Handshake-Gates, nicht nur bei Donald Trump

Eine kleine Sammlung: Donald Trump & seine spezielle Handschütteltechnik
Handshake-Gates

Handshake-Gates

 

Das die bisherigen Handshake-Gates an die Tragweite der Watergate-Affäre heranreichen behauptet wohl kaum jemand. Doch gerade die eigenwilligen Begrüßungen des US-Präsidenten Donald Trump sind mittlerweile unter diesem Stichwort zu finden.

 

 

 

Eine kleine Sammlung: Donald Trump & seine Handschütteltechnik

 

Trump ist körpersprachlich nicht besonders talentiert. Das ist schon an seinen recht groben Bewegungsabläufen erkennbar. Eigentlich wird der Handschlag von Menschen seit vielen Generationen als Demonstration freundschaftlicher Absichten eingesetzt. Wer die Hand gibt, hat keine Waffe in der Hand, führt nichts im Schilde. Doch bei Trump wird der Handschlag selbst zur Waffe; eine archaisch-brachiale Machtdemonstration, wie man sie in dieser Ausprägung selbst von us-amerikanischen Präsidenten so noch nicht erlebt hat.

 

Beispiele:

  • Trump reicht dem japanischen Premierminister Shinzo Abe die Hand zunächst mit einer offenen Handfläche. Das ist erst einmal ein freundliches, einladendes Signal. Es sagt so viel wie; „Ich überlasse Ihnen die Oberhand“. Reingefallen! Dann schnellt er mit seiner Hand auf Shinzo Abe zu und macht die freundliche Geste gleich wieder zunichte. Trump zieht Abe zu sich. Trump ließ volle 19 Sekunden lang nicht los und tätschelte die rechte Hand seines sichtlich irritierten Gastes noch dazu mehrmals mit seiner linken. Zwischendurch zog er Abes Hand mehrfach ruckartig zu sich. Es müssen quälende Sekunden für den zurückhaltenden Japaner gewesen sein. Sobald Trump den Griff lockert, dreht sich Abe weg und vergrößert sofort den Abstand. Nur schnell weg aus dieser unangenehmen Situation. Wenn es schon nicht die körperliche Flucht ist, dann wenigstens mit den Augen zur Seite schauen und Blickkontakt mit jemand anderem finden. Ein typisches Verhalten, wenn wir uns unsicher fühlen.
  • Donald Trump verweigerte Angela Merkel einen Handschlag vor Pressevertretern
    Donald Trumps Handschläge sind schon so oft eigenartig, doch die Verweigerung eines Handschlags vor der Presse, heizte die Diskussion an. Machte er das bewusst? Manche Interpretationen dürften etwas über das Ziel hinausschießen.
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  • Beim Zusammentreffen mit dem Staatspräsidenten von China Xi Jinping brachte Trump ihn beim Händeschütteln aus dem Gleichgewicht.
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  • Duell mit Emmanuel Macron
    Der französische Präsident Emmanuel Macron revanchierte sich bei Trump vor dem Nato-Gipfel in Brüssel, indem er ebenfalls fest dessen Hände schüttelte. Macron hielt dabei die Hand von Trump einige Sekunden länger fest. Dabei schienen beide die Zähne zusammenzubeißen, da ihre Kiefermuskeln deutlich zu sehen waren.
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Kein neues Phänomen

 

Kontroverse Meinungen zu Begrüßungen in der Öffentlichkeit sind kein neues Phänomen. Hier wird immer wieder über die Bedeutung und Absichten spekuliert.

So manches Missverständnis resultiert aus kulturellen Unterschieden. Wobei es auch eine Frage des Respekts ist, sich frühzeitig über solche Besonderheiten zu informieren.

Als Microsoft-Gründer Bill Gates der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye die Hand schüttelte, behielt er die andere Hand in der Hosentasche. Daraufhin fragte die Presse, ob es sich um eine respektlose Geste oder um eine unbedachte Form der Lockerheit handelt. In Südkorea hat er damit jedenfalls einer Menge Menschen vor den Kopf gestoßen. Auch hier gilt die alte Regel der Kommunikation: Die Empfänger entscheiden über die Bedeutung einer Botschaft. Umso mehr lohnt sich eine gute Vorbereitung auf der Basis bewusster Entscheidungen.

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