Gewünschte Veränderungen beginnen bei uns selbst
Impulse für Führungskräfte, die wirklich etwas bewegen wollen
Veränderung beginnt bei dir
Was du beeinflussen kannst, wenn du dir Veränderung wünschst
Es gibt Situationen, in denen wir uns dringend Veränderung wünschen.
Der Kollege sollte sich anders verhalten.
Die Führungskraft endlich zuhören.
Der Partner etwas verstehen.
Das Team Verantwortung übernehmen.
Die Organisation beweglicher werden.
Die anderen müssten doch nur …
Und manchmal stimmt das sogar.
Andere Menschen könnten sehr viel beitragen.
Trotzdem bleibt eine entscheidende Frage:
Was davon kannst du tatsächlich beeinflussen?
Hier beginnt Selbstführung.
Weniger mit Selbstbeschuldigung.
Mehr mit der Bereitschaft, den eigenen Handlungsspielraum zu erkennen.
Veränderung beginnt weniger mit Schuld
„Fang bei dir selbst an“ kann schnell so klingen, als seist du für alles verantwortlich.
Das bist du weniger.
Andere Menschen tragen Verantwortung für ihr Verhalten.
Organisationen für ihre Strukturen.
Führungskräfte für ihre Entscheidungen.
Und manche Situationen lassen sich durch dein Verhalten allein kaum lösen.
Selbstverantwortung bedeutet etwas anderes:
Ich unterscheide zwischen dem, was außerhalb meiner Kontrolle liegt, und dem, worauf ich Einfluss habe.
Genau dort investiere ich meine Energie.
Der eigene Anteil ist der interessanteste
Warum?
Weil du ihn verändern kannst.
Du kannst weniger bestimmen, ob dein Gegenüber:
einsichtig wird,
freundlich reagiert,
Verantwortung übernimmt,
oder deine Entscheidung begrüßt.
Du kannst beeinflussen:
wie klar du sprichst,
welche Grenze du setzt,
welche Entscheidung du triffst,
wie lange du dich auf eine Diskussion einlässt,
welche Erwartungen du überprüfst,
und welche Konsequenz du ziehst.
Der eigene Anteil ist weniger automatisch der größte. Er ist derjenige, mit dem du unmittelbar arbeiten kannst.
Selbstführung beginnt mit Beobachtung
Viele Reaktionen laufen automatisch.
Jemand kritisiert dich.
Du rechtfertigst dich.
Jemand wird laut.
Du wirst ebenfalls lauter.
Jemand zieht sich zurück.
Du versuchst, die Verbindung sofort wiederherzustellen.
Jemand erwartet etwas.
Du sagst zu, obwohl du eigentlich Nein meinst.
Der erste Schritt besteht weniger darin, sofort alles anders zu machen.
Zunächst:
Bemerken.
Was geschieht in mir?
Was tue ich automatisch?
Welche Wirkung hat das?
Und:
Welche andere Möglichkeit hätte ich?
Zwischen Reiz und Reaktion entsteht Freiheit
Eine der wertvollsten Fähigkeiten besteht darin, einen kleinen Raum zwischen Ereignis und Reaktion zu schaffen.
Manchmal sind es wenige Sekunden.
Ein Atemzug.
Eine Rückfrage.
Eine Pause.
Ein Satz wie:
„Darüber möchte ich kurz nachdenken.“
Diese kleine Unterbrechung kann verhindern, dass ein altes Muster automatisch die Führung übernimmt.
Du brauchst weniger eine neue Persönlichkeit
Veränderung wird schnell zu groß gedacht.
„Ich müsste selbstbewusster werden.“
„Ich müsste vollkommen gelassen sein.“
„Ich müsste endlich lernen, mich durchzusetzen.“
Das klingt nach einem Persönlichkeitsumbau.
Oft ist der nächste sinnvolle Schritt viel kleiner.
Zum Beispiel:
eine Antwort weniger rechtfertigen.
eine Frage mehr stellen.
fünf Sekunden länger zuhören.
eine Grenze einmal früher aussprechen.
eine Entscheidung weniger sofort treffen.
Kleine Veränderungen können die Dynamik eines ganzen Gesprächs verändern.
Was du vorlebst, wirkt
Besonders deutlich wird das in Führung.
Eine Führungskraft kann Offenheit verlangen und gleichzeitig auf Kritik defensiv reagieren.
Eigenverantwortung fordern und jede Entscheidung kontrollieren.
Ruhe erwarten und selbst permanent Druck erzeugen.
Menschen orientieren sich weniger ausschließlich an dem, was gesagt wird.
Sie beobachten:
Was geschieht tatsächlich?
Deshalb ist das eigene Verhalten ein wichtiges Führungsinstrument.
Führung beginnt mit Selbstführung
Wer andere Menschen führen möchte, braucht Zugang zur eigenen Handlungsfähigkeit.
Gerade unter Druck.
Wie reagierst du bei Unsicherheit?
Bei Widerstand?
Bei Kritik?
Bei Konflikten?
Bei Fehlern?
Bei Entscheidungen mit hoher Tragweite?
Selbstführung bedeutet weniger, immer ruhig oder vollkommen souverän zu sein.
Es bedeutet:
den eigenen Zustand wahrnehmen und trotzdem möglichst bewusst handeln können.
Veränderung braucht mehr als Einsicht
Vielleicht weißt du längst:
Ich sollte klarer Grenzen setzen.
Ich sollte früher sprechen.
Ich sollte weniger erklären.
Ich sollte Entscheidungen konsequenter treffen.
Und trotzdem geschieht im entscheidenden Moment wieder das alte Verhalten.
Das ist wenig überraschend.
Erkenntnis allein verändert Gewohnheiten selten vollständig.
Veränderung braucht:
Beobachtung.
Übung.
neue Erfahrungen.
Wiederholung.
und häufig einen konkreten Anlass, an dem du das neue Verhalten tatsächlich ausprobierst.
Beginne klein genug
Eine Veränderung scheitert häufig weniger am fehlenden Willen als an ihrer Größe.
Statt:
„Ab jetzt lasse ich mir nichts mehr gefallen.“
konkreter:
„Beim nächsten Gespräch werde ich diesen einen Punkt klar ansprechen.“
Statt:
„Ich werde ein völlig anderer Chef.“
konkreter:
„In der nächsten Besprechung frage ich zuerst nach den Einschätzungen meines Teams.“
Verhalten lässt sich leichter verändern als ein abstraktes Selbstbild.
Drei Fragen für mehr Selbstführung
Wenn du eine Situation verändern möchtest, helfen drei Fragen:
1. Was geschieht gerade?
So konkret wie möglich.
2. Was davon liegt in meinem Einflussbereich?
Weniger Wunschdenken. Mehr tatsächlicher Handlungsspielraum.
3. Was wäre mein nächster sinnvoller Schritt?
Weniger der perfekte Endzustand.
Der nächste Schritt.
Der Einfluss-Kompass
Ich finde vier Bereiche besonders hilfreich:
Direkt beeinflussbar
Deine Worte.
Deine Entscheidungen.
Deine Grenzen.
Deine Vorbereitung.
Deine Reaktion.
Indirekt beeinflussbar
Gesprächsklima.
Zusammenarbeit.
Vertrauen.
Motivation anderer.
Verhandelbar
Zuständigkeiten.
Prioritäten.
Ressourcen.
Vereinbarungen.
Außerhalb deiner Kontrolle
Entscheidungen anderer.
deren Persönlichkeit.
deren Zustimmung.
Vergangenheit.
Je klarer du diese Bereiche trennst, desto gezielter kannst du deine Energie einsetzen.
Selbstveränderung bedeutet weniger Anpassung
Es gibt einen wichtigen Unterschied.
Sich selbst zu verändern bedeutet weniger:
noch verständnisvoller werden.
noch mehr aushalten.
noch flexibler sein.
noch besser funktionieren.
Manchmal besteht die sinnvollste Veränderung gerade darin:
klarer Nein zu sagen.
weniger Verantwortung für andere zu übernehmen.
einen Konflikt anzusprechen.
eine Situation zu verlassen.
oder eine Entscheidung zu treffen, die anderen weniger gefällt.
Selbstentwicklung kann auch bedeuten, weniger angepasst zu werden.
Manche Situationen brauchen weniger Selbstoptimierung
Das ist mir besonders wichtig.
Wenn du in einer dauerhaft unfairen, manipulativen oder entwürdigenden Situation steckst, lautet die Lösung weniger:
„Wie kann ich mich noch besser darauf einstellen?“
Dann kann die entscheidende Veränderung heißen:
Grenzen setzen.
Unterstützung holen.
Rahmenbedingungen verändern.
Distanz schaffen.
oder gehen.
Selbstverantwortung bedeutet weniger, die Verantwortung anderer Menschen zu übernehmen.
Veränderung und Geduld
Neue Verhaltensweisen fühlen sich anfangs häufig ungewohnt an.
Ein klares Nein kann sich hart anfühlen.
Eine Pause unsicher.
Weniger Rechtfertigung unhöflich.
Ein neues Führungsverhalten künstlich.
Das bedeutet weniger automatisch, dass es falsch ist.
Ungewohnt und falsch sind zwei unterschiedliche Dinge.
Gib neuen Möglichkeiten genügend Gelegenheit, vertrauter zu werden.
Woran erkennst du Fortschritt?
Weniger daran, dass jede Situation plötzlich leicht wird.
Vielleicht bemerkst du:
Du erkennst ein Muster früher.
Du reagierst weniger automatisch.
Du brauchst kürzer, um dich wieder zu sammeln.
Du sprichst eine Grenze früher aus.
Du grübelst nach einem Gespräch weniger lange.
Du kannst einen Fehler eingestehen, ohne dich selbst abzuwerten.
Du triffst Entscheidungen klarer.
Das sind echte Veränderungen.
Veränderung beginnt bei dir – und endet weniger dort
Der eigene Anteil ist ein guter Ausgangspunkt.
Danach kann es um mehr gehen.
Ein Gespräch.
Eine neue Vereinbarung.
Andere Strukturen.
Eine Entscheidung.
Eine Trennung.
Ein neues Team.
Ein neuer beruflicher Weg.
Selbstführung bedeutet weniger Rückzug ins Private.
Sie schafft die Grundlage dafür, im Außen bewusster zu handeln.
Unterstützung bei wichtigen Veränderungen
Manche Veränderungen lassen sich allein gut gestalten.
Andere werden leichter, wenn eine unabhängige Perspektive hinzukommt.
Gerade wenn viel auf dem Spiel steht, können wir gemeinsam klären:
Was geschieht tatsächlich?
Was möchtest du verändern?
Was liegt in deinem Einflussbereich?
Welche Muster wiederholen sich?
Welche Optionen hast du?
Und welcher nächste Schritt passt zu dir?
→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen und Veränderungen
Noch ein Gedanke
Wir wünschen uns verständlicherweise, dass andere Menschen sich verändern.
Manchmal tun sie es.
Manchmal weniger.
Deine Handlungsfähigkeit sollte weniger davon abhängen.
Eine stärkere Frage lautet:
Was kann ich heute tun, damit ich meinem eigenen Anspruch ein Stück näher komme?
Vielleicht verändert sich dadurch auch dein Umfeld.
Vielleicht verändert sich vor allem deine Position darin.
Beides kann viel bewirken.
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Kontaktformular
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. Februar 2007
Überarbeitung: 2. August 2020
AN: #565
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