11 Tipps für unterschiedliche Publikumsgrößen bei Reden und Präsentationen

Was ändert sich mit der Publikumsgröße bei Reden und Präsentationen? Vom Zweiergespräch, Kleingruppe, Großgruppe bis Stadium.
Gruppengröße

Einfluss der Gruppengröße auf Reden und Präsentationen

 

Nicht nur die Zusammensetzung, sondern auch die Anzahl der Personen im Publikum, haben Einfluss auf die Wirkung rhetorischer Mittel. Das ist zu beachten.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

11 Tipps für unterschiedliche Gruppengrößen beim Publikum

 

 

1. Hilfsmittel

 

Die Gruppengröße hat Einfluss auf die Wahl der Hilfsmittel. Bei größeren Gruppen werden visuelle und akustische Hilfsmittel erforderlich, um alle Teilnehmer zu erreichen. Die Teilnehmer mir den schlechtesten Augen und Ohren sitzen gerne ganz hinten. Dafür können sie ich jedoch recht laut beschweren, wenn sie etwas nicht verstehen oder Fußnoten auf Folien nicht erkennen. Solche Interaktionn können der Dramaturgie durchaus zusetzen.

Die erforderlichen Hilfsmittel gilt es deshalb vorherzusehen, vorzusehen und professionell einzusetzen. Das wird gerne unterschätzt. Vielen Rednern fehlt dazu die Routine. Selbst der Einsatz von Mikrofonen erfordert Wissen und etwas Übung.

 

 

 

2. Kontakt zum Publikum

 

Ab einer gewissen Größe werden sie nicht mehr mit jedem einzelnen Teilnehmer im direkten Kontakt sein. Bei kleinen Gruppen können Sie noch jeden einzelnen Teilnehmer persönlich begrüßen. Mit geeigneten Maßnahmen und insbesondere durch den Blickkontakt gilt es dennoch jedem Teilnehmer das berechtigte Gefühl zu geben zu ihm zu sprechen.

 

 

 

3. Zustandsmanagement

 

Größere Gruppen wirken auch auf die Psyche von Rednern. Je nach persönlichem Empfinden stellt sich bei vielen Rednern eine gewisse Beklommenheit ein. Mit entsprechender Vorbereitung und einem guten Zustandsmanagement lässt sich einschränkendem Lampenfieber begegnen. Außerdem ist es gut zu wissen; größere Gruppen lassen sich bei entsprechendem Vorgehen sogar leichter steuern als kleine.

 

 

 

4. Körpersprache

 

Bei größeren Publikum ist auch die räumliche Distanz größer. Entsprechend größer und deutlicher ausgeprägt darf dann auch die Gestik sein. In einem kleineren Kreis werden übertriebene Gesten schnell als Effekthascherei empfunden und die Glaubwürdigkeit des Redners sinkt.

 

 

 

5. Gespräche mit dem Publikum

 

Der Kontakt zum Publikum ist bei kleinen Gruppen auch nach dem Redebeitrag direkter. Die Hemmschwelle direkt ins Gespräch zu kommen ist dann niedriger. In größeren Gruppen braucht es dafür eine entsprechende Moderation.

 

 

 

6. Eigenverantwortung der Teilnehmer

 

In größeren Gruppen neigen die Teilnehmer zunehmend  dazu ihre Eigenverantwortung abzulegen. Das kann sich der Redner auf mehr oder weniger verantwortliche Weise zunutze machen.

 

 

 

7. Anonymität

 

Die Anonymität innerhalb größerer Gruppen scheint auch die persönliche Moral zu senken. Das kann absurde Formen annehmen.

 

 

 

8. Emotionen

 

Mit zunehmender Gruppengröße reagiert diese emotionaler. So lassen sich größere Gruppen leichter durch Ansprache der Emotionen als des Intellekts in Bewegung bringen. Dieses Phänomen zeigt sich auch daran, dass mit der Anzahl der Zuhörerschaft die Wahrscheinlichkeit von spontanem Beifall erhöht.

 

 

 

9. Schwarmintelligenz

 

Viel gepriesen, nur weshalb? Mit der sogenannten Schwarmintelligenz ist es in der Praxis meistens nicht weit her. Größere Gruppen sind tendenziell weniger kritisch und eher bereit Schwarz-weiß-Botschaften anzunehmen. Der Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit reduziert die Kritikfähigkeit und erhöht den Wunsch sich gruppenkonform zu verhalten.

 

 

 

10. Nachhaltigkeit

 

Gruppendruck hat eine geringe Haltbarkeitsdauer. Auf der Basis von Gruppenzugehörigkeit getroffene Entscheidungen, basierend auf Commitment, verlieren oft im Anschluss ihre Intensität. Deswegen wird oft versucht solche Bekenntnisse sofort in Taten umzuwandeln.

 

 

 

11. Einfache Botschaften

 

Je umfangreicher das Publikum, desto  einfacher und bildhafter sollten die Botschaften sein. Schwarz-weiß funktioniert am besten.

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P.S.

 

Wie bereiten Sie sich auf unterschiedliche Größe des Publikums vor?

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack 11. Mai 2007
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