Führungskraft können Mitarbeitenden mit Feedback Schmerzen verursachen
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Führungskraft können Mitarbeitenden mit Feedback Schmerzen verursachen
Führungskräfte können Mitarbeitende motivieren oder …
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Führungskraft können Mitarbeitenden mit Feedback Schmerzen verursachen
Wenn deine Mitarbeitenden einen unüberlegten Fehler machen, gibst du ihnen dann einen ordentlichen Schlag auf den Kopf, um ihnen zu zeigen, dass sie einen Fehler gemacht haben?
Nein, das tust du natürlich nicht. Wenn du eine gute Führungskraft bist, dann bist du zwar manchmal in Versuchung, ihnen einen Tritt in den Hintern zu verpassen, doch stattdessen gibst du ihnen Feedback oder Hilfestellung, richtig?
Ein Tritt in den Hintern tut weh, auch in verbaler Form. Und natürlich ist das keine Option. Und wusstest du, dass Feedback auch Schmerzen verursachen kann?
Das Gehirn empfindet „sozialen Schmerz“ auf genau dieselbe Weise wie körperlichen Schmerz.
Nehmen wir das Beispiel, einem Mitarbeitenden Feedback zu geben. Wenn der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin das Feedback als unfair empfindet, kann es sein, dass er oder sie einen „sozialen Schmerz“ empfindet. Wenn eine Person ein als ungerecht empfundenes Feedback erhält, kommt es zu einer biologischen Reaktion – erhöhter Herzschlag, Schweißausbrüche und so weiter. Auch wenn kein körperlicher Eingriff stattgefunden hat, empfängt das Gehirn dennoch Signale, die sagen: „Autsch!“
Bedeutet das, dass du es grundsätzlich vermeiden solltest, Feedback zu geben, weil du sie verletzen könntest?
Ganz und gar nicht! Diese Information ist für Führungskräfte hilfreich, denn sie können auf Anzeichen von Verärgerung bei ihren Mitarbeitern achten und das Gespräch steuern. Es ist wichtig, dass wir auch darüber reden.
Außerdem sind Führungskräfte in der Regel ehrgeizige, zielorientierte Menschen. Höchstwahrscheinlich haben sie sich keine Gedanken über die Biologie der Gehirne ihrer Mitarbeiter/innen gemacht. Menschen, die ihre ganze Karriere damit verbracht haben, sich auf Ziele zu konzentrieren, haben es vielleicht versäumt, ihre menschlichen Fähigkeiten zu entwickeln.
Es ist leicht, die Reaktion eines Mitarbeitenden auf Feedback als zu emotional oder defensiv abzustempeln. Dadurch werden Empfänger von Feedbacks in ein negatives Licht gerückt. Wenn Führungskräfte das, was sie sehen, stattdessen als normale biologische Reaktion betrachten, können sie auf visuelle Anzeichen achten, die ihnen helfen, ihre Botschaft zu modulieren. Auf diese Weise können sie dem Zweck des Feedbacks treu bleiben, der darin besteht, Mitarbeitenden die Chance zu geben, aus Fehler zu lernen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. März 2018
Überarbeitung: 19. Mai 2023
AN: #533









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