Wie dankbar ist Ihr Publikum wirklich für Ihren Redeauftritt?

Sie wollen sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren? Was sagt Ihr Publikum dazu?
Publikum

Publikum

 

Publikum (von lat. publicus = dem Volk, der Allgemeinheit gehörig) ist der Sammelbegriff für die Zuschauer und Zuhörer bei Vorträgen, Reden, Präsentationen und anderen solchen Veranstaltungen.

 

 

 

Wer ist im Publikum?

 

Zur Vorbereitung Ihres Auftritts lohnt es sich mit dem Publikum vertraut zu machen. Und das, noch bevor die Veranstaltung losgeht, um Ihren Beitrag auf die Menschen masszuschneidern, die Sie erreichen wollen.

 

 

 

Klärungshilfe

 

Spezifische Fragen, die Sie sich am besten vorab zu Ihrem Publikum stellen:

  • Welche Altersstruktur hat das Publikum
  • Wie setzt sich das Publikum zusammen?
  • Gibt es regionale Besonderheiten?
  • Welche Einstellung hat das Publikum Ihnen gegenüber und dem Thema?
  • Welche Werte und Überzeugungen wirken in ihrem Publikum?
  • Welche Berufsgruppen sind anwesend?
  • Welches Vorwissen bringt das Publikum mit; sind es Laien oder Profis? Müssen Fachbegriffe oder schwierige, spezifische Zusammenhänge erklärt werden?
  • In welchen Strukturen sind die Zuhörer bei Entscheidungen eingebunden?
  • Sind die Teilnehmer freiwillig anwesend?
  • Was bewegt das Publikum?
  • Welche Fragen sind zu erwarten?
  • Will das Publikum informiert, unterhalten oder motiviert werden?
  • Welche Fettnäpfchen lauern?
  • Sind Widerstände, Kritik und Einwände zu erwarten?
  • Wie kommuniziert das Publikum, welche Sprache spricht es?

 

 

 

Allgemeine Erwartungen des Publikums

 

Zusätzlich zu den speziellen Erwartungen der Teilnehmer bringen die Zuhörer auch ganz allgemeine Erwartungen mit. Die gilt es ebenfalls zu erfüllen.

 

Zu den allgemeinen Erwartungen gehören:

  • Anerkennung und persönliche Wertschätzung
  • dass die Informationen in gut verständlicher Weise präsentiert werden
  • Gelegenheit für Fragen, Einwände und Diskussionen
  • dass die vereinbarten zeitlichen und sonstigen Rahmenbedingungen eingehalten werden
  • dass Sie kompetent, seriös, glaubwürdig auftreten
  • eine gewisse Entscheidungskompetenz.

Mit den Antworten lassen sich Argumente und Redestil optimal auf das individuelle Publikum ausrichten.

Dankbares oder erleichtertes Publikum?

 

Ob sich Redner darüber klar sind, dass 90 % des Beifalls, den sie beim Zusammenfalten ihres Manuskriptes entgegennehmen, ein Ausdruck der Erleichterung sind?

Robert Lembke

 

 

 

Wie beurteilen Sie Ihre Wirkung bei Reden und Präsentationen?

 

Der Erfolg einer Rede oder Präsentation lebt von unserer Fähigkeit, das Publikum mitzureißen und zu überzeugen. Ohne regelmäßige Rückmeldung ist das fast unmöglich.

Brauchbares Feedback hilft beim Abgleich von Selbst- und Fremdbild. Leider ist es eher die Ausnahme. Die wenigstens Rückmeldungen sind uneigennützig. Bewusst oder unbewusst fließen in das Feedback anderer Menschen eigene Interessen ein. Das kann leicht in auf die falsche Fährte führen oder falsche Sicherheit vermitteln.

Außerdem fällt es vielen ungeübten Zuhörern mittlerweile schwer eine entsprechende Aufmerksamkeitsspanne an den Tag zu legen. Und schon ist das Smartphone in der Hand. Ohne entsprechende Aufmerksamkeit wird das mit dem fundierten Feedback nichts.

 

 

 

Mehr

 

Weitere Gedanken dazu finden Sie im Artikel Wie wirken Sie wirklich?

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Glossar

 

In diesem Glossar finden Sie Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren.

Fragen Sie ruhig! Wenn Sie trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig werden, senden Sie mir doch eine Nachricht.

Coaching Berlin

Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack Juni 2004