Dissenskultur

Konsens durch Anerkennung von Dissens

Dissenskultur

 

In der Dissenskultur einer Gesellschaft, eines Unternehmens oder einer anderen Gruppe, werden auch Abweichler respektiert und geschützt.

Eine Dissenskultur fordert viel von jenen, die mit ihr zu tun haben. Mitunter überfordert sie auch. Es gilt Widerspruch auszuhalten, ja sogar zu schätzen. Stimmt eine Mehrheit zu, gilt es sich auch mit der Stimme der Minderheit auseinanderzusetzen und die Spaltung zu überbrücken, wo das möglich ist.

Der Schutz der Minderheit kommt in erster Linie aus den Reihen der Mehrheit, jenen, die bereit sind, sich dafür einzusetzen. Voraussetzung sind Rahmenvereinbarungen, die sowohl genügend Freiraum für Querdenker bieten, als auch die grundlegenden Werte schützen. Das ist allerdings mitunter nicht so leicht zu realisieren, wenn die Bereitschaft zu große ist (fremde) Werte für die Durchsetzung eigener Ziele zu verletzen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

P.S.

 

Wie stehen Sie zur Dissenskultur?

1 Kommentar

  1. Diese Art der Kultur fordert zu inneren und zur äußeren Öffnung auf.
    Respekt und die Gabe sich nicht selbst ins Zentrum zu stellen sind die Grundlagen.
    Doch können wir das?
    Ich erlebe es nicht so.
    Oft ist es sogar eine laute Minderheit, die bestimmt und nicht eine Mehrheit.

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wenn du dieses Formular abschickst, speichert es den eingegebenen Namen, die Email-Anschrift sowie die Inhalte. Mehr in der Datenschutzerklärung.

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit ist.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 10. Juli 2018
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371