Die eigene Perspektive und der Zweck, der angeblich die Mittel heilen soll

Tagesmotto*
Singletasking
Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

Egoismus und der Zweck, der die Mittel heilen soll

 

Es ist naheliegend, die eigenen Bedürfnisse über die anderer Menschen zu stellen. Es macht es allerdings nicht richtiger, wenn einem das eigene Hemd näher ist als …

Video

https://youtu.be/vamN4YakeG4

Es war einmal und geschieht immer wieder…

 

Eine Demonstration auf dem Berliner Wittenbergplatz schafft es derartig kraftvolle Lautsprecher an ihr Maximum zu bringen, dass es noch einige Straßen weiter, trotz Bebauung dazwischen, schmerzhaft zu spüren ist. Darauf angesprochen, was hinter dieser Maßnahme steht, antwortet jemand, der wohl zu den Organisatoren gehört. Es handele sich um eine Maßnahme, mit der gezeigt werden soll, unter was für Umständen die Menschen in der Nähe des neuen Flughafens Berlin irgendwann zu leiden haben werden. Er ergänzt mit hörbarer Schärfe; „Sie werden wohl Verständnis dafür haben, dass so etwas schmerzhaft vermittelt werden muss.“ 

Auf meine Frage, wie er es finden würde in der Nähe zu wohnen und jeden Tag mehrmals dererlei ungesunden Lärm und Einschränkungen zu erleben, antwortet er: „Sie müssen hier ja nicht wohnen!“. 

Damit kein Missverständnis aufkommt, erwähne ich hier schnellstens, dass ich auch die Anliegen der Menschen rund um den irgendwann öffnenden Flughafen in der Nähe Berlins ernst nehme. Doch die Ignoranz und die Überzeugung „Der Zweck heiligt die Mittel!“ halte ich für bedenklich. Wobei…

 

 

 

Asche über mein Haupt

 

So richtig frei von dererlei Unverständnis ist wohl kaum jemand. Viele Menschen genießen es im Sommer die begehrten Terrassenplätze in Bars und Restaurants zu nutzen. Das geht oft bis tief in die Nacht hinein. Wie es den Menschen in der Umgebung dabei geht, entgeht vielen Gästen. Und ich könnte eine lange Liste mit weiteren Beispielen aufzählen, die verdeutlicht das es zahlreiche Situationen im Leben der meisten Menschen gibt, in denen wir möglicherweise unsere persönlichen Interesse derartig über die anderer Menschen stellen, so dass wir dabei Werte verletzen.

 

 

 

Ja, und?

 

Im Grunde sollte es ganz einfach sein; wir bräuchten uns alle nur wenigstens an die geltenden Gesetze halten und uns die Frage stellen, wie es uns selbst dabei gehen würde, wenn jemand das mit uns machen würde. Wie lautet noch das Sprichwort? Was du nicht willst das man dir tu‘ das füge auch keinem anderen zu. Und wer jetzt meint, mein Appell würde in die Richtung gehen besser leise zu sein und sich nirgendwo einzumischen, der unterschätzt möglicherweise die respektvollen Möglichkeiten sich für eine bessere Welt einzusetzen.

Umso weniger Menschen die Grenzen unnötig überschreiten, desto leichter ist es großzügig über Dinge hinweg zu sehen. Umso leichter gestalten wir eine Welt in der sich alle Menschen wohl fühlen.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Tagesmotto? Wie gehen wir heute mit unserer Verantwortung um? 

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Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. März 2020
Überarbeitung: 31. Januar 2021
AN: #871
K: CNC
Ü: