Weihnachten mit narzisstisch geprägten Menschen: Grenzen, Erwartungen und Selbstschutz

Weihnachten mit Narzissten: Grenzen & Selbstschutz
Nimmt der Narzissmus in unserer Kultur zu und woran erkennen Sie Narzissten?

Weihnachten mit narzisstisch geprägten Menschen: Grenzen, Erwartungen und Selbstschutz

 

Weihnachten soll harmonisch werden.

Genau dieser Wunsch kann die Feiertage besonders anstrengend machen.

Viele Menschen kommen zusammen.

Alte Rollen werden wieder aktiviert.

Erwartungen sind hoch.

Zeit, Nähe und Aufmerksamkeit müssen geteilt werden.

Und Konflikte, die während des Jahres leichter auf Abstand gehalten werden können, sitzen plötzlich mit am Tisch.

Wenn zusätzlich stark selbstbezogene, kontrollierende oder narzisstisch geprägte Beziehungsmuster vorhanden sind, kann Weihnachten besonders belastend werden.

Das bedeutet nicht, dass Menschen mit narzisstischen Merkmalen Weihnachten zwangsläufig ruinieren.

Es bedeutet:

Bestimmte Dynamiken können unter den besonderen Bedingungen der Feiertage deutlicher hervortreten.

 

 

 

Warum Weihnachten bestehende Konflikte verstärken kann

 

Weihnachten bringt mehrere Dinge gleichzeitig zusammen:

  • hohe Erwartungen
  • enge Zeitplanung
  • Familientraditionen
  • Geschenke
  • Geld
  • Alkohol
  • wenig Rückzugsmöglichkeiten
  • viele unterschiedliche Bedürfnisse

Das reicht bereits für Konflikte.

Narzissmus braucht es dafür nicht.

Wenn jedoch ohnehin Schwierigkeiten mit Grenzen, Aufmerksamkeit, Kritik oder Kontrolle bestehen, können solche Situationen zusätzlichen Druck erzeugen.

 

 

 

Es gibt keinen typischen „Weihnachtsnarzissten“

 

Die Vorstellung ist verführerisch:

„Narzissten verhalten sich an Weihnachten immer so.“

Das lässt sich seriös nicht behaupten.

Narzisstische Merkmale können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Grandiose und vulnerable Muster können verschieden aussehen.

Und ein Mensch kann sich je nach Situation unterschiedlich verhalten.

Deshalb konzentriere ich mich hier auf beobachtbares Verhalten statt auf Ferndiagnosen.

 

 

 

Welche Dynamiken können an Feiertagen schwieriger werden?

 

Zum Beispiel:

  • starkes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit
  • Anspruchsdenken
  • Kontrollverhalten
  • Kränkbarkeit
  • Konkurrenz um Anerkennung
  • Schwierigkeiten mit Grenzen
  • Abwertung
  • Schuldverschiebung

Keine dieser Verhaltensweisen beweist allein Narzissmus.

Für deinen Umgang reicht es häufig, sie als Muster zu erkennen.

 

 

 

1. Wenn jemand alles bestimmen möchte

 

Wann wird gegessen?

Wer kommt?

Wo wird gefeiert?

Wie werden Geschenke verteilt?

Welche Tradition gilt?

In manchen Familien werden solche Fragen gemeinsam entschieden.

In anderen übernimmt eine Person selbstverständlich die Kontrolle.

Schwierig wird es, wenn praktisch jede Abweichung als persönlicher Angriff behandelt wird.

 

Kontrolle ist nicht dasselbe wie Organisation

 

Jemand muss möglicherweise organisieren.

Das ist sinnvoll.

Interessant wird:

Gibt es Raum für andere Bedürfnisse?

Kann jemand sagen:

„Dieses Jahr möchten wir früher gehen.“

ohne dass daraus ein Drama entsteht?

 

 

 

2. Wenn Weihnachten zur Bühne wird

 

Feiertage bieten viele Möglichkeiten für Selbstdarstellung.

Das perfekte Essen.

Der perfekte Baum.

Die perfekten Geschenke.

Die perfekte Familie auf Fotos.

Daran ist zunächst nichts problematisch.

Menschen dürfen Freude an Gestaltung und Wirkung haben.

Die Frage lautet:

Geht es noch um das gemeinsame Fest – oder zunehmend darum, wie beeindruckend jemand dabei erscheint?

 

Wenn Anerkennung wichtiger wird als Gemeinschaft

 

Dann können Konflikte entstehen, sobald andere:

  • weniger begeistert reagieren
  • eigene Vorstellungen haben
  • Aufmerksamkeit erhalten
  • andere Prioritäten setzen

Die Stimmung hängt dann zunehmend davon ab, ob eine Person genügend Bestätigung bekommt.

 

 

 

3. Aufmerksamkeit ist begrenzt

 

An Feiertagen teilen viele Menschen Aufmerksamkeit.

Gespräche wandern.

Mehrere Personen erzählen.

Andere Menschen bekommen Geschenke.

Jemand anderes wird gelobt.

Für Menschen, denen Status und Bewunderung besonders wichtig sind, kann das unangenehm sein.

Mögliche Reaktionen können sein:

  • Unterbrechen
  • Übertrumpfen
  • Abwerten
  • Rückzug
  • Provokation

Auch hier gilt:

Eine einzelne Reaktion ist keine Diagnose.

 

 

 

4. Alte Familienrollen kehren zurück

 

Vielleicht bist du längst erwachsen.

Du führst dein eigenes Leben.

Und kaum sitzt die Familie wieder zusammen, fühlst du dich wie mit sechzehn.

Das ist weniger ungewöhnlich.

Familiensysteme besitzen eine erstaunliche Fähigkeit, alte Rollen wieder zu aktivieren.

Zum Beispiel:

  • der Verantwortliche
  • die Friedensstifterin
  • der Außenseiter
  • das erfolgreiche Kind
  • die Schuldige

 

Du musst deine alte Rolle nicht erneut übernehmen

 

Vielleicht warst du früher dafür zuständig:

alle bei Laune zu halten.

Heute darfst du entscheiden:

„Dafür bin ich nicht mehr verantwortlich.“

 

 

 

5. Kritik am Essen, an Geschenken oder an der Organisation

 

Weihnachten bietet viele Details, die bewertet werden können.

Das Essen.

Die Dekoration.

Die Wohnung.

Das Geschenk.

Die Kleidung.

Wenn jemand ohnehin stark kritisch oder abwertend kommuniziert, entsteht schnell ein Muster:

Nichts ist gut genug.

 

 

Du musst nicht jede Kritik beantworten

 

Zum Beispiel:

„So haben wir es dieses Jahr entschieden.“

Oder:

„Für uns passt das so.“

Mehr Erklärung ist häufig weniger notwendig, als der innere Rechtfertigungsdruck suggeriert.

 

 

 

6. Geschenke können Beziehungssignale werden

 

Geschenke haben eine besondere symbolische Bedeutung.

Dadurch können sie auch Konflikte transportieren.

Zum Beispiel:

  • unangemessen teure Geschenke
  • demonstrativ unpersönliche Geschenke
  • Geschenke mit Erwartungen
  • Geschenke als Konkurrenz
  • Geschenke, die Grenzen ignorieren

Doch Vorsicht:

Ein schlechtes Geschenk beweist weder mangelnde Empathie noch Narzissmus.

Manche Menschen sind schlicht weniger gut darin, passende Geschenke auszuwählen.

 

Ein Geschenk ist kein Persönlichkeitstest

 

Interessanter ist das größere Muster.

Zum Beispiel:

Wird das Geschenk später als Druckmittel verwendet?

Entsteht daraus eine Schuld?

Wird erwartet, dass du dich deshalb anders verhältst?

Dann wird die Beziehungsebene relevanter.

 

 

 

7. Wenn Hilfe selbstverständlich erwartet wird

 

Feiertage erzeugen Arbeit.

Einkaufen.

Kochen.

Aufräumen.

Organisieren.

Schwierig wird es, wenn eine Person selbstverständlich erwartet, bedient zu werden, während ihre eigene Beteiligung kaum thematisiert werden darf.

Das kann mit Anspruchsdenken zusammenhängen.

 

Andeutungen helfen weniger als klare Absprachen

 

Statt zu hoffen:

„Die Person müsste doch sehen, dass ich Hilfe brauche.“

ist häufig klarer:

„Bitte übernimm heute das Abräumen und die Küche.“

Dann ist die Erwartung sichtbar.

 

 

 

8. Wenn Grenzen als Zurückweisung erlebt werden

 

Vielleicht möchtest du:

  • nur einen Nachmittag bleiben
  • im Hotel schlafen
  • bestimmte Themen weniger besprechen
  • dieses Jahr woanders feiern

Eine Grenze kann andere Menschen enttäuschen.

Das ist möglich.

Enttäuschung bedeutet jedoch weniger automatisch, dass deine Grenze falsch ist.

 

Eine hilfreiche Formulierung

 

„Ich weiß, dass du dir etwas anderes gewünscht hast. Für uns passt es dieses Jahr so.“

Du erkennst die Enttäuschung an.

Und verhandelst deine Entscheidung weniger automatisch neu.

 

 

 

9. Schuldgefühle als Druckmittel

 

Typische Sätze können sein:

„Wer weiß, wie viele Weihnachten wir überhaupt noch haben.“

„Familie scheint dir ja nichts mehr zu bedeuten.“

„Für deine Freunde hast du schließlich auch Zeit.“

Solche Sätze können echte Verletzung ausdrücken.

Sie können auch sozialen Druck erzeugen.

Die entscheidende Frage lautet:

Kann dein Gegenüber deinen Wunsch akzeptieren, obwohl er ihn weniger mag?

 

 

 

10. Wenn Konflikte öffentlich ausgetragen werden

 

Familienfeiern bieten ein Publikum.

Manchmal werden deshalb Themen angesprochen, die im vertraulichen Gespräch besser aufgehoben wären.

Zum Beispiel:

„Erzähl doch allen einmal, was du neulich gesagt hast.“

Oder:

„Wir können ja die Familie fragen, wer von uns recht hat.“

Das zieht Dritte in einen Konflikt hinein.

 

 

 

Mach aus dem Weihnachtsessen weniger ein Tribunal

 

Eine mögliche Antwort:

„Das möchte ich nicht vor allen besprechen.“

Oder:

„Das klären wir unter vier Augen.“

→ Wenn Dritte in Konflikte hineingezogen werden

 

 

 

11. Alkohol kann bestehende Konflikte verstärken

 

Weihnachten und Alkohol gehören in manchen Familien eng zusammen.

Alkohol kann Hemmungen reduzieren und Konflikte verschärfen.

Das ist weniger ein Narzissmus-Phänomen.

Wenn du weißt, dass bestimmte Situationen nach erhöhtem Alkoholkonsum regelmäßig eskalieren, kannst du deine Planung daran ausrichten.

 

Du musst weniger bis zur Eskalation bleiben

 

Eine vernünftige Grenze kann lauten:

„Wir fahren nach dem Essen.“

Oder:

„Wenn die Stimmung kippt, gehen wir.“

Eine vorher vereinbarte Grenze ist leichter umzusetzen als eine Entscheidung mitten im Konflikt.

 

 

 

12. Weihnachten als Harmonieprüfung

 

Ein problematischer Gedanke lautet:

„An Weihnachten müssen wir uns vertragen.“

Warum?

Ein Datum repariert weniger automatisch Beziehungen.

Weihnachten kann ein schöner Anlass für Nähe sein.

Es ist weniger verpflichtet, ungelöste Konflikte plötzlich verschwinden zu lassen.

 

Du musst weniger Frieden vorspielen

 

Es ist möglich, höflich miteinander umzugehen, ohne so zu tun, als wäre alles geklärt.

Respekt ist realistischer als erzwungene Harmonie.

 

 

 

13. Wenn jemand provoziert

 

Vielleicht kennst du bestimmte Themen bereits:

Politik.

Geld.

Beziehungen.

Karriere.

Vergangenheit.

Und irgendwann kommt genau die Bemerkung, von der du weißt:

Sie soll eine Reaktion auslösen.

Ob sie tatsächlich absichtlich provozierend gemeint ist, lässt sich weniger immer wissen.

Du kannst trotzdem entscheiden, ob du einsteigst.

 

Nicht jede Einladung zum Streit braucht eine Zusage

 

Zum Beispiel:

„Darüber möchte ich heute weniger diskutieren.“

Oder:

„Wir sehen das unterschiedlich.“

Dann Themenwechsel.

 

 

 

14. Wenn du ständig auf Eierschalen läufst

 

Das ist ein besonders wichtiges Warnsignal für die Beziehungsdynamik.

Du überlegst:

„Wie sage ich das, ohne dass die Stimmung kippt?“

„Was darf ich erzählen?“

„Wie verhindere ich einen Streit?“

Ein gewisses Maß an Rücksicht gehört zu Beziehungen.

Wenn jedoch fast deine gesamte Aufmerksamkeit darauf gerichtet ist, die Reaktion einer Person zu kontrollieren, kostet das enorm viel Energie.

 

 

 

Du bist weniger für die Stimmung aller verantwortlich

 

Das gilt besonders für Menschen, die in ihrer Familie traditionell die Rolle übernommen haben:

„Ich muss verhindern, dass es eskaliert.“

Du kannst freundlich sein.

Du kannst deeskalieren.

Und du darfst trotzdem anerkennen:

Andere Erwachsene tragen Verantwortung für ihr eigenes Verhalten.

 

 

 

Wie du dich auf Weihnachten vorbereiten kannst

 

1. Entscheide vorher, was du möchtest

Wie lange möchtest du bleiben?

Wo möchtest du schlafen?

Welche Termine möchtest du wahrnehmen?

Welche weniger?

Je klarer du vorher bist, desto weniger musst du unter Druck entscheiden.

 

 

2. Definiere deine wichtigsten Grenzen

Zum Beispiel:

  • keine Diskussion über ein bestimmtes Thema
  • keine Übernachtung
  • kein Alkohol
  • Abreise bei Beschimpfungen

Du brauchst weniger zwanzig Regeln.

Einige wenige klare Grenzen helfen meist mehr.

 

 

3. Plane Rückzugsmöglichkeiten

Ein Spaziergang.

Ein eigenes Zimmer.

Ein Hotel.

Eine feste Abfahrtszeit.

Solche Möglichkeiten können den Unterschied machen.

 

 

4. Organisiere deine eigene Mobilität

Wenn möglich, bleib weniger vollständig davon abhängig, dass jemand anderes dich nach Hause bringt.

Eigene Mobilität schafft Handlungsspielraum.

 

 

5. Besprich Erwartungen vorher

Zum Beispiel:

„Wir kommen um 15 Uhr und fahren gegen 20 Uhr.“

Das schafft mehr Klarheit als eine Diskussion um 19:45 Uhr darüber, ob du überhaupt gehen darfst.

 

 

6. Wähle deine Gespräche

Weihnachten ist weniger automatisch der beste Zeitpunkt für:

  • Grundsatzgespräche
  • alte Familienkonflikte
  • Konfrontationen
  • Diagnosen

Vielleicht braucht ein wichtiges Thema einen ruhigeren Rahmen.

 

 

7. Vermeide Ferndiagnosen am Tisch

„Du bist eben ein Narzisst.“

ist selten ein hilfreicher Gesprächsbeitrag.

Bleib beim Verhalten:

„Ich möchte nicht, dass du so mit mir sprichst.“

 

 

8. Vereinbare ein Signal mit einer vertrauten Person

Wenn du mit Partnerin, Partner oder einer vertrauten Person hingehst, könnt ihr vorher klären:

Wann brauchen wir eine Pause?

Wann gehen wir?

Das erleichtert Entscheidungen in angespannten Situationen.

 

 

 

Erwarte weniger die magische Weihnachtsverwandlung

 

Das kann emotional sehr wichtig sein.

Vielleicht hoffst du jedes Jahr:

„Diesmal wird es bestimmt anders.“

Hoffnung ist menschlich.

Realistische Erwartungen schützen jedoch vor vermeidbarer Enttäuschung.

Plane mit dem Verhalten, das du tatsächlich kennst – weniger mit dem Verhalten, das du dir wünschst.

 

 

 

Das bedeutet weniger Pessimismus

 

Es bedeutet:

Du bereitest dich auf deine tatsächliche Familie vor.

Nicht auf die Familie aus der Weihnachtswerbung.

 

 

 

Wenn das Fest überraschend gut läuft

 

Dann darfst du es genießen.

Du musst weniger hinter jedem freundlichen Moment eine Manipulation vermuten.

Menschen mit schwierigen Verhaltensmustern können ebenfalls:

  • freundlich sein
  • großzügig sein
  • gemeinsam lachen
  • eine gute Zeit haben

Eine schöne Begegnung macht frühere Probleme weniger ungeschehen.

Und frühere Probleme machen einen schönen Moment weniger automatisch unecht.

 

 

 

Schwarz-Weiß-Denken hilft wenig

 

Gerade in der Auseinandersetzung mit Narzissmus entsteht leicht:

„Alles, was dieser Mensch tut, ist Manipulation.“

Das ist selten eine hilfreiche Haltung.

Betrachte konkretes Verhalten.

Prüfe Muster.

Und entscheide anschließend, was du daraus ableitest.

 

 

 

Wenn du Weihnachten ohne diesen Menschen verbringen möchtest

 

Auch das ist eine mögliche Entscheidung.

Du darfst Traditionen verändern.

Du darfst Einladungen ablehnen.

Du darfst kürzer bleiben.

Und du darfst andere Formen des Feierns entwickeln.

 

 

 

„Aber es ist doch Familie“

 

Familie kann ein wichtiger Wert sein.

Sie setzt Grenzen trotzdem weniger außer Kraft.

Verwandtschaft gibt niemandem automatisch das Recht auf:

  • Beschimpfung
  • Demütigung
  • Kontrolle
  • Grenzüberschreitung

 

 

 

Wenn Kontaktabbruch keine Option ist

 

Auch dann gibt es Zwischenstufen.

Zum Beispiel:

  • kürzere Treffen
  • neutrale Orte
  • weniger persönliche Informationen
  • eigene Übernachtungsmöglichkeit
  • klare Anfangs- und Endzeiten

Zwischen vollständiger Nähe und vollständigem Kontaktabbruch gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten.

 

 

 

Wenn Kinder beteiligt sind

 

Dann lohnt sich besonders die Frage:

Welche Atmosphäre möchtest du ermöglichen?

Erwachsene Konflikte sollten weniger über andere Familienmitglieder ausgetragen werden.

Und niemand sollte gezwungen werden, eine angespannte Situation auszuhalten, nur damit das traditionelle Familienbild erhalten bleibt.

 

 

 

Wenn Gewalt, Drohungen oder Stalking eine Rolle spielen

 

Dann geht es weniger um die perfekte Weihnachtskommunikation.

Sicherheit hat Vorrang.

Je nach Situation können Polizei, spezialisierte Beratungsstellen, Krisendienste oder juristische Unterstützung erforderlich sein.

 

 

 

Keine Rechtsberatung

 

Dieser Beitrag dient der psychologischen Orientierung und stellt keine Rechtsberatung dar.

Bei rechtlichen Fragen braucht es entsprechend qualifizierte juristische Unterstützung.

 

 

 

Nach Weihnachten: Was lässt sich lernen?

 

Vielleicht lief das Fest gut.

Vielleicht weniger.

Danach lohnt eine nüchterne Auswertung:

  • Was hat funktioniert?
  • Wo wurden Grenzen überschritten?
  • Welche Vorbereitung war hilfreich?
  • Was möchtest du beim nächsten Mal anders machen?

Damit wird aus der Erfahrung mehr als nur:

„Endlich ist es vorbei.“

 

 

 

Wenn du privat Unterstützung möchtest

 

Wenn der Umgang mit stark selbstbezogenen, manipulativen oder narzisstisch geprägten Menschen dauerhaft belastet, können wir die konkrete Situation gemeinsam sortieren.

Zum Beispiel:

  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Welche Grenzen brauchst du?
  • Welche Gespräche sind sinnvoll?
  • Welche Form von Kontakt passt für dich?
  • Welche Entscheidung steht an?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

 

Wenn psychische Beschwerden im Vordergrund stehen

 

Länger anhaltende konflikthafte oder psychisch belastende Beziehungen können mit starken Ängsten, Schlafproblemen, Selbstzweifeln oder anderen behandlungsbedürftigen Beschwerden verbunden sein.

Wenn solche Beschwerden im Vordergrund stehen, ist ein therapeutischer Rahmen passend.

Meine therapeutische Arbeit ist organisatorisch von Coaching und Beratung getrennt.

→ Psychotherapie in Berlin und online

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein schwieriges Weihnachtsfest beweist weniger Narzissmus.

Und eine Person, die:

  • viel Aufmerksamkeit möchte
  • schlecht schenkt
  • Weihnachten kontrollieren möchte
  • leicht gereizt ist

hat dadurch weniger automatisch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit lautet:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Für deinen Umgang brauchen wir das meist auch weniger.

Wir können konkretes Verhalten betrachten und daraus sinnvolle Entscheidungen ableiten.

 

 

 

Zehn Fragen vor dem nächsten Familienfest

 

  1. Was wünsche ich mir von diesem Treffen realistisch?
  2. Welche Erwartungen möchte ich loslassen?
  3. Wie lange möchte ich bleiben?
  4. Welche Themen möchte ich weniger diskutieren?
  5. Welche Grenzen sind für mich besonders wichtig?
  6. Wie erkenne ich, dass es Zeit für eine Pause oder Abreise ist?
  7. Welche Rückzugsmöglichkeit habe ich?
  8. Welche Unterstützung habe ich vor Ort?
  9. Welche Verantwortung gehört tatsächlich mir?
  10. Was möchte ich diesmal anders machen als bisher?

 

 

 

Fazit: Plane Weihnachten weniger um die schwierigste Person herum

 

Wenn Weihnachten mit einem stark selbstbezogenen oder konflikthaften Menschen bevorsteht, entsteht leicht ein Ziel:

„Wie verhindere ich, dass diese Person das Fest ruiniert?“

Das ist verständlich.

Und es gibt dir eine Aufgabe, die du kaum vollständig erfüllen kannst.

Eine hilfreichere Frage lautet:

„Wie möchte ich mich verhalten, wenn bekannte Muster auftreten?“

Du kannst weniger kontrollieren, ob jemand:

  • kritisiert
  • beleidigt ist
  • Aufmerksamkeit verlangt
  • provoziert

Du kannst eher beeinflussen:

  • wie lange du bleibst
  • welche Gespräche du führst
  • wo du Grenzen setzt
  • wann du gehst

Vielleicht ist das die wichtigste Vorbereitung für schwierige Feiertage:

Weniger Energie darauf verwenden, das Verhalten anderer Menschen zu steuern.

Mehr Klarheit darüber entwickeln, wie du selbst handeln möchtest.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

1 Kommentar

  1. Ich bin so froh die Weihnachten hinter mir gelassen zu haben. Es war so schrecklich. Die Videos haben mir geholfen das zu verstehen. Ich habe mir sonst immer Hoffnung gemacht. Jetzt weiß ich endlich, dass ich die Zeit mit dem Narzisten endlich hinter mir lassen muss und meinen eigenen Weg wählen darf. Nun muss ich nur noch herausfinden, wie ich mich aus den Fängen des Netzes in befreien kann. Was kann ich tun?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2016
Überarbeitung: 23. Dezember 2026