Narzissmus: Gehen Narzissten eher fremd?

So schützen Sie sich vor toxischen Menschen
Missverständnis

Narzissmus und Fremdgehen: Gehen Menschen mit narzisstischen Zügen häufiger fremd?

 

„Gehen Narzissten häufiger fremd?“

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt.

Die schnelle Antwort wäre:

Manche narzisstischen Merkmale können das Risiko für Untreue erhöhen.

Die längere und wichtigere Antwort lautet:

Narzissmus allein erklärt weniger, warum ein konkreter Mensch fremdgeht.

Nicht jeder Mensch mit narzisstischen Zügen ist untreu.

Und nicht jeder Mensch, der fremdgeht, ist narzisstisch.

Interessant ist deshalb weniger das Etikett.

Interessant sind die konkreten Persönlichkeitsmerkmale, Beziehungsmuster und Entscheidungen.

 

 

 

Was sagt die Forschung?

 

Studien zu allgemeinem Narzissmus und Untreue liefern kein völlig einheitliches Bild.

Ein besonders interessanter Befund stammt aus Untersuchungen zum sogenannten sexuellen Narzissmus.

Dabei geht es weniger um Narzissmus insgesamt und stärker um Einstellungen und Erwartungen im sexuellen Bereich.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • sexuelles Anspruchsdenken
  • starke Selbstüberschätzung der eigenen sexuellen Fähigkeiten
  • Ausbeutungsorientierung
  • geringe Berücksichtigung der sexuellen Bedürfnisse des Partners

In longitudinalen Untersuchungen war stärker ausgeprägter sexueller Narzissmus mit einer höheren Wahrscheinlichkeit tatsächlicher Untreue verbunden.

 

 

 

Das ist ein wichtiger Unterschied

 

Die Forschung sagt weniger:

„Narzissten gehen fremd.“

Sie zeigt eher:

Bestimmte narzisstisch geprägte Einstellungen und Beziehungsmuster können Untreue wahrscheinlicher machen.

 

 

 

Warum könnte Anspruchsdenken eine Rolle spielen?

 

Ein möglicher Faktor ist Entitlement, also starkes Anspruchsdenken.

Dann kann innerlich etwas entstehen wie:

„Für mich gelten andere Regeln.“

Oder:

„Ich habe ein Recht darauf, meine Bedürfnisse zu erfüllen.“

Wenn persönliche Wünsche grundsätzlich höher bewertet werden als gemeinsame Vereinbarungen, kann die Hemmschwelle für einen Regelbruch sinken.

Anspruchsdenken erklärt weniger jede Untreue.

Es kann jedoch ein relevanter Teil der Dynamik sein.

 

 

 

Bewunderung und Bestätigung

 

Menschen mit stärker narzisstischen Merkmalen können besonders empfänglich für soziale Bestätigung sein.

Neue romantische oder sexuelle Aufmerksamkeit kann vermitteln:

„Ich bin begehrt.“

„Ich wirke.“

„Ich bin attraktiv.“

Für Menschen, deren Selbstwert stark von solcher Resonanz abhängt, kann diese Erfahrung besonders belohnend sein.

 

 

 

Fremdgehen als Selbstwertregulation?

 

Das kann vorkommen.

Zum Beispiel wenn Aufmerksamkeit von außen dazu dient:

  • sich attraktiver zu fühlen
  • Unsicherheit zu reduzieren
  • das eigene Selbstbild zu bestätigen
  • Status oder Begehrtheit zu erleben

Das bedeutet weniger, dass jede Affäre psychologisch so funktioniert.

Und es bedeutet weniger, dass mangelnde Aufmerksamkeit des Partners eine Untreue verursacht.

Die Entscheidung für Untreue bleibt die Verantwortung der Person, die sie trifft.

 

 

 

Das Bedürfnis nach Neuheit

 

Ein weiterer Faktor kann die Attraktivität neuer Reize sein.

Neue Begegnungen bringen:

  • Aufmerksamkeit
  • Spannung
  • Flirt
  • Unsicherheit
  • Bestätigung

Langfristige Beziehungen funktionieren anders.

Sie enthalten mehr:

  • Verlässlichkeit
  • Alltag
  • gegenseitige Verantwortung
  • Vertrautheit

Für manche Menschen ist gerade die neue Bewunderung besonders reizvoll.

 

 

 

Beziehungsorientierung und Bindung

 

Forschung deutet außerdem darauf hin, dass Narzissmus mit geringerer Beziehungsbindung beziehungsweise geringerer Commitment-Orientierung zusammenhängen kann.

Auch das ist kein Automatismus.

Es kann jedoch bedeuten:

Alternative Partner bleiben psychologisch stärker im Blick.

 

 

 

Untreue braucht weniger eine Persönlichkeitsstörung

 

Menschen gehen aus sehr unterschiedlichen Gründen fremd.

Zum Beispiel können eine Rolle spielen:

  • Unzufriedenheit in der Beziehung
  • sexuelle Unzufriedenheit
  • Gelegenheit
  • Bedürfnis nach Bestätigung
  • Konflikte
  • Bindungsunsicherheit
  • Impulsivität
  • Neuheitsorientierung

Deshalb ist Fremdgehen kein Narzissmus-Test.

 

 

 

Und eine glückliche Beziehung verhindert Untreue weniger garantiert

 

Auch das ist wichtig.

Manchmal wird nach einer Affäre gefragt:

„Was hat in unserer Beziehung gefehlt?“

Diese Frage kann sinnvoll sein.

Sie sollte jedoch weniger automatisch voraussetzen:

„Wenn die Beziehung gut genug gewesen wäre, wäre das nicht passiert.“

Untreue entsteht aus einem Zusammenspiel von Person, Situation, Beziehung und Entscheidung.

 

 

 

Sexuelle Unzufriedenheit kann eine Rolle spielen

 

In Studien war geringere sexuelle Zufriedenheit mit einem höheren Untreuerisiko verbunden.

Doch auch hier gilt:

Unzufriedenheit erklärt eine Entscheidung weniger vollständig.

Menschen können unzufrieden sein und darüber sprechen.

Sie können eine Beziehung verändern.

Sie können sie beenden.

Oder sie können Vereinbarungen brechen.

Das sind unterschiedliche Entscheidungen.

 

 

 

Was ist mit geringer Empathie?

 

Auch dieser Faktor kann relevant sein.

Wer die Folgen des eigenen Verhaltens für den Partner weniger berücksichtigt, kann leichter Entscheidungen treffen, die kurzfristig eigenen Bedürfnissen dienen.

Bei sexuellem Narzissmus wurde geringere sexuelle Empathie in bestimmten Untersuchungen tatsächlich mit Untreue in Verbindung gebracht.

Eine pauschale Aussage wie:

„Narzissten haben keine Empathie und gehen deshalb fremd“

wäre trotzdem zu grob.

 

 

 

Fremdgehen und Ausbeutung

 

Ein weiteres Merkmal sexuellen Narzissmus ist Ausbeutungsorientierung.

Dann wird Sexualität stärker danach betrachtet:

„Was bekomme ich?“

und weniger:

„Was bedeutet mein Verhalten für uns beide?“

Auch das kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, gemeinsame Vereinbarungen geringer zu gewichten.

 

 

 

Grandiosität: „Ich kann mir das erlauben“

 

Bei grandioseren narzisstischen Merkmalen kann zusätzlich ein Gefühl besonderer Attraktivität oder sexueller Kompetenz entstehen.

Zum Beispiel:

„Andere wollen mich ohnehin.“

Oder:

„Ich habe mehr Möglichkeiten als andere.“

Solche Überzeugungen können die Wahrnehmung verfügbarer Alternativen verändern.

 

 

 

Vulnerabler Narzissmus und Untreue

 

Bei vulnerableren narzisstischen Mustern kann die Dynamik anders aussehen.

Dort können stärker eine Rolle spielen:

  • Kränkbarkeit
  • Unsicherheit
  • Angst vor Zurückweisung
  • starkes Bedürfnis nach Bestätigung

Auch daraus kann Aufmerksamkeit außerhalb einer Beziehung attraktiv werden.

Das bedeutet weniger, dass vulnerable narzisstische Menschen zwangsläufig fremdgehen.

 

 

 

Geht es um Sex oder um Bestätigung?

 

Manchmal ist genau das die interessante Frage.

Ein Seitensprung kann vor allem sexuell motiviert sein.

Er kann ebenso stark durch:

  • Aufmerksamkeit
  • Bewunderung
  • Begehrtheit
  • Selbstbestätigung

getragen werden.

Das erklärt möglicherweise, warum manche Affären schon lange vor körperlicher Sexualität beginnen.

 

 

 

Emotionale Untreue

 

Untreue ist weniger auf Geschlechtsverkehr begrenzt.

Paare unterscheiden sich darin, was sie als Vertrauensbruch definieren.

Zum Beispiel:

  • geheime Chats
  • sexuelle Nachrichten
  • intensive emotionale Nähe
  • Dating-Apps
  • Küsse
  • Sex

Entscheidend sind die Vereinbarungen der jeweiligen Beziehung.

 

 

 

Fremdgehen beginnt deshalb häufig vor dem Seitensprung

 

Interessant wird die Frage:

Welche Grenzen wurden vereinbart?

Und:

Welche Kontakte werden bewusst verborgen?

Geheimhaltung kann für eine Beziehung teilweise ebenso relevant sein wie der konkrete sexuelle Akt.

 

 

 

Ist Flirten schon Fremdgehen?

 

Das lässt sich weniger allgemeingültig beantworten.

Für manche Paare ist Flirten völlig in Ordnung.

Für andere überschreitet es eine Grenze.

Eine gute Beziehung braucht deshalb weniger universelle Regeln als klare gemeinsame Vereinbarungen.

 

 

 

Warum Untreue bei narzisstischen Dynamiken besonders verwirrend sein kann

 

Manche Betroffene erleben nach einer Affäre nicht nur den Vertrauensbruch.

Zusätzlich können auftreten:

  • Leugnung
  • Schuldverschiebung
  • Verharmlosung
  • Angriff auf die betroffene Person
  • wechselnde Versionen

Dann geht es plötzlich weniger um die Untreue selbst.

Du beginnst dich möglicherweise zu fragen:

„War ich schuld?“

„Bin ich zu misstrauisch?“

„War das überhaupt Fremdgehen?“

 

 

 

Untreue und Gaslighting

 

Wenn offensichtliche Vorgänge systematisch bestritten oder deine Wahrnehmung untergraben werden, kann zusätzlich eine Gaslighting-Dynamik entstehen.

Zum Beispiel:

„Du bildest dir da etwas ein.“

„Du bist krankhaft eifersüchtig.“

„Das war doch überhaupt nichts.“

Eine abweichende Einschätzung ist weniger automatisch Gaslighting.

Entscheidend ist das wiederkehrende Muster.

→ „Du bist zu empfindlich“: Wann daraus Gaslighting werden kann

 

 

 

„Du hast mich dazu gebracht“

 

Nach aufgedeckter Untreue kann Schuldverschiebung besonders verletzend sein.

Zum Beispiel:

„Du hattest nie Zeit für mich.“

„Du hast mir nicht genug Aufmerksamkeit gegeben.“

„Unsere Beziehung war ohnehin schlecht.“

Solche Punkte können reale Beziehungsprobleme beschreiben.

Sie ändern weniger die Verantwortung für die Entscheidung, eine Vereinbarung zu brechen.

 

 

 

Zwei Fragen gehören auseinander

 

1. Welche Probleme gab es in der Beziehung?

und:

2. Wer hat sich für Untreue entschieden?

Beide Fragen können wichtig sein.

Sie sollten weniger miteinander verwechselt werden.

 

 

 

Wenn die Affäre auffliegt

 

Für die Zukunft der Beziehung kann die Reaktion danach entscheidender sein als viele psychologische Erklärungen.

Kann die Person sagen:

„Ja. Ich habe diese Vereinbarung verletzt.“

Oder entsteht:

  • Leugnung
  • Schuldumkehr
  • weitere Täuschung
  • Abwertung
  • Rechtfertigung ohne Verantwortung

Verantwortungsübernahme ist ein wichtiger Unterschied.

 

 

 

Reue oder nur Angst vor Konsequenzen?

 

Auch diese Frage stellen sich viele Betroffene.

Von außen ist das innere Gefühl weniger zuverlässig messbar.

Hilfreicher ist:

Was geschieht danach?

Zum Beispiel:

  • Werden Fragen beantwortet?
  • werden Vereinbarungen respektiert?
  • endet die Täuschung?
  • werden Folgen anerkannt?
  • ändert sich Verhalten über Zeit?

 

 

 

Versprechen sind weniger Veränderung

 

Nach einer Krise werden häufig große Versprechen gemacht.

„Das passiert nie wieder.“

„Jetzt habe ich verstanden.“

„Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben.“

Solche Aussagen können ehrlich gemeint sein.

Für Vertrauen zählt jedoch langfristig:

ob Verhalten und Versprechen zusammenpassen.

 

 

 

Kann Vertrauen nach Untreue wieder entstehen?

 

Ja, das kann gelingen.

Es ist jedoch weniger selbstverständlich.

Hilfreich sind meist:

  • Ehrlichkeit
  • Verantwortungsübernahme
  • Transparenz
  • Geduld
  • Bereitschaft, Ursachen und Muster zu betrachten
  • verlässliches Verhalten über Zeit

Vertrauen lässt sich weniger einfordern.

Es muss wieder entstehen können.

 

 

 

Und wenn narzisstische Muster stark ausgeprägt sind?

 

Dann lohnt es sich besonders, weniger auf Versprechen und stärker auf Verhalten zu schauen.

Frag:

  • Kann die Person Verantwortung übernehmen?
  • Kann sie deinen Schmerz wahrnehmen, ohne sofort sich selbst ins Zentrum zu stellen?
  • Kann sie eigene Motive reflektieren?
  • Kann sie Grenzen akzeptieren?
  • ändert sich das Verhalten tatsächlich?

Diese Fragen sind meist hilfreicher als die Frage, ob jemand offiziell Narzisst ist.

 

 

 

Wiederholte Untreue

 

Eine einmalige Untreue und ein langjähriges Muster sind weniger dasselbe.

Bei wiederholter Untreue lohnt sich besonders die Frage:

Welche Struktur bleibt trotz aller Gespräche unverändert?

Zum Beispiel:

  • Anspruchsdenken
  • Bestätigungssuche
  • Geheimhaltung
  • geringes Commitment
  • fehlende Verantwortungsübernahme

 

 

 

Du musst die Ursache weniger vollständig verstehen

 

Nach einem Vertrauensbruch entsteht häufig eine intensive Suche:

„Warum?“

Das ist nachvollziehbar.

Vielleicht findest du eine plausible Erklärung.

Vielleicht mehrere.

Manchmal bleibt dennoch Unsicherheit.

Für deine Entscheidung kann eine andere Frage wichtiger werden:

„Was bedeutet dieses Verhalten für unsere Beziehung?“

 

 

 

Hat das Fremdgehen etwas über deinen Wert ausgesagt?

 

Nein.

Dass ein Partner eine Vereinbarung verletzt, misst weniger:

  • deine Attraktivität
  • deinen Wert
  • deine Liebenswürdigkeit

Natürlich kann sich Untreue genau so anfühlen.

Doch die Entscheidung eines anderen Menschen ist weniger ein objektives Urteil über deinen Wert.

 

 

 

Vergleiche mit der anderen Person

 

Nach einer Affäre fragen Menschen häufig:

„Was hat diese Person, das ich nicht habe?“

Diese Frage kann einen sehr schmerzhaften Vergleichskreislauf starten.

Manchmal hatte die Affäre weniger mit einer vermeintlich „besseren“ Person zu tun als mit:

  • Neuheit
  • Gelegenheit
  • Bestätigung
  • Grenzproblemen
  • eigenen Persönlichkeitsmustern

 

 

 

Du musst weniger gegen eine andere Person gewinnen

 

Wenn du dich mit der Affärenperson vergleichst, entsteht leicht ein Wettbewerb:

Wer ist attraktiver?

Wer ist interessanter?

Wer wird gewählt?

Die wichtigere Frage lautet:

Welche Beziehung möchtest du führen?

 

 

 

Soll ich bleiben oder gehen?

 

Darauf gibt es weniger eine allgemeingültige Antwort.

Relevant können sein:

  • War es einmalig oder wiederholt?
  • Wird Verantwortung übernommen?
  • besteht weiterhin Täuschung?
  • sind beide bereit, an der Beziehung zu arbeiten?
  • welche Grenzen sind für dich entscheidend?
  • kann Vertrauen realistisch wieder wachsen?

 

 

 

Bleiben ist weniger Schwäche

 

Menschen können nach Untreue gemeinsam weitergehen.

Das ist weniger automatisch naiv.

 

 

 

Gehen ist weniger Versagen

 

Du darfst ebenso entscheiden:

„Diese Grenze wurde für mich überschritten.“

Du brauchst weniger die Zustimmung des anderen Menschen für diese Entscheidung.

 

 

 

Wenn du dich trennen möchtest

 

Bei stark belastenden oder manipulativen Beziehungen kann eine Trennung sorgfältige Vorbereitung brauchen.

→ Trennung von Menschen mit stark narzisstischen Mustern

 

 

 

Wenn du bleiben möchtest

 

Dann würde ich weniger nur fragen:

„Kann ich vergeben?“

Interessanter sind:

  • Kann wieder Verlässlichkeit entstehen?
  • können beide offen sprechen?
  • werden Grenzen geklärt?
  • werden Muster tatsächlich verändert?

 

 

 

Vergebung ist weniger Pflicht

 

Verarbeitung braucht weniger eine moralische Verpflichtung zur Vergebung.

Du kannst eine Erfahrung verarbeiten und trotzdem entscheiden:

„Diese Beziehung möchte ich weniger fortsetzen.“

 

 

 

Wenn du privat Unterstützung möchtest

 

Nach Untreue können sehr unterschiedliche Fragen im Vordergrund stehen:

  • Soll ich bleiben oder gehen?
  • Welche Grenze brauche ich?
  • Wie führe ich das Gespräch?
  • Wie erkenne ich, ob sich tatsächlich etwas verändert?
  • Wie komme ich aus endlosen Rechtfertigungs- und Beweisschleifen?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

 

Wenn psychische Folgen im Vordergrund stehen

 

Ein schwerer Vertrauensbruch kann starke psychische Belastungen auslösen.

Zum Beispiel:

  • Ängste
  • starkes Grübeln
  • Schlafprobleme
  • anhaltende Alarmbereitschaft
  • depressive Beschwerden

Wenn behandlungsbedürftige Beschwerden im Vordergrund stehen, ist ein therapeutischer Rahmen passend.

Meine therapeutische Arbeit ist organisatorisch von Coaching und Beratung getrennt.

→ Psychotherapie in Berlin und online

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Eine Affäre beweist weniger Narzissmus.

Und narzisstische Merkmale beweisen weniger Untreue.

Wir können trotzdem sehr genau betrachten:

  • welches Verhalten stattgefunden hat
  • welche Muster sich wiederholen
  • wie Verantwortung übernommen wird
  • welche Möglichkeiten du hast

 

 

 

Acht Fragen für mehr Klarheit

 

  1. Welche Vereinbarung wurde tatsächlich verletzt?
  2. War das Verhalten einmalig oder Teil eines Musters?
  3. Wird Verantwortung übernommen?
  4. Gibt es weiterhin Täuschung?
  5. Kann über die Folgen gesprochen werden?
  6. Ändert sich Verhalten über Zeit?
  7. Welche Grenze ist für mich entscheidend?
  8. Welche Beziehung möchte ich künftig führen?

 

 

 

Fazit: Narzissmus kann das Risiko beeinflussen – er erklärt weniger jede Untreue

 

Die Frage:

„Warum gehen Narzissten fremd?“

klingt nach einer einfachen psychologischen Erklärung.

So einfach ist es weniger.

Bestimmte narzisstisch geprägte Merkmale können mit Untreue zusammenhängen.

Dazu können gehören:

  • sexuelles Anspruchsdenken
  • starke Bestätigungssuche
  • Ausbeutungsorientierung
  • geringeres Commitment
  • weniger Berücksichtigung der Bedürfnisse des Partners

Doch:

Nicht jeder Mensch mit narzisstischen Merkmalen geht fremd.

Und nicht jeder untreue Mensch ist narzisstisch.

Für deinen Umgang sind deshalb andere Fragen wichtiger:

Was ist tatsächlich geschehen?

Wird Verantwortung übernommen?

Ist Vertrauen wieder realistisch möglich?

Und welche Entscheidung entspricht deinen Grenzen und deinem Leben?

Diese Fragen führen meist weiter als eine Ferndiagnose.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2019
Überarbeitung: 12. Juli 2026