Echt jetzt? Wie wichtig ist Authentizität?

Tagesmotto
Wenn wir uns geben, wie wir sind, gewinnen wir mehr als mit dem Versuch zu scheinen, was wir nicht sind. François VI. Duc de La Rochefoucauld

Authentizität

 

Andauernd wird von Authentizität gesprochen. Ist das auch wieder so ein Buzzword? Wie wünschenswert ist welche Form von Authentizität wirklich?

Überblick

 

 

 

 

Gedanken zum Thema Authentizität

 

Je nach Perspektive wird an vielerlei Stellen Authentizität gefordert oder zur persönlichen Profilierung dagegen gewettert. Die Gegner oder zumindest Bedenkenträger halten Authentizität für eine Schwäche, einen Wettbewerbsnachteil. Solch ein Luxus hätte einen zu großen Preis, behaupten sie. Befürworter sprechen hingegen von einer Stärke. Einige glorifizieren Authentizität und verwechseln es mit radikaler Ehrlichkeit. Sprechen die Beteiligten tatsächlich vom gleichen Thema? Es könnte helfen zuerst zu definieren, was jeweils darunter verstanden wird.

 

 

 

Definition: Was macht Authentizität aus?

 

Für mich gehören zur Authentizität unter anderem die folgenden Elemente:

  • Die Fähigkeit Gefühle auf angemessene Weise auszudrücken.
  • Fähig und willig zu sein, wenn erforderlich auch Nein zu sagen.
  • Auch zu schmerzlichen Erfahrungen stehen.
  • Auf sich selbst acht geben, anstatt sich von fremden Interessen in eine unerwünschte Richtung steuern lassen.
  • Eine eigene Meinung bilden und diesen Standpunkt auch zu vertreten.
  • Keine einschränkende Angst davor zu haben von anderen Menschen abgelehnt zu werden.
  • Kongruenter Auftritt: verbal und nonverbal im Einklang.
  • Eigene Entscheidungen treffen.
  • Dazu stehen, auch mal nicht sofort eine Antwort zu haben.
  • Die eigenen Werte kennen und leben. Walk your Talk.
  • Die Rollen, die ich ausfülle, entsprechen mir und sind keine Masken.
  • Das eigene Selbst kennen.
  • Ehrlich zu sich selbst und andere Menschen sein.

 

Was Authentizität für mich nicht ist? Naive Redseligkeit, schonungslose Offenheit und Rüpelhaftigkeit: Unverschämte, rücksichtslose Preisgabe unverlangter Offenbarungen und Verhalten, dass andere Menschen unangemessen einschränkt! Authentizität geht auch mit Respekt.

 

 

 

Ja, und?

 

Also für mich klingt das gut. Somit nehme ich mir als heutiges Tagesmotto vor, besonders aufmerksam dafür zu sein, ob wo ich möglicherweise noch authentischer sein will. Die Überprüfung ist in den vielen Moment des Tages möglich und am besten ebenfalls in ruhigen Minuten mit etwas Abstand.

 

Hilfreiche Fragen:

 

P.S.

 

Wie bedeutsam und machbar ist Authentizität tatsächlich und welche Rolle spielt das in Ihrem Leben? Wie viel Authentizität ist wünschenswert? Welchen Beitrag liefern Aufrichtigkeit und Integrität hier?

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*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich etwas an oder es reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf dem Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto meist auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu in Fragmenten zu erscheinen. Fühlen Sie sich eingeladen Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um Ihre persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2007
Überarbeitung: 23. Oktober 2019
AN: #655