Lampenfieber und Aufführungsängste sind nicht dasselbe, Schluss mit dem Tabu!

Hilfe sowohl bei Lampenfieber und auch bei Auftrittsangst. Praxis und Notdienst in Berlin
Lampenfieber und Aufführungsängste sind nicht dasselbe!

Überblick

 

 

 

Was ist Lampenfieber?

 

Zur Erinnerung: Während das anregende Lampenfieber als mitunter sogar leistungssteigernde Angst gilt, führt die Aufführungsangst bei Rednern und Künstlern wie Musikern zu Leistungsminderung bis hin zu Spielblockaden. Mehr zu Lampenfieber finden Sie hier. In diesem Artikel geht es um die Unterschiede zwischen Lampenfieber und Auftrittsangst,

Was sind Aufführungsängste?

 

Wenn ich meine Erfahrungen mit Musikern zugrunde lege, scheinen sehr viele von ihnen unter den Auswirkungen von Aufführungsängsten zu leiden. Aufführungsängste sind gefürchtete Begleiterscheinungen im Leben vieler Künstler. Doch es scheint ein Tabu darüber verhängt worden zu sein. Es wird nicht oder nur selten darüber geredet. Deshalb bleiben viele Betroffene mit Ihren Ängsten allein und versuchen die Ängste zu verstecken, anstatt sie mit Unterstützung aufzulösen.

Erste Anzeichen von Aufführungsängsten lassen sich schon längere Zeit vor dem eigentlichen Auftritt erkennen. Die Ängste bringen das Innenleben durcheinander. Dadurch werden zwischenmenschliche Beziehungen störanfälliger; es zeigen sich Formen von Gereiztheit, von Rückzug und Kränkbarkeit. Der innere Zustand des Musikers bei Aufführungsängsten wechselt zwischen der Begeisterung vor Publikum aufzutreten und den Befürchtungen, den eigenen Anforderungen und den Erwartungen anderer nicht entsprechen zu können. All das wird begleitet von körperlichen und psychischen Symptomen, wie Ermüdung, Lustlosigkeit und Isolation und das Vermeidungsverhalten wirkt sich auf zunehmend mehr Bereiche aus.

Im Gegensatz zum vertretbaren Lampenfieber sind Aufführungsängste behandlungsbedürftig.

Typische Symptome bei Aufführungsängsten

 

1. Blockade

 

Eine Blockade löst ein Gefühl aus, als seien alle sorgfältig geprobten Stellen ausgelöscht und die Kontrolle über die eigenen gestalterischen Fähigkeiten, einschließlich der des Gedächtnisses, die Wahrnehmung und die Bewegung eingeschränkt oder nicht mehr verfügbar.

 

 

2. Depersonalisation

 

Die Depersonalisation ist ein Zustand, in dem die Selbstbeobachtung und die Selbstkontrolle in Bezug zum Raum und zu anderen Menschen eingeschränkt ist. Musiker erscheinen dann hölzern, wirken wie mechanisch auf der Bühne. Es bleibt beim Zuschauer der Eindruck zurück, als sei der Musiker entrückt, distanziert und unerreichbar.

 

 

3. Körperliche Reaktionen

 

Die psychosomatischen Begleitsymptome wie Herzklopfen, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, unkontrollierbares Zittern von Knie, Arm, Hand und die Einbuße der Sicherheit motorischer Funktionsabläufe sowie Einschränkungen der Konzentration und der Gedächtnisleistungen sind die gefürchteten Folgen.

Auflösung von Aufführungsängsten

 

Für die körperlichen Symptome ist ein entsprechender Mediziner die passende Anlaufstelle. Die Aufführungsängste selbst, erfordern eine systematische psychotherapeutische Behandlung, weil es sich nicht um Lampenfieber handelt. Bei Musikern, die im besonderen Maße auf ihre motorischen Fähigkeiten angewiesen sind, verschlechtern sich durch die Auftrittsangst sowohl körperliche und geistige Fähigkeiten. Als Folge bleibt der Auftritt hinter den tatsächlichen Möglichkeiten zurück.

Zahlreiche Faktoren können den Druck auf den Musiker erhöhen; Stress, Wettbewerb, Perfektionismus, Sorgen hinsichtlich des Lebensunterhalts etc. Schon früh im Leben entstehen Überzeugungen, Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster. Manche dieser Muster sind förderlich, manche nicht. So setzt die Behandlung zur Auflösung von Auftrittsangst an verschiedenen Stellen an, um wirksam und dauerhaft zu sein.

 

Fragen Sie mich ruhig persönlich

 

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Karsten Noack

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P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Auftrittsangst?

2 Kommentare

  1. Ich möchte meiner Redeangst mit einem guten Rhetoriktraining begegnen. Aus was sollte ich dabei achten?

    Antworten
    • Redeangst hat nach meinem Verständnis nichts in einem Rhetoriktraining zu suchen, sondern erfordert einen Therapauten mit Zulassung zur Ausübung von Psychtotherapie und entsprechenden Erfahrungen. Lampenfieber könnte in einem entsprechenden Rhetoriktraining eines der Themen sein.

      Antworten

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