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Agitationsrede

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Agitator ist ein Politiker, der die Obstbäume seines Nachbars schüttelt, um die Würmer umzuquartieren. Ambrose Bierce

Agitationsrede

 

Oscar Wilde meinte; Agitatoren sind Störenfriede, die eine zufriedene Bevölkerung zur Unzufriedenheit aufstacheln. Deshalb sind Agitatoren notwendig.

Eine Agitationsrede ist eine Art von Rede, die darauf abzielt, das Publikum zu einer bestimmten Handlung oder Haltung zu bewegen, indem sie Emotionen wie Wut, Angst oder Entrüstung weckt. Agitationsreden werden häufig in politischen Kampagnen oder bei gesellschaftlichen Protesten eingesetzt, um Menschen dazu zu bewegen, sich für oder gegen eine bestimmte Sache einzusetzen oder sich zu engagieren.

 

 

 

Wozu eine Agitationsrede?

 

Agitationsreden können auch dazu beitragen, das Bewusstsein für bestimmte Themen oder Probleme zu schärfen und das Publikum zu einer kollektiven Handlung zu bewegen. Sie können jedoch auch polarisierend wirken und dazu beitragen, dass sich die Menschen von anderen Meinungen abwenden oder sich in Gruppen aufteilen.

 

 

 

Was gehört zu einer Agitationsrede?

 

Die Agitationsrede, auch Kampfrede genannt, ist aggressiv, destruktiv und zielt darauf ab anzugreifen, zu beschädigen oder zerstören. Um ihre größtmögliche Wirkung zu entfalten, wird sie systemisch aufgebaut und gipfelt in einer dramatischen Handlungsaufforderung. Agitatoren wenden sich an ein möglichst großes Publikum, mit möglichst wenigen Punkten, um nicht zu verwirren, sondern anzustacheln.

Es ist wichtig, bei der Erstellung einer Agitationsrede sorgfältig zu überlegen, welche Art von Emotionen geweckt werden sollen und wie die Rede dazu beitragen kann, das Publikum zu einer positiven Handlung oder Haltung zu bewegen.

 

 

 

Wie wird eine Agitationsrede aufgebaut?

 

Es ist wichtig, dass die Agitationsrede gut strukturiert ist und sorgfältig darauf abgestimmt ist, welche Emotionen beim Publikum geweckt werden sollen und wie das Publikum dazu bewegt werden soll, sich zu engagieren. Eine Agitationsrede wird so aufgebaut, dass sie das Publikum emotional anspricht und es dazu bewegt, sich für oder gegen eine bestimmte Sache einzusetzen oder sich zu engagieren. Der Aufbau einer Agitationsrede könnte folgendermaßen aussehen:

 

 

 

1. Einleitung

 

Die Einleitung dient dazu, das Interesse des Publikums zu wecken und es für das Thema zu sensibilisieren.

 

 

 

2. Hauptteil

 

Im Hauptteil werden die Fakten und Argumente präsentiert, die das Publikum dazu bewegen sollen, sich für oder gegen die Sache einzusetzen. Dieser Teil sollte sorgfältig darauf abgestimmt sein, welche Emotionen beim Publikum geweckt werden sollen und wie das Publikum dazu bewegt werden soll, sich zu engagieren.

 

 

 

3. Schlussteil

 

Der Schlussteil fasst die wichtigsten Argumente zusammen und ruft das Publikum dazu auf, sich für oder gegen die Sache einzusetzen. Er sollte emotional aufgeladen sein und das Publikum dazu anspornen, die Sache zu unterstützen.

 

 

 

Abgrenzung der Agitation zur Propaganda

 

Während der Begriff Propaganda meist von einem größeren Apparat für etwas verwendet wird, richtet sich die Agitation gegen etwas, beispielsweise tatsächliche oder vermeintliche Missstände. Beide heute negativ belegten Begriffe wurden früher durchaus auch positiv verwendet.

P.S.​

 

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 6. November 2022
AN: #23457
K: CNB
Ü:

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