Gilt es als schick, einen Burnout zu haben?

Der Glaube an eine größere und bessere Zukunft ist einer der mächtigsten Feinde gegenwärtiger Freiheit. Aldous Huxley
Burnout

Foto von der Probe zum empfehlenswerten Musical Burnout von Sabine Haydn.

Burnout als Beweis für Einsatzbereitschaft

 

Einen Burnout zu haben gilt als Beweis Einsatz gezeigt zu haben. In Wahrheit ist ein Burnout ein Hinweis darauf, dass es höchste Zeit ist etwas zu verändern.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Wer hat behauptet Burnout ist gut für die Karriere?

 

Sie finden die Frage ist abwegig? Irgendwie schon! Nur, wie erklären sich die eigenartigen Beobachtungen in der Praxis?

Von den meisten psychischen Krankheiten distanzieren sich selbst Betroffene, als wenn es eine ansteckende Pilzinfektion oder Geschlechtskrankheit wäre. Eine Ausnahme ist ein Burnout bzw. Ausgebrannt-Sein. Das wird oft eher als Auszeichnung statt als Makel betrachtet und mitunter wie eine Trophäe präsentiert. Endlich ein Beweis dafür sich vorher mit aller Kraft engagiert zu haben. Alles geben, bis nichts mehr da ist! Jetzt wird es endlich die ersehnte Anerkennung geben. Ob das so clever ist?

So wie früher der Herzinfarkt, scheint heute der Burnout als eine Art Auszeichnung der Fleißigsten betrachtet zu werden. Das sind die Helden, die wie Bruce Willis in Die Hard alles gegeben haben. Für sie ist Aufopferungsbereitschaft keine leere Worthülse. Stress hat doch jeder, das zählt nicht. Da lebt jemand, was andere nur versprechen und dann nach der Arbeit ohne schlechtes Gewissen noch so viele noch Energie für die Freizeit mit nach Hause nehmen, diese Schummler!

So nicht. Alles geben, bis nichts mehr übrig ist; so geht das. Respekt!

So lässt sich danach auch eher eine wohlverdiente Auszeit ohne Gesichtsverlust ertragen. Es mag Teil des Zeitgeists sein, doch braucht ja nicht jeder Trend begrüßt zu werden, oder?

Und bevor ich böse Zuschriften erhalte; ja, Burnout ist ein ernstes Thema!

Weshalb es als schick gilt, einen Burnout zu haben

Anmerkung

 

Sicherheitshalber erwähnen ich, dass ich ein Burnout für eine sehr verzwickte, unangenehme Angelegenheit und ernst nehme. Worum es mir geht; wir müssen besser und früher auf uns acht geben. Viele Arbeitnehmer und Selbstständige warten viel zu lange, um sich Hilfe zu holen. Die ersten Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Besser frühzeitiger handeln anstatt verharmlosen. Stress durch den rastlosen Kampf mit der Zeit. Falscher Ehrgeiz kann einem teuer zu stehen kommen und es gibt dabei keine Gewinner. Die Dauer des Ausfalls ist oft lang und auch der Weg zurück ist oft sehr langwierig. Burnout ist ein Hinweis darauf, dass es höchste Zeit ist etwas zu verändern.

Auch wenn der Artikel darauf abzielt kritisch bzw. konstruktiv auf dieses Phänomen zu reagieren: Betroffene benötigen dringend kompetente Hilfe, um aus diesem Zustand herauszukommen. Der Druck des Burnouts lastet dabei so stark, dass Betroffene  glauben, sich diesem aus eigener Kraft nicht entziehen zu können. Hilfe zu suchen ist ein wichtiger Schritt. Doch danach muss sich etwas in der Praxis ändern bevor es sonst unverändert zurück ins Hamsterrad geht, sonst wird es wider besseres Wissen zum Teufelskreis. 

P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Burnout gemacht? Wird es verharmlost oder überbewertet?

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P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Burnout gemacht?

2 Kommentare

  1. Für das Musical Burnout von Sabine Haydn gab es gestern noch Karten für die Premiere im Admiralspalast am 9. Oktober 2015.

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Wer auf der Arbeit immer Vollgas gibt, hat irgendwann keinen Sprit mehr im Tank, um zuhause anzukommen. Karsten Noack

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2015
Überarbeitung: 21. September 2019
AN: #371
K:
Ü: BA