16 Tipps: So werden Ihre Besprechungen besser, denn sonst sind die Kekse das Beste
Mit weniger Aufwand in Meetings mehr erreichen
Besprechungen
Als wenn es Meilengutschriften auf Besprechungsstunden geben würde, jagt eine die andere, sie saugen dem Tag die Kraft aus. Manche Besprechung kommen einem länger vor als der letzte Winter. Tipps für bessere Besprechungen.
Überblick
Viele gehen hinein, wenig kommt heraus.
Das Kreativste an manchen Besprechungen sind die zu hörenden Ausreden.
Karsten Noack
Sitzungssucht
Als wenn es Meilengutschriften auf Besprechungsstunden geben würde, jagt eine die andere, sie saugen dem Tag die Kraft aus.
Geschäftliche Besprechungen kosten viel Zeit und somit Geld. So wichtig die inhaltliche Abstimmung und der soziale Aspekt persönlicher Treffen sind, viele Besprechungen sind alles andere als effektiv. Wehmütige Blicke, bei denen Gedankenblasen sagen würden „Was könnte ich alles in der Zeit erledigen!“.
16 Tipps für bessere Besprechungen
Viel Besprechung, wenig Ergebnis? Damit sich das ändert und die Kekse nicht das Highlight der Zusammenkunft bilden; übernehmen Sie die Führung, es ist Ihre Chance. Sorgen Sie für effektive Besprechungen, die sich lohnen. Einige Anregungen liefert dieser Artikel.
1. Unnötige Besprechungen vermeiden!
Viele Besprechungen sind nicht wirklich erforderlich und könnten durch effektiveren Informationsaustausch ersetzt werden. Geht es nur darum unterschiedlichen Kenntnisstand abzugleichen, gibt es bessere Wege wie eine aktuelle Dokumentation im Intranet. Gelebte Balanced Scorecards sind ja leider nur selten anzutreffen. Sie könnten doch so hilfreich sein, weil sie früh genug signalisieren, wo Aufmerksamkeit gefragt ist, bevor das Kind in den Brunnen fällt.
2. Außer Spesen nichts gewesen
Raus mit dem Taschenrechner: Lohnt sich der Aufwand?
Besprechungsdauer x Teilnehmer = Zeitaufwand
Zeitaufwand x anteilige Gehälter = Personalkosten
3. E-Mail, Telefon und Video
Einiges lässt sich auch auf kurzem Wege klären und spart Besprechungen ein. Telefon- und Videokonferenzen sparen zumindest Wege. Auch brauchen nicht alle Teilnehmer die ganze Zeit dabei zu sein.
Sobald allerdings soziale Aspekte eine Rolle spielen sind persönliche Treffen meist hilfreicher.
4. Zeitrahmen: In der Kürze liegt die Würze
Geplante Zeiträume für Besprechungen werden tendenziell auch ausgeschöpft, wie die Urlaubskasse. Ob erforderlich oder nicht!
Setzen Sie vorher einen allen Teilnehmern bekannten maximalen Zeitrahmen und halten Sie diesen auch ein. Es ging schneller? Umso besser! Ein Erfolg, an dem alle Beteiligten teilhaben.
5. Tagesordnungspunkte (Agenda) als Fahrplan
Gut geplant ist… Keine Besprechung ohne Tagesordnungspunkte. Statt ziel- und strukturlos zusammenzusitzen erhält besser jeder Teilnehmer frühzeitig die Tagesordnungspunkte mit den angestrebten Zielen und Verantwortlichkeiten.
Mindestinhalt einer Agenda:
- Termin der Besprechung
- Ort
- Thema
- Wohlgeformte Ziele (SMARTe Ziele)
- Teilnehmerliste
- Fragen, die zu klären sind
- Vorbereitung und Verantwortlichkeiten
- Spätestes Besprechungsende
Bei unterschiedlichem Kenntnisstand lohnt sich eine entsprechende Anlage, um eine gemeinsame Ebene zu sichern.
Wenn dieser Fahrplan nichts lohnenswertes verheißt, sagen Sie die Besprechung lieber ab oder gehen Sie gemeinsam als Teamentwicklungsmaßnahme in den Biergarten.
6. Protokoll
Wenige Menschen reißen sich darum, das Protokoll zu führen. Doch bekanntlich gilt; wer schreibt, der bleibt! Außerdem ist es mit einer Menge Verantwortung verbunden und die sollte jemand übernehmen, der sie auch zu tragen weiß.
Schließlich ist das Protokoll nicht nur eine historische Aufzeichnung für die Nachwelt. Das wäre in vielen Fällen eine recht traurige Lektüre für Historiker.
Das Protokoll ist vielmehr eines der wichtigsten Werkzeuge, den in ihm werden alle Ergebnisse des Treffens gesichert. Sonst gibt es mindestens ebenso viele Auslegungen der Ergebnisse, wie Teilnehmer.
In der Praxis ähneln viele Protokolle allerdings eher Wunschlisten und unverbindlichen Absichtserklärungen, die wenig Nutzen mit sich bringen.
Es geht auch anders, indem Sie Ziele im SMART-Format formulieren.
Jeder der Buchstaben S, M, A, R und T steht für eine Eigenschaft, die eine gute Zielformulierung ausmacht.
S: Sinnesspezifisch
M: Messbar
A: Attraktiv
R: Realistisch
T: Terminiert
Mehr dazu erfahren Sie hier.
7. Einstiegsrituale
Damit die Arbeitsfähigkeit gefördert wird, also die Teilnehmer nicht nur körperlich, sondern auch geistig anwesend sind, empfehlen sich Einstiegsrituale. Anders als in Teamentwicklungsworkshops, bei denen viel Zeit für eine spielerische Annäherung verwendet wird, genügen hier wenige Minuten in Form professioneller Begrüßungsrituale für die Einstimmung.
8. Moderation
Bei besonders wichtigen Besprechungen oder zur Optimierung der Besprechungskultur lohnt es sich jemanden für die professionelle Moderation einzuladen. Das hat sich nicht nur bei kreativen Themen sehr bewährt und sorgt schnellstens für Effektivitätssteigerung.
Anschließend kann dann jemand aus der Runde diese Funktion ﹣ anhand des praktischen Beispiels ﹣übernehmen und ausfüllen.
9. Pünktlich starten
Wer einmal beginnt auf Nachzügler zu warten, signalisiert das es in Ordnung ist! Das ist dann der Standard für zukünftige Zusammenkünfte.
Außerdem verärgert Warten die pünktlichen Teilnehmer.
10. Abwechslung: Kreativitätstechniken statt Kekse
Wenn es einem Thema dienlich ist moderieren Sie zur Problemlösung doch mal eine geeignete Kreativitätstechnik. Das bringt die Teilnehmer auf Trab und Ergebnisse. Und meinetwegen können Sie auch die Kekse beibehalten.
Hier finden Sie einige Kreativitätstechniken.
11. Feedback und Diskussion fördern
Besprechungen sind eine Gelegenheit für offene Kommunikation, für den Austausch von Gedanken und Ideen. Dominieren Sie die Diskussion nicht, nur weil Sie die Führung übernehmen. Geben Sie den Teilnehmern die Möglichkeit, Feedback zu geben.
Wenn Sie eine Präsentation mit PowerPoint und Co. verwenden, dann widerstehen Sie ist der Versuchung sich zu beeilen, um anschließend Zeit für eine Diskussion zu haben. Fördern Sie lieber Gespräche und den offenen Austausch.
12. Nachbereitung und Kontakt mit den Teilnehmern
Wenn Ihre Besprechung erfolgreich verläuft, verlässt jeder Teilnehmer den Besprechungsort mit eigenen Gedanken und Aufgaben. Manche Einsicht folgt auch erst später. Informieren Sie die Teilnehmer darüber, was aus der Besprechung folgt. Zu oft verschwinden Ideen oder die Teilnehmer bekommen nichts von deren Umsetzung mit. Für die Motivation ist es wesentlich, dass die Teilnehmer Wertschätzung erfahren.
13. Einstimmung
Mitunter ist ein Thema die Einstimmung der Besprechungsteilnehmer wert. Dann kann schon im Vorfeld oder zu Beginn der Besprechung eine optimale Basis für den Erfolg gefördert werden.
14. Stehung
Wie wäre es mit einer Stehung anstatt einer Sitzung? Fördern Sie den Perspektivwechsel und kommen Sie mit den Teilnehmern in Bewegung.
Bei meiner Arbeit biete ich seit Jahren Lunch-Coaching an. Das ist üblicherweise ein Zweierformat. Doch die positiven Erfahrungen damit lassen sich durchaus auf Gruppen Besprechungen übertragen.
15. Visualisierungen
Nutzen Sie die zur Verfügung stehenden Medien, wie Flipcharts, Whiteboards und Pinnwände. Das schafft Orientierung und Ordnung, steigert die Aufmerksamkeit und fördert Bewegung. Die Ergebnisse können anschließend in das Protokoll übernommen werden und bieten sich für kommende Sitzungen als Anknüpfungspunkte an.
16. Und überhaupt!
Nehmen Sie die Herausforderungen an; übernehmen Sie Verantwortung und sorgen Sie für Besprechungen, die sich lohnen.
Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
- Ziele und Prioritäten klären
- Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
- Argumentationen entwickeln und prüfen
- Gesprächsstrategien vorbereiten
- kritische Fragen und Einwände antizipieren
- schwierige Gesprächsverläufe simulieren
- Formulierungen ausprobieren
- Grenzen und Alternativen klären
- persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
- den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
Welcher Rahmen passt?
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Kontaktformular
Ergänzende Artikel
- SMARTe Ziele
- Tipps für erfolgreiche Teamsitzungen
- 18 Kommunikationstipps: Es ist ein Wunder, dass Missverständnisse nicht die Regel sind
- Was darf die Vorbereitung eines Gesprächs bzw. einer Verhandlung kosten, welcher Aufwand ist gerechtfertigt?
- Selbstwahrnehmung vs Fremdwahrnehmung: Wie wirkst du wirklich?
3 Kommentare
Einen Kommentar abschicken
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. April 2015
Überarbeitung: 22. Juli 2019
AN: #8970
K:
Ü:
Mit Keksen! Vielen Keksen! Im Ernst, vielen Dank für die Tips.
:-)
Am wesentlichsten für den Erfolg bei Besprechungen ist die Zusammensetzung bei den Teilnehmern. Wenn sie sich gegenseitig ergänzen geht es am schnellsten. Typische Vielredner am besten gar nicht erst eingeladen.