Aktives Zuhören: 13 Tipps für das aktive Zuhören

Es lohnt sich, Gesprächspartnern die verdiente Aufmerksamkeit zu widmen

Aktives Zuhören

Aktives Zuhören

 

Die meisten Menschen schätzen einen guten Zuhörer, doch die meisten reden selbst lieber, als zuzuhören. Aktives Zuhören ist leicht, der Artikel verrät, wie es geht.

Überblick

Mehr zu hören, als zu reden – solches lehrt uns die Natur:
Sie versah uns mit zwei Ohren, doch mit einer Zunge nur.

Gottfried Keller

Aktives Zuhören

 

Die meisten Menschen schätzen einen guten Zuhörer. Doch im Zweifelsfall reden die meisten lieber selbst, als zuzuhören. Es ist wohl nicht so einfach, wie es erscheint, mit dem Zuhören. Doch es lohnt sich, Gesprächspartnern die verdiente Aufmerksamkeit zu widmen.

Aktives Zuhören macht niemanden zum sozialen Mauerblümchen, das geduldig endlosen Ausführungen folgt, ohne selbst jemals zu Wort zu kommen. Aktives Zuhören trägt dazu bei, dass sich die Kommunikation insgesamt verbessert und dadurch auch die eigenen Botschaften Gehör finden. Denn gutes Zuhören ist der beste Weg, um Vertrauen und Sympathien zu gewinnen und um Beziehungen aufzubauen.

 

 

 

13 Tipps für das aktive Zuhören

 

 

1. Zustandsmanagement

 

Ist der Gemütszustand zu aufgewühlt, wird das mit dem Zuhören nichts. Der Tunnelblick macht auch vor anderen Sinnen keinen Halt. Also, erst einmal für den entsprechenden Zustand sorgen.

 

 

 

2. Zwischen den Zeilen lesen

 

Ein großer Teil der Kommunikation erfolgt nonverbal. Behalten Sie die Körpersprache Ihres Gesprächspartners im Auge. Während Sie zuhören benötigt Ihr Gehirn nur einen kleinen Anteil seiner Kapazität. Der Rest ist frei, um eine Antwort zu formulieren und besser zuzuhören.

 

 

 

3. Auf die eigene Körpersprache achten

 

Gerade weniger gute und ungeduldige Zuhörer sind oft zu sehr damit beschäftigt, zu sprechen. Und dann geschieht es leicht, dass die Körpersprache etwas anders mitteilt, als beabsichtigt wird. Da wird unruhig auf dem Stuhl hin und her gerutscht, Arme oder Beine verschränkt, geräuspert. Gerade die Signale für Ungeduld fordern nicht gerade zum Weiterreden auf, sondern unterbrechen sonst stattfindende Gedankengänge.

 

 

 

4. Ablenkungen vermeiden

 

Es hilft das Smartphone beiseitezulegen, es ruhig mal auszuschalten, um ganz bei der Sache zu sein. Auch durch die Wahl einer geeigneten Umgebung fällt es allen beteiligten Personen leichter sich zu konzentrieren.

 

 

 

5. Niemals unterbrechen

 

Das Unterbrechen des Gesprächspartners oder gar das Vervollständigen seiner Sätze ist respektlos.

 

 

 

6. Stellen Sie Fragen

 

Nicht nur um zu überprüfen, ob man wirklich alles richtig verstanden hat, ist es sinnvoll, reflektierende Fragen zu stellen. Fragen zu stellen hilft dem Redenden auch, weitere Gedanken als Antworten zu formulieren. Daher lohnt es sich, zwischendurch Fragen zu stellen.

 

 

 

7. Körpersprache beachten

 

Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Gegenübers. Registrieren Sie Mikrogesten oder andere Hinweise wie nervöses Fußwippen unter dem Tisch. In manchen Situationen können Sie sogar auf Ihre Beobachtungen eingehen. Wenn Sie das behutsam tun, öffnet sich der Gesprächspartner eher, denn er fühlt sich ernst genommen und Sie genießen mehr Vertrauen.

 

 

 

8. Blickkontakt halten

 

Mit Ihrem Blickkontakt signalisieren Sie Interesse und das Sie bei der Sache sind.

 

 

 

9. Rechtfertigung vermeiden

 

Auch erfahrene Zuhörer laufen Gefahr abzuschalten, sobald ihre eigenen Ideen und Überzeugungen infrage gestellt oder kritisiert werden. Wer in dieser Situation die Arme verschränkt und rechtfertigende Antworten formuliert, anstatt zuzuhören, verpasst Informationen, Einsicht und die Chance, entstehende Konflikte zu entschärfen.

 

 

 

10. Umformulieren

 

Die elegante Paraphrasierung einer Situation bietet sich an, wenn es darum geht, Probleme zu lösen oder Pläne zu schmieden. Schätzen Sie ab was Ihr Gesprächspartner denkt oder fühlt und fassen Sie kurz zusammen, was bereits gesagt wurde. Legen Sie Empathie an den Tag.

 

 

 

11. Pausen machen

 

Machen Sie Pausen. Beispielsweise, um das Gesagte zu verdauen und darüber nachzudenken. Sie wirken so überlegter und geben später umso bessere Antworten.

Wer eine kurze Pause vor Antworten macht, erleichtert es dem Gesprächspartner auch seiner Aussage etwas hinzuzufügen. Zählen Sie vor jeder Antwort im Kopf bis vier, bis Sie die Pausen automatisch einhalten.

 

 

 

12. Ersparen Sie sich Belehrungen

 

Ein guter Zuhörer ist an langfristigen und tragfähigen Lösungen interessiert, statt an schnellen Effekten, die dem eigenen Ego schmeicheln. Ersparen Sie sich Ratschläge, vor allem ungebetene. Alles andere wirkt latent aufdringlich und besserwisserisch.

 

 

 

13. Schweigen

 

Hören Sie länger zu als Sie reden. Menschen, die das praktizieren, werden als intelligenter und sympathischer wahrgenommen.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Umfrageergebnisse

 

a. Gute Zuhörer schätze ich sehr.

%

Stimmt!

%

Stimmt nicht!

Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n=934)

b. Wie gut können die meisten Menschen zuhören?

%

Schlecht

%

Ausreichend

%

Gut

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 997)

Antworten auf häufige Fragen

Weshalb ist aktives Zuhören wichtig?

In der Kommunikation ist aktives Zuhören wichtig, denn es sorgt dafür, dass Sie sich mit Ihrem Gesprächspartner auf positive Weise auseinandersetzen. Außerdem gibt es der anderen Person das Gefühl, gehört und wertgeschätzt zu werden. Diese Fähigkeit ist die Grundlage für ein erfolgreiches Gespräch in jedem Umfeld, ob am Arbeitsplatz, zu Hause oder in sozialen Situationen.

Was ist aktives Zuhören?

Aktives Zuhören bedeutet, wie der Name schon sagt, eine aktive Zuwendung. Das bedeutet, sich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was gesagt wird, und nicht nur passiv die akustische Botschaft des Sprechers zu hören. Das erfordert, mit allen Sinnen aufmerksam zu sein, sich voll auf den Sprecher zu konzentrieren, aktiv verbale und nonverbale Zeichen des Zuhörens zu zeigen.

Wie kann ich meine Fähigkeit zum aktiven Zuhören verbessern?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihr aktives Zuhören zu verbessern. In Coachings, Trainings und alltäglichen Situationen können Sie üben.

Was ist der Zweck des aktiven Zuhörens?

Aktives Zuhören hilft, Vertrauen aufzubauen und die Situationen und Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Das wiederum befähigt dazu, Unterstützung und Einfühlungsvermögen anzubieten. Anders als beim kritischen Zuhören geht es beim aktiven Zuhören darum, zu verstehen und nicht zu antworten. Das Ziel ist, dass die andere Person gehört und bestätigt wird und dass sie inspiriert wird, ihre Probleme zu lösen.

P.S.

 

Sind gute Zuhörer in Gesprächen die Regel oder eher die Ausnahme? Was meinen Sie?

2 Kommentare

  1. Die wenigsten Menschen hören gut zu.

    Antworten
  2. Damit ist nicht das aktive Zuhören nach Carl Rogers gemeint, oder?

    Antworten

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Februar 2016
Überarbeitung: 6. März 2019
AN: #43363
Ü:
K
Englische Version: https://www.karstennoack.com/are-you-a-good-listener/