der Massenfertigung erfordern selbst kleinere Änderungen oft großen Aufwand. Die Alternative bietet der testweise Einsatz eines Minimum Viable Product.

Ein Minimum Viable Product (MVP = minimal überlebensfähiges Produkt) ist ein funktionsfähiger Prototyp. Er hat genügend Eigenschaften, um ein Angebot, ob Produkt oder einen Dienstleistung, mit echten Nutzern zu testen und brauchbare Ergebnisse für die Weiterentwicklung einzuholen.

Im Betastadium minimiert ein Minimum Viable Product das mit hohen Kosten verbundene Risiko, ein voll ausgearbeitetes Angebot auf den Markt zu bringen, das so keine guten Chancen hat. Es lohnt sich auf die Wünsche der Nutzer zu achten.

Ein Minimum Viable Product ist oft nicht für jeden potenziellen Kunden geeignet, denn es kann meist nur für eine ganz bestimmte Zielgruppe wirklich gut funktionieren. Konzentrieren Sie sich deswegen auf die Wunschkunden, die den größten Bedarf an der Lösung haben und dafür bereit sind anfangs auch Einschränkungen beim Funktionsumfang oder dem Nutzerkomfort hinzunehmen.

P.S.

 

Ist es besser auf das fertige Endprodukt zu warten?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2013
Überarbeitung: 17. September 2019
Englische Version:
AN: #562
K: CNB
Ü: