Opportunismus: flexibel oder prinzipienlos?

Wann Anpassungsfähigkeit klug ist – und wann du dich selbst verlierst
Opportunistisches Verhalten, Opportunismus

Opportunismus: flexibel oder prinzipienlos?

 

Wann Anpassungsfähigkeit klug ist – und wann du dich selbst verlierst

 

Flexibilität ist eine Stärke.

Menschen verändern ihre Meinung.

Sie passen Strategien an.

Sie lernen.

Sie nutzen neue Chancen.

Und manchmal geschieht etwas anderes.

Eine Haltung verändert sich weniger aus neuer Erkenntnis.

Sie verändert sich, weil gerade etwas zu gewinnen ist.

Status.

Ein Vorteil.

Anerkennung.

Nähe.

Macht.

Geld.

Oder schlicht die Zugehörigkeit zur vermeintlich richtigen Seite.

Dann sprechen wir häufig von Opportunismus.

Die spannende Frage lautet:

Wo endet kluge Anpassungsfähigkeit – und wo beginnt der Verrat an den eigenen Werten?

 

 

 

Was bedeutet Opportunismus?

 

Opportunistisches Verhalten orientiert sich stark an den jeweiligen Möglichkeiten und am persönlichen Vorteil.

Das allein wäre noch wenig problematisch.

Wir alle nutzen Gelegenheiten.

Problematisch wird es dort, wo für einen Vorteil:

eigene Überzeugungen aufgegeben,

andere Menschen benachteiligt,

Absprachen gebrochen,

Positionen je nach Publikum gewechselt,

oder wichtige Werte über Bord geworfen werden.

Entscheidend ist deshalb weniger die Anpassung.

Entscheidend ist der Preis, den jemand dafür zu zahlen bereit ist – oder andere zahlen lässt.

 

 

 

Flexibilität ist etwas anderes

 

Menschen dürfen ihre Meinung ändern.

Sehr gerne sogar.

Neue Informationen können eine alte Position verändern.

Erfahrung ebenfalls.

Wer jede frühere Meinung für immer verteidigt, wirkt vielleicht konsequent und ist möglicherweise einfach lernresistent.

Deshalb gilt:

Eine Kurskorrektur ist weniger automatisch Opportunismus.

Die entscheidende Frage lautet:

Warum hat sich die Position verändert?

Durch bessere Erkenntnis?

Neue Fakten?

Veränderte Bedingungen?

Oder hauptsächlich durch einen persönlichen Vorteil?

 

 

 

Opportunismus oder Pragmatismus?

 

Die Begriffe werden leicht verwechselt.

Pragmatismus

fragt:

Was funktioniert unter den gegebenen Bedingungen sinnvoll?

Ein pragmatischer Mensch kann flexibel sein und gleichzeitig wichtige Werte behalten.

 

Opportunismus

fragt stärker:

Was nutzt mir gerade?

Und ist eher bereit, dafür frühere Positionen oder Prinzipien aufzugeben.

Natürlich verläuft die Grenze weniger immer messerscharf.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf Motivation, Konsequenzen und Muster.

 

 

 

Opportunismus zeigt sich besonders bei wechselnden Machtverhältnissen

 

Solange eine Haltung Vorteile bringt, ist Konsequenz leicht.

Spannend wird es, wenn sich die Verhältnisse ändern.

Ein neuer Chef.

Ein anderer Vorstand.

Eine neue politische Mehrheit.

Ein einflussreicher Kunde.

Ein Machtwechsel im Unternehmen.

Dann zeigt sich:

Bleibt jemand bei seinen wesentlichen Überzeugungen?

Oder verändert sich plötzlich:

die Meinung,

die Loyalität,

die Erinnerung,

und manchmal sogar die Geschichte darüber, was angeblich immer schon gegolten hat?

 

 

 

Das Fähnchen im Wind

 

Der klassische Opportunist erkennt sehr schnell, aus welcher Richtung der Wind kommt.

Und stellt sich entsprechend auf.

Heute:

„Das war schon immer meine Überzeugung.“

Morgen:

„Das habe ich eigentlich schon immer kritisch gesehen.“

Je nach Publikum.

Je nach Vorteil.

Je nach Machtlage.

Das Problem liegt weniger darin, dass sich eine Meinung verändert.

Das Problem ist:

Die Veränderung wird weniger ehrlich gemacht.

 

 

 

Ehrliche Meinungsänderung sieht anders aus

 

Ein starker Satz lautet:

„Ich habe meine Einschätzung verändert.“

Noch stärker:

„Ich lag damals falsch.“

Oder:

„Mit den Informationen von heute komme ich zu einem anderen Ergebnis.“

Das ist weniger Schwäche.

Es zeigt Lernfähigkeit.

Opportunismus versucht dagegen häufig, so zu tun, als hätte es die frühere Haltung kaum gegeben.

 

 

 

Weshalb Opportunismus attraktiv sein kann

 

Opportunistisches Verhalten kann kurzfristig sehr erfolgreich sein.

Wer sich schnell anpasst, kann:

Zugang zu Macht bekommen,

Konflikte vermeiden,

Einfluss gewinnen,

Karrierechancen nutzen,

und sich mit den jeweils Stärkeren verbinden.

Das erklärt einen Teil seiner Attraktivität.

Die Rechnung zeigt sich häufig später.

 

 

 

Der Preis des Opportunismus

 

Wer seine Position ständig nach dem erwarteten Vorteil verändert, riskiert:

Vertrauen.

Glaubwürdigkeit.

Respekt.

verlässliche Beziehungen.

und irgendwann auch das eigene Gefühl dafür, wofür man eigentlich steht.

Denn wenn jede Position verhandelbar wird, bleibt eine schwierige Frage:

Was gilt eigentlich noch, wenn gerade niemand zuschaut?

 

 

 

Opportunismus im Berufsleben

 

Im Unternehmen kann Opportunismus viele Formen haben.

Zum Beispiel:

Eine Führungskraft unterstützt eine Idee, solange der Vorstand sie gut findet.

Ein Kollege distanziert sich sofort von einem Projekt, sobald Schwierigkeiten auftauchen.

Jemand schreibt sich Erfolge zu und trennt sich bei Fehlern besonders schnell von Verantwortung.

Eine Person vertritt im Gespräch mit dir eine Position und gegenüber der Geschäftsführung das Gegenteil.

Oder ein Mitarbeiter verändert seine Loyalität abhängig davon, wer gerade Einfluss besitzt.

Ein einzelner Vorgang sagt wenig.

Wiederkehrende Muster sagen deutlich mehr.

 

 

 

Opportunismus und Karriere

 

Menschen, die Machtverhältnisse gut lesen können, besitzen eine reale soziale Fähigkeit.

Problematisch wird sie weniger durch das Wahrnehmen dieser Verhältnisse.

Problematisch wird:

Was mache ich mit dieser Information?

Kann ich Interessen verstehen und trotzdem integer bleiben?

Oder richte ich meine Position ausschließlich danach aus, wer mir gerade nützt?

Karrierekompetenz und Opportunismus sind weniger dasselbe.

 

 

 

Opportunismus in Führung

 

Führungskräfte sollten hier besonders aufmerksam sein.

Denn opportunistisches Verhalten kann in Organisationen sogar belohnt werden.

Wenn Menschen lernen:

Zustimmung bringt Karriere.

Widerspruch kostet Einfluss.

Nähe zur Führung zählt mehr als Leistung.

Fehler sollte man möglichst schnell anderen zuordnen.

Dann entsteht eine Kultur, in der Menschen weniger sagen, was sie denken.

Sie sagen, was sie für nützlich halten.

Das schwächt die Qualität von Entscheidungen.

 

 

 

Wenn Führung Opportunismus produziert

 

Manchmal beklagen Führungskräfte:

„Meine Leute sagen mir immer das, was ich hören möchte.“

Dann lohnt sich Selbstprüfung.

Wie reagierst du auf Widerspruch?

Wer wird befördert?

Wer bekommt Zugang?

Wer darf schlechte Nachrichten überbringen?

Wessen Fehler werden verziehen?

Welche Form von Loyalität wird erwartet?

Unternehmenskultur produziert Verhalten mit.

 

 

 

Opportunismus und Zugehörigkeit

 

Opportunismus hat weniger ausschließlich mit Karriere oder Macht zu tun.

Manchmal geht es um Zugehörigkeit.

Wir wollen Teil einer Gruppe sein.

Akzeptiert werden.

Weniger anecken.

Dann sagen Menschen vielleicht:

„Eigentlich sehe ich das genauso.“

Obwohl sie innerlich etwas anderes denken.

Einmal kann das soziale Geschick sein.

Als dauerhaftes Muster kann daraus Selbstverlust entstehen.

 

 

 

Wenn du dich veränderst, um dazuzugehören

 

Hier wird das Thema persönlich.

Vielleicht passt du:

deine Meinung,

deine Sprache,

deine Interessen,

deine Grenzen

oder sogar deine Werte

ständig an dein Umfeld an.

Die Frage lautet:

Wie viel Anpassung gehört zu Beziehung – und ab wann verliere ich mich selbst?

Das ist weniger immer leicht zu beantworten.

Ein Hinweis:

Wenn du nach Begegnungen regelmäßig das Gefühl hast, eine Rolle gespielt zu haben, lohnt sich ein genauer Blick.

Video

Opportunismus – wenn du dich verlierst, um dazuzugehören

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Opportunismus in Beziehungen

 

Auch in privaten Beziehungen können Menschen ihre Position stark danach verändern, welche Reaktion sie erwarten.

Zum Beispiel:

  • Zustimmung, um Nähe zu erhalten.
  • Schweigen, um Konflikte zu vermeiden.
  • eine Meinung übernehmen, damit jemand zufrieden bleibt.
  • Grenzen aufgeben, um Zugehörigkeit zu sichern.

Das ist weniger automatisch Opportunismus im klassischen Sinn.

Es zeigt jedoch denselben Grundkonflikt:

Was bin ich bereit aufzugeben, um einen Vorteil oder Sicherheit zu erhalten?

 

 

 

Opportunismus und Werte

 

Werte werden besonders interessant, wenn sie etwas kosten.

Fairness ist leicht, solange sie keinen Nachteil erzeugt.

Loyalität ebenso.

Mut.

Ehrlichkeit.

Verantwortung.

Ihre Bedeutung zeigt sich dort, wo eine andere Entscheidung kurzfristig bequemer wäre.

Deshalb frage ich gerne:

Welche Werte sollen auch dann gelten, wenn sie mir gerade weniger nützen?

 

 

 

Konsequenz ist weniger Starrsinn

 

Es gibt eine zweite Gefahr.

Aus Angst vor Opportunismus kann jemand jede Veränderung ablehnen.

„Ich bleibe bei meiner Meinung.“

Auch wenn neue Informationen dagegensprechen.

Das ist weniger Integrität.

Es kann Starrheit sein.

Integrität bedeutet für mich:

Werte behalten und Einschätzungen verändern können.

Das ist eine anspruchsvollere Kombination.

 

 

 

Der Integritäts-Check

 

Wenn du unsicher bist, ob eine Kursänderung flexibel oder opportunistisch ist, helfen fünf Fragen:

 

1. Was hat sich verändert?

Neue Fakten oder hauptsächlich die Machtverhältnisse?

 

2. Würde ich dieselbe Position auch vertreten, wenn sie mir gerade weniger nützt?

Eine starke Frage.

 

3. Kann ich meine Meinungsänderung offen erklären?

Ohne meine Vergangenheit umzuschreiben?

 

4. Wer trägt die Kosten meiner Anpassung?

Ich selbst?

Andere Menschen?

 

5. Passt meine Entscheidung weiterhin zu meinen wichtigsten Werten?

Diese fünf Fragen schaffen häufig erstaunlich viel Klarheit.

 

 

 

Chancen nutzen ist weniger Opportunismus

 

Gelegenheiten zu nutzen ist vollkommen legitim.

Eine interessante Stelle.

Ein neuer Markt.

Eine Kooperation.

Eine Begegnung.

Eine ungeplante Möglichkeit.

Das Leben bietet Chancen.

Die Frage lautet weniger:

Nutze ich Gelegenheiten?

Sondern:

Wie nutze ich sie?

Mit Fairness?

Verbindlichkeit?

Transparenz?

Oder auf Kosten anderer und der eigenen Grundsätze?

 

 

 

Was tun mit opportunistischen Menschen?

 

Wenn du mit jemandem zu tun hast, der seine Position sehr stark nach Vorteilen verändert, helfen weniger moralische Appelle als realistische Erwartungen.

Beobachte:

Wie verbindlich sind Zusagen?

Was geschieht bei veränderten Machtverhältnissen?

Wie belastbar ist Loyalität?

Welche Interessen bestimmen das Verhalten?

Welche Vereinbarungen solltest du dokumentieren?

Vertraue weniger auf erklärte Prinzipien und stärker auf wiederkehrendes Verhalten.

 

 

 

Opportunismus erkennen, ohne zynisch zu werden

 

Menschen verändern sich.

Menschen handeln gelegentlich eigennützig.

Menschen machen Kompromisse.

Das macht sie weniger automatisch zu Opportunisten.

Deshalb lohnt sich Vorsicht vor schnellen Etiketten.

Achte auf:

Muster.

Motivation.

Konsequenzen.

und die Frage:

Wie verlässlich bleibt diese Person, wenn ihre eigenen Interessen plötzlich in eine andere Richtung zeigen?

 

 

 

Flexibilität mit Rückgrat

 

Das wäre für mich die attraktivste Alternative.

Du kannst:

lernen.

deine Meinung verändern.

Chancen nutzen.

Kompromisse schließen.

diplomatisch sein.

dich an neue Situationen anpassen.

Und gleichzeitig:

wichtige Werte behalten.

Verantwortung übernehmen.

ehrlich über Veränderungen sprechen.

Grenzen respektieren.

und weniger jede Richtung mitmachen, aus der gerade der stärkste Wind kommt.

Flexibilität braucht weniger Rückgratlosigkeit.

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Vielleicht ist Opportunismus weniger die Frage:

„Passe ich mich an?“

Wir alle tun das.

Interessanter ist:

„Was bleibt von mir erhalten, wenn sich die Umstände verändern?“

Kann ich beweglich bleiben und trotzdem wissen, wofür ich stehe?

Kann ich meine Meinung ändern, ohne meine Vergangenheit umzuschreiben?

Kann ich Chancen nutzen, ohne andere dafür zu benutzen?

Das ist für mich die eigentliche Kunst:

beweglich bleiben – mit Rückgrat.

 

 

Weiterführend

 

Persönliche Werte: Was wirklich zählt und Entscheidungen bestimmt

→ Glaubwürdigkeit: Walk your Talk

→ Unternehmenskultur

→ Macht und Verantwortung

→ Gute Entscheidungen treffen

→ Ehrlichkeit und unbequeme Wahrheiten

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Opportunismus?

Opportunismus beschreibt ein Verhalten, das sich stark an aktuellen Vorteilen und Gelegenheiten orientiert und dabei gegebenenfalls eigene Prinzipien oder frühere Positionen zurückstellt.

Ist Opportunismus immer schlecht?

Anpassungsfähigkeit und das Nutzen von Gelegenheiten sind weniger problematisch. Kritisch wird es dort, wo wesentliche Werte, Fairness oder Verlässlichkeit dem eigenen Vorteil geopfert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Opportunismus und Pragmatismus?

Pragmatismus sucht praktikable Lösungen unter realen Bedingungen. Opportunismus wird stärker mit eigennütziger Anpassung verbunden, bei der Prinzipien gegebenenfalls nachrangig werden.

Ist es opportunistisch, seine Meinung zu ändern?

Nein. Neue Informationen und Erfahrungen dürfen Einschätzungen verändern. Entscheidend sind Motivation, Transparenz und die Bereitschaft, die Veränderung offen zu erklären.

Wie erkenne ich einen Opportunisten?

Weniger an einer einzelnen Meinungsänderung. Interessant sind wiederkehrende Positionswechsel abhängig von Macht, Vorteil oder Publikum sowie geringe Verbindlichkeit gegenüber früheren Aussagen und Beziehungen.

P.S.

 

Wie stehst du zum Opportunismus? Sind Opportunisten unangenehmer als die Ewiggestrigen oder …?

9 Kommentare

  1. In meinem Verständnis ist Opportunismus nicht sehr wünschenswert. Im Gegenteil, es kennzeichnet Menschen mit sehr geringem moralischen und ethischen Selbstverständnis. Es gehört schon eine Menge Respektlosigkeit dazu sich ohne Rücksicht auf Verluste einen Vorteil verschaffen zu wollen. Wer so etwas tut, hat kein Werteverständnis. Wer mit solchen Leuten Geschäfte macht, wird dabei stets unglücklich oder selbst zu einem solchen Fiesling.

    Antworten
  2. Ich verachte Menschen, die ihr Fähnlein stets in den Wind hängen und nicht zu ihrer eigenen Meinung stehen. Was ich schätze– wenn Menschen aus fundierter Überzeugung einen eingefahrenen Standpunkt verlassen können.

    Antworten
    • Profil zu zeigen erfordert Rückgrat und eine Botschaft, die gehört werden soll.
      Das wagt nicht jeder Mensch!

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  3. Opportunisten sind Versager, die nur durch Rücksichtslosigkeit zum Erfolg kommen.

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  4. Meine Antwort: Definitiv!

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  5. Was ist der Unterschied zwischen Opportunismus und Pragmatismus?

    Antworten
    • Der Begriff Opportunismus hat eine negative Wertung. Jemand passt sich an, um einen egoistischen Vorteil zu erlangen. Dabei begehe er einen Verrat, benachteiligt jemand anderes oder verrät zumindest die eigenen Prinzipien.

      Pragmatismus hat eine positive Wertung. Auch hier passt sich jemand an und erzielt daraus einen Vorteil für sich und oder andere, bleibt dabei ein ehrlicher und anständiger Mensch, er bleibt sich treu.

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  6. Gerade laufen die Sendungen noch der Wahl in Sachsen und Brandenburg. Die Interviews liefern zahlreiche Beispiele zum Thema.

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  7. Ich stoße mich an der Radikalität bei der Umsetzung. Es ist eine Abwägung zwischen beiden Sichten und das sollte sorgsam stattfinden, ohne eins zu verteufeln. Beides hat seine Berechtigung – nur wann und wo und wie?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2012
Überarbeitung: 31. Juli 2019
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