Zeitempfinden in längeren Ausnahmesituationen
Tagesmotto*: Wie gehen Sie mit Ihrer verfügbaren Zeit in Ausnahmesituationen um?
Zeit
Zeit als Ressource ist ein weitverbreitetes Thema. Viele Sichtweisen und Empfehlungen zum bewussten Umgang mit der verfügbaren Zeit füllen Bücher, Kurse, Gespräche… Mal geht es mehr um die Steigerung der Effektivität, mal mehr um Zufriedenheit.
Überblick
Vom Umgang mit der Zeit
Mit unterschiedlichem Fokus wird Zeit als Ressource diskutiert. Mal geht es mehr um die Steigerung der Effektivität, mal mehr um Zufriedenheit. Während des Lockdowns der Coronakrise ist der unterschiedliche Umgang mit Zeit besonders offensichtlich. Dank sozialer Medien kenne ich jetzt den Tagesablauf meiner Mitmenschen noch genauer. Gerade noch von Termin zu Termin, plötzlich Stay Home. Während einige Menschen schon am ersten Tag einen Plan machten, um während der Krise möglichst viele ihrer Anliegen zu erreichen, verbrachten viele andere Ihre Zeit vollständig mit Netflix und Co. Einige haben jetzt einen Waschbrettbauch und andere einen Waschbärbauch.
Verlorenes oder zumindest verändertes Zeitgefühl
Bei mir selbst bemerke ich eine veränderte Zeitwahrnehmung während der Quarantänezeit der Coronakrise. Die Dauer fühlt sich nicht so lang an, wie es der Kalender behauptet. Obwohl ich zu den Zeitgenossen mit vollem Plan gehöre, ist das Zeitgefühl irgendwie den Bach runter. Die Tage verlieren unter solchen Umständen an Kontur. Kalender und Uhrzeiger machen unbeirrt weiter. Die Ausnahme wird mehr und mehr Alltag. Ähneln sich die Tage so sehr, dann bleibt das Zeitgefühl auf der Strecke. Wobei ich dieser Zeit durchaus auch sehr Gutes abgewinnen kann.
Während dieser Zeit habe ich noch mehr gearbeitet als sonst, wenn auch größtenteils für strategische Ziele. Die Wochenenden sind ausgefallen. Die täglichen Rituale, wie das Hören von Kekulés Corona-Kompass und des Podcasts mit Christian Drosten, verschwimmen in der Erinnerung auch schon. In einer erfüllenden Beziehung ist so eine Situation leichter und doch verändert sich dadurch Wahrnehmung und Denken.
Jetzt frage ich mich, noch etwas diffus, was kann ich aus diesen Erfahrungen lernen? Wie kann das einen Beitrag für die Zukunft leisten?
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*Anmerkungen
Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.
Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.
Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:
- Was löst das Zitat bei dir aus?
- Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
- Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
- Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
- In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
- Wo willst du dich wie daran erinnern?
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Kontaktformular
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2014
Überarbeitung: 28. Mai 2020
Englische Version:
AN: #432
K: CNB
Ü:
Ich finde es immer noch ziemlich schwer auf der einen Seite vorankommen zu wollen und gleichzeitig auch den Moment genießen zu können. Es scheint sich irgendwie auszuschließen, obwohl das eine ohne das andere nicht funktionieren kann.
Ob sich das jemals ändert?
Es ist wohl ein ständiger Spagat der zur persönlichen Entwicklung beiträgt.
Dran bleiben lohnt sich!
Früher wollte ich möglichst viel aus dem Tag herausquetschen und es hat mich in den Burnout gebracht. Jetzt erlaube ich mir mehr den Moment zu genießen.
Lange Zeit galt es im Zeitmanagement nur möglichst viel zu tun.
Dann ging es zunehmend häufiger auch um den Sinn.
Heute wollen viele Menschen auch den Moment an sich genießen!
Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren.
Søren Kierkegaard
Mein Zeitempfinden ist seit dem Lockdown anders.
Mir geht es seit dem Dauerhomeoffice genauso. Die Tage vergehen anders.