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Shitstorm: Das Selfie von der Nashornjagd und das Internet

Gedanken zu alltäglichen Beobachtungen
Shitstorm: Das Selfie von der Nashornjagd

Shitstorm

 

Manche blöden Ideen sind so blöd …  Steine, billige Steine, Steine,… Wer heute einen Fehler nach einem Fehler macht, kann einen Shitstorm erleben.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Blöde Ideen und ein heftiger Shitstorm

 

Blöde Ideen können jeden infizieren. Doch manche sind so blöd, dass es ein Gebet wert ist, damit so ein Kelch an einem selbst vorbeigehen möge. Typisch an Schnapsideen ist, dass jeder geistig gesunde Zeitgenosse sie als solche identifizieren kann. Für manche Menschen, die ihren spontanen Eingebungen unreflektiert gefolgt sind, hoffe ich zumindest, dass sie es im Nachhinein erkennen. Wobei ich das Werfen von Steinen ebenfalls für eine miese Idee halte: Vorsicht Glashaus! Selbst Affen sollen schon vom Baum gefallen sein.

 

 

 

Auch Wohlwollen hat seine Grenzen

 

Bei allem Wohlwollen für die menschliche Sorglosigkeit: Bei manchen blöden Ideen fällt es mir allerdings schon sehr schwer, die positive Absicht zu erkennen. Bei anderen gelingt es mir nicht oder ich verzichte von vornherein darauf. Manches ist einfach zu widerwärtig und lässt an geistiger Gesundheit zweifeln.

 

 

 

Druck ablassen oder tatsächlich etwas verändern?

 

Und welche Sau treiben wir heute durch’s Dorf?

Schwarz-weiß ist meist Scheiß. Leider werden so manche anschließenden Steinigungen auch nicht gerade von differenzierten Gedanken begleitet. Im Gegenteil: Manche Reaktionen des Mob ähneln zu sehr den Taten der Bösewichte. Er begibt sich auf ein ähnlich niedriges Niveau. Wobei es vermutlich der angesammelte Frust bei manchen Themen ist, der sich in solchen Momenten ungehemmt Bahn bricht. Endlich jemand, der für die Ungerechtigkeiten der Welt zu belangen ist. Zahltag; eine greifbare Gelegenheit ist gekommen, der Antichrist offenbart sein Gesicht. Es ist Zeit ein Exempel zu statuieren! Steine, billige Steine, Steine …

Doch ob der Energieeinsatz hier am besten investiert ist, steht oft zu bezweifeln. Vielleicht schreckt es den einen oder anderen davon ab, der dunklen Seite der Macht zu folgen. Nur, um welchen Preis geschieht das, wenn dabei die eigene Unschuld verloren geht?

 

 

 

Vor der eigenen Tür beginnen

 

Es wäre ein riesiger Erfolg, wenn wir – jeder für sich – häufiger vor der eigenen Tür fegen würden. Die erleuchteten Zeitgenossen gehen über Wasser, die anderen quälen sich mit dem SUV hupend durch den Stau zur Umweltdemo. Ich gehe vor die Tür,…

… mein Besen wartet!

P.S.

 

Welche Erfahrung und Haltung haben Sie zum Thema Shitstorm?

8 Kommentare

  1. So mancher Shitstorm hat die Chance für die Zukunft etwas zu verändern.
    Wenn bescheuertes Verhalten mit dem Risiko verbunden ist dafür auch gerade stehen zu müssen, unterbleibt es vielleicht zukünftig.
    Allerdings scheint mir mancher Shitstorm auch ziemlich am Thema vorbei zu gehen.
    Es verlockt halt auch, sich auf diese Weise halbwegs anonym unfair anderen Menschen gegenüber zu verhalten.

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    • Ja, ich beobachte auch beide Richtungen.
      Und natürlich auch, was jene tun können, die übertriebenermaßen zum Gegenstand eines Shitstorm geworden sind.
      Das geschieht tatsächlich auch und ist fies, wenn es von außen inszeniert oder vollkommen übertrieben wurde.
      Nicht jeder, der auf einem Video ein kleines Markenlogo auf dem T-Shirt trägt, identifiziert sich mit dieser Marke oder verbrennt sie öffentlich, wenn diese in die Schlagzeilen wegen Kinderarbeit gekommen ist. Doch das kann negativ interpretiert werden und hohe Wellen schlagen.
      Nicht immer bekommen die richtigen Personen die Wut zu spüren.
      So ein Shitstorm kann auch gut zur Ablenkung eingesetzt werden.

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      • Das habe ich ich schon erlebt.

  2. Wie so oft sind seit letztem Donnerstagabend Donald Trump und das Weiße Haus Ziel eines Shitstorm.

    US-Präsident Trump hatte sich mit Senatoren getroffen, um das Thema Einwanderung zu besprechen, um Migranten aus Haiti und El Salvador und Visa für afrikanische Staaten ging es.

    Donald Trump soll sich dabei sehr verächtlich und beleidigend über bestimmte Länder geäußert haben, indem er sie „Drecksloch-Staaten“ nannte.
    Das berichteten die „Washington Post“ und weitere US-Medien.

    Donald Trump dementierte zwar die abfällige Ausdrucksweise, blieb dabei jedoch äußerst vage und unklar.
    So etwas befeuert einen Shitstorm zusätzlich.
    Ob berechtigt oder nicht; solche Äußerungen werden vervielfältigt.
    Immer wieder Diskussionen, ob Trump diesmal zu weit gegangen ist.
    Immer wieder geht er aus der Ansicht seiner Gegner noch ein Stück weiter über die Grenzen des guten Geschmacks, er lässt sie weit hinter sich.
    Reue zeigt der Präsident anschließend nie, Entschuldigungen spricht er nicht aus.
    Aus seiner Sicht gibt es dafür wohl auch keinen Grund.
    Dominieren für ihn daraus die Schäden oder die Vorteile bei seinen Befürwortern?

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    • Der hat es aber ich verdient!

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  3. Es regen sich zu oft die falschen Personen auf!

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2016
Überarbeitung: 10. April 2024
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